Ausblick

GNOME 3.2: Viel Feinschliff für den Linux-Desktop

Andreas Proschofsky, 18. Juli 2011, 12:31
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    Die offenen Workspaces werden in der Aktivitäts-Ansicht jetzt immer vollständig dargestellt - und nicht mehr nur bei Bedarf eingeblendet.

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    Externe Datenträger lassen sich nun direkt über die GNOME Shell managen.

Management von externen Datenträgern in die GNOME Shell integriert, Login-Screen ebenso, On-Screen-Tastatur und bessere Benachrichtigungen

Mit GNOME 3.0 hat das Projekt hinter dem Linux-Desktop Anfang April eine in vielerlei Hinsicht neu gestaltete Generation der eigenen Software veröffentlicht. Dass man sich seitdem nicht auf den eigenen Lorbeeren ausgeruht hat, sondern die Entwicklung konsequent und äußerst aktiv vorantreibt, zeigt nun ein aktueller Blog-Eintrag des GNOME-Designers Allan Day.

Hotplugging

Darin fasst der Entwickler einige der kommenden Neuerungen für das im Herbst anstehende GNOME 3.2 zusammen, wobei sein Augenmerk ganz der GNOME Shell gilt, also des Kerns der GNOME3-User-Experience. Eine der wichtigsten Verbesserungen ist hier wohl die Integration des Managements von externen Geräten in die Shell selbst: Statt über ein eigenes Fensters werden neu angehängte USB-Sticks, Festplatten und Co. nun mithilfe einer Benachrichtigung dargestellt, die auch gleich das Öffnen mit passenden Programmen anbietet. Zudem wird ein Eintrag im versteckten Benachrichtigungsbereich am unteren Bildschirmrand erstellt, über den das Gerät später ausgeworfen werden kann.

Chats

Weiter voran schreitet mit GNOME 3.2 die Chat-Funktionalität der GNOME-Shell, musste hierfür bei GNOME 3.0 noch die eigene Anwendung Empathy im Hintergrund laufen, ist dies künftig nicht mehr vonnöten. Zudem kann über die Shell nun nicht nur gechattet werden,  auch der Austausch von Dateien kann an dieser Stelle vorgenommen werden. Mit einer kleinen Erweiterung kann das Benachrichtigungssystem des Desktops aufwarten, hier kann nun auch angezeigt werden, wie viele Nachrichten bei einer Anwendung die Aufmerksamkeit der NutzerInnen begehren.

Login

Eifrig arbeitet man derzeit noch an der Entwicklung eines eigenen Login-Dialogs im GNOME-Shell-Design und an der Integration einer Personensuche in die Suchfunktion der Shell. Für letzteres greift man auf das neue Kontakt-Framework zurück, das mit GNOME 3.2 ebenfalls in den Desktop wandert. Ebenfalls geplant ist die Möglichkeit mehrere Zeitzonen in der Desktop-Uhr darzustellen - wie sie ja auch bei GNOME 2.x schon gegeben war. Außerdem überarbeitet man das User-Menü, wo auch ein neuer "Bitte nicht stören"-Knopf hinzukommt, über den mit einem Klick Benachrichtigungen aller Art deaktiviert werden können.

Feinschliff

Eine leichte konzeptionelle Änderung hat man bei der Darstellung der Workspaces in der Überblicks-Ansicht der GNOME Shell vorgenommen. Diese werden nun auch auf Ein-Monitor-Systemen von Haus aus immer vollständig angezeigt, das Einblenden bei Bedarf habe sich als zu "unruhig" herausgestellt, argumentieren die DesignerInnen. Außerdem soll hier noch das Aussehen der Fensterauswahl verbessert werden, die Minigrafiken bekommen zu diesem Zweck eigene Fensterrahmen.

Touch

In Richtung Touchscreen geht man mit einer neuen On-Screen-Tastatur, zudem hat man das Vergrößern und Verkleinern von Fenstern mithilfe eines zusätzlichen, aber unsichtbaren Fensterrahmens vereinfacht. Der Mini-Kalender im Panel unterstützt nun die Anzeige von Events aus dem Google Kalender, dazu kommen wieder einige Performance-Verbesserungen, die Red-Hat-Entwickler Owen Taylor in einem separaten Posting erläutert.

Ausblick

GNOME 3.2 ist derzeit aktiv in Entwicklung, einige der erwähnten Neuerungen sind schon in den aktuellen Testversionen enthalten, andere sollen erst in den kommenden Wochen einfließen. In Kombination mit Verbesserungen an anderen Komponenten soll daraus dann das fertige GNOME 3.2 erwachsen, dessen Freigabe man für den 28. September anvisiert. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 18.07.11)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 47
1 2
Debian Testing
01
21.7.2011, 15:21
Ich hab Gnome 3

mal kurz angetestet, funktioniert auf alle besser als Unity von Ubuntu, ist stabiler und durchdachter. Auch ist es nett anzusehen, aber da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, kann ich mich mit der Bedienung nicht anfreunden. Da bleib ich lieber beim alten Gnome.

Balduin
30
19.7.2011, 13:14
Ohhhh....

die Programmierer von Linux (Desktop) gehen wieder ihrer Hauptbeschäftigung nach - dem Entwickeln von DEs, damit der Benutzer dann nicht sauer ist, wenn die popligen Anwendungen ständig abstürzen. Nach dem Absturz starrt man dann wenigstens auf eine schöne Desktop-Environment, statt auf eine hässliche.

Herr Surml
00
21.7.2011, 12:35
RAUNZ NICHT, KAUF!

G.W.F. Hegel
 
02
19.7.2011, 15:05

sie benutzen das betriebssystem offenbar nicht; nur zur klarstellung: buntze linux (ubuntu) seit jahren, so gut wie nie abgestürzt.

Balduin
00
20.7.2011, 13:45
Ja, das sind wir ja auch schon gewöhnt...

....die Linux Fanboys können nicht lesen. :-)
Keiner hat gesagt, dass Linux abstürzt. Aber die POPLIGEN ANWENDUNGEN, die es dafür gibt, die SCHON!!! Was hast du denn von einem stabilen Betriebssystem, wenn das Gerödel, mit dem du deine Dinge erledigen willst, nicht funzt.

suka
00

Welche popligen Anwendungen meinst du? Firefox? LibreOffice? Google Chrome?

Martin Stettner
01
20.7.2011, 11:35

Benutze Ubuntu auch seit Jahren, einzelne Anwendungen sind schon des öfteren abgestürzt ... Das OS selbst (wie aber auch Windows seit Vista) nie ...

Synchronschachklub "Rudolf Nurejew"
00
19.7.2011, 12:10

im text steht "shell" - und schon wird der aktienkurs von royal dutch shell angezeigt.

go-east
01
19.7.2011, 09:24
was lange währen soll muss langsam wachsen...

tja, GNOME 3.0 war hat noch nicht ausgereift, 3.2 kommt da schon etwas weiter.
Als Überbrückung auf Linux Mint umgestiegen, werden sehen in welche Richtung das geht...
Schön dass man sich was gutes aussuchen kann.

waeldar
00
19.7.2011, 08:37

das wird immer mehr webos.

Fernando Castro
31
18.7.2011, 19:13
Was usability betrifft:

Microsoft versucht immer wieder Apple's ausgefeilte usability zu kopieren. Apple hat in diesem Bereich klar die Nase vorn.
Und Linux ist differenziert zu betrachten.
Da gibt es doch einige Unterschiede bei den Distri und bei den verwendeten Desktops.
Manches ist auch einfach nur Gewohnheit.

FalscherProphet
00
19.7.2011, 17:32
Kann ich keineswegs bestätigen,

dass die OSX-Usability besser ist als jene von Windows.

Natürlich muss dazugesagt werden, dass ich seit den Anfängen von Windows praktisch ausschließlich Windows verwendete.

ABER: Ich hab' auf einem reinen Surf-Laptop Ubuntu (10.10) installiert und es ist PERFEKT "intuitiv" zu bedienen.
Bei OSX (10.6) auf meinem Mac Mini nervt mich hingegen so einiges.
Wieso kann man beispielsweise zu minimierten Anwendungen nicht mit <Apple Sondertaste> + <Tab> wechseln -
das ist doch völlig "unintuitiv".

=> Am Mac Mini ist momentan ausschließlich Windows XP in Verwendung -
zukünftig womöglich Win7 oder ein Ubuntu.

kingdingeling
00
19.7.2011, 08:16

sie verwenden wohl als eingabegerät einen großen roten knopf

Doktor Jekinel und Herr Haid
2112
18.7.2011, 19:00
Was die "usability" betrifft,...

...werden Linux-Produkte nie auch nur in die Nähe von Windows und MS-Office Anwendungen kommen.

sfoglio
01
19.7.2011, 10:32
stimmt

ich kann mir auch nicht vorstellen dass gnome, kde und co wieder auf dieses niveau zurückfallen.

silverfinger
00
19.7.2011, 07:48

es nimmt ja auch nicht jeder ein freies office paket nur weil er linux hat ...

btw: was ist ein linux produkt?

Nieral
02
19.7.2011, 00:50
"Linux Produkte"

he he :-) Troll oder keine Ahnung :-)

michikklas
04
18.7.2011, 21:15

Als Mac User sehe ich mittlerweile neidvoll Richtung Gnome und auch Unity. Soviel Innovation und gute Ideen gibt es nicht einmal von Apple.

Knicknack
05
18.7.2011, 20:10
Wer ...

... nichts ändern möchte, verwendet iOS.
... nur das Design ändern möchte, verwendet Windows.
... das Design und/oder die Funktionalität ändern möchte, verwendet Linux.

Jeder hat andere Vorstellungen von guter Usability.

lemming0815
01
19.7.2011, 08:45

schön auf den punkt gebracht

fast_matt
00
18.7.2011, 19:18

Sie haben sicher Human Computer Interaction Design studiert um so eine qualifizierte Aussage zu tätigen?

DerMäx
111
18.7.2011, 19:15

Das ist ja auch gut so, und will auch keiner, ausser vielleicht Microsoft...

Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Linux-User so einen Usability-Rückschritt befürworten würde....

Juergen84
 
01
18.7.2011, 13:54

Gnome 3.x geht meiner Meinung nach in eine interessante Richtung von Usability und Übersichtlichkeit her. Dass einige Sachen noch nicht so gut funktionieren liegt wohl darin begründet dass es doch ein relativ radikaler Schritt von der Vorgängerversion darstellt. Die fehlende Anpassbarkeit geht mir aber auch etwas ab.

btw: Aktienkurse von Google und Royal Dutch? Wtf? :D

Sir Harry....
00
19.7.2011, 00:51
Usability...

Deutsch: Benutzerfreundlichkeit. Passt besser zu der “Übersichtlichkeit“.

DerMäx
01
18.7.2011, 19:18

Seh ich auch so.

Habe auf dem Netbook Fedora 15 mit der Gnome Shell als einziges OS installiert und bin eigentlich ganz zufrieden damit.

Auf Notebook und Desktop kommt mir das aber noch nicht, da bin ich zwar auch unentschlossen, weswegen ich Debian Testing mit GNOME 2.X und Kubuntu im Dualboot habe....

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