Repressiv

Facebook sperrt Nutzer wegen Google+-Werbung

18. Juli 2011, 09:25
  • Artikelbild
    grafik: michael lee johnson

    Diese Werbung wollte Facebook so ganz und gar nicht auf der eigenen Seite sehen.

Hatte seinen Account beim Konkurrenz-Netzwerk beworben - Facebook verweist auf Nutzungsbedingungen

Auch wenn das erst vor kurzem in geschlossener Test-Phase gestartete Google+ noch weit von den NutzerInnenzahlen von Facebook entfernt ist - die ganz große Gelassenheit scheint bei dem Marktführer in Sachen sozialen Netzwerken schon nicht mehr gegeben zu sein.

Sperre

So hat man nun den Account eines Nutzers gesperrt, der eine Werbung für seinen Google+-Account platziert hatte. Web-Entwickler Michael Lee Johnson wollte damit eigentlich seine Freunde bei Facebook auf seine Aktivitäten im neuen sozialen Netzwerk von Google aufmerksam machen - und bekam zu spüren, dass Facebook diese Idee offenbar nicht gar so berauschend fand.

Argumentation

In einer kurzen, vage gehaltenen Mitteilung von Facebook heißt es denn auch nur, dass der Account aufgrund eines Verstoßes gegen die Benutzungsbedingungen in Hinblick auf Werbung gesperrt wurde. Und diese erlauben so ein Vorgehen tatsächlich, wie CNET nachgegraben hat. So heißt es darin, dass man sich vorbehält Werbung für Konkurrenzprodukte zu löschen, warum gleich der ganze Account gesperrt wurde, bleibt allerdings offen.

Erkenntnis

So bleibt vor allem eine Erkenntnis: Sonderlich schlau war die Sperre durch Facebook wohl nicht, hätte die Werbung ohne diese Maßnahme wohl nie eine ähnliche Reichweite - und grundlegende Diskussion - ausgelöst. (red, derStandard.at, 18.07.11)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 143
1 2 3 4
Zitronenbaum
00
19.7.2011, 06:43

Aha, und wenn man auf seinen Account auf einer Webseite verlinkt, die kein Social Network ist, ist es dann okay oder wie?
xD lol

Muffel
 
02
19.7.2011, 03:59

Offenbar kennt man bei Facebook den Streisand-Effekt nicht. ^^

LinuxFanatic
31
19.7.2011, 02:11
Einladung für Google+

Über eine Einladung für Google+ würde ich mich freuen:
http://www.google.com/recaptcha... 5D5ZFyhdw=

Danke! :)

Deserteur
01
19.7.2011, 00:55
Google hat wieder einmal einen strategisch ausgeklügelten und gut durchorganisierten Angriffskrieg begonnen!

Und besonders bei Werbung und Marketing sind die ja top und wissen, wie man einen Hype erzeugt und die Sache richtig angeht...
...da werden sie energisch, lassen nicht mehr locker und haben meist auch den richtigen Riecher und Killerinstinkt...
...und auch das nötige Kleingeld in Reserve...

Ich fände es besser, wenn zumindest dieser große Bereich des Internet nicht in Googles gierigen Rachen landet!
Google hat schon jetzt zu viel Geld!

Der nächste Krieg beginnt ja schon demnächst:
Billige ChromeOS-Netbooks mit Google-Cloud gegen Windows mit Office...
Die werden - wie Android - der Renner!
Besonders bei den Google+Fans! ;)
Das wird Google+ und all den anderen Google-Diensten dann ohnehin einen gehörigen Schub verschaffen.

CentralAI
00
22.7.2011, 12:30
Nein, Chrome Book, das geht garnicht

Ich kann mit der Gewaltentrennung in Sachen Überwachung zwischen Google und M$ sehr gut leben.

hsse_robsi
12
19.7.2011, 07:22

ohhh ja, microsoft, fb und birne sind ja praktisch die wohltäter im digitalen geschäft...

omg

Pe Sa
10
19.7.2011, 07:01

google-bashing, das neue apple-bashing ? ^^

aber wirklich: akzeptieren sie dass andere leute google gerne geld geben wollen, und wenn die leute chrome-OS netbooks kaufen wollen, solln sie.
was stört sie dran? solangs alternativen für sie gibt die sie kaufen können (und die werden so schnell nicht aussterben) ist ja alles in bester ordnung ? :)

Deserteur
01
20.7.2011, 01:07
...arglos, blind und naiv... ...Kopf in den Sand stecken! - Das wünscht sich Google.

Googles Ziel war immer schon die absolute Marktführerschaft mit höchstens ein paar kleineren geduldeten Alibi-Konkurrenten wegen der Optik.
Google plant ja keine Koexistenz mit FB oder sonst jemandem, sondern strebt - wie die Erfahrung zeigt – immer und überall vehement in Richtung Erdrutschsieg!
Google giert geradezu nach immer mehr Usern, wie ein kleines Startup, das um’s Überleben kämpfen muss!
Google+ wäre allein nicht so ein Problem, ergibt aber im Zusammenwirken mit all den anderen erfolgreichen und bereits dominanten Google-Sparten einen ganz gefährlichen Cocktail...
Die daraus resultierende inakzeptable zukünftige Machtzusammenballung in einer dann von Google dominierten Welt entwickelt sich zur ernsthaften globalen Bedrohung!

Wieviel Demokratie ist es bitte?
00
19.7.2011, 03:43
Google sperrt User aus

Strategisch ausgeklügelter geht es kaum, huh?

http://derstandard.at/131051143... seudonymen

(Even imaginary and fake identities should have the right to be scammed, datamined and exploited by Google Plus, instead of being banned by Google Minus)

Wieviel Demokratie ist es bitte?
02
18.7.2011, 22:56
Was Facebook damit sagen will

Bitte verweisen Sie nicht auf unbekannte Scam-Datamining-Exploiting-Websites. Bleiben Sie bei bekannten Scam-Datamining-Exploiting-Websites, denen Sie vertrauen. Bleiben Sie bei Facebook!

ThoNi2x
 
02
18.7.2011, 22:37
vonwegen gesperrt, er hat ihn selbst "gelöscht"

Michael Lee Johnson: +Theofrenz Cayambas / +Jesse Benson - They didn't delete my account, the only cancelled my campaigns and stopped me from making more ads.

(original message from G+)

the JJ
60
18.7.2011, 22:13

Die Sperre war vielleicht ein wenig unnötig, aber wenn ein BMW-Händler versucht seinen Kunden die neuesten Audi-Modelle aufzuschwatzen, dann würde wohl dessen Chef auch etwas dagegen unternehmen...

hsse_robsi
11
19.7.2011, 07:24

aha... du bist als user autom. bei fb angestellt?
-> schlechter vergleich

hugolino
 
01
19.7.2011, 00:22

in dem fall empfielt aber ein audi fahrer einem bmw fahrer einen audi (und bmw nimmt ihm deshalb das auto weg)

Contra gegen alles
12
18.7.2011, 23:04

sehr schlechter vergleich

ToMaKa
11
19.7.2011, 00:03
Wieso?

Trifft den Nagel eigentlich genau auf den Kopf!

Blindschleiche
00
19.7.2011, 10:21
Ein besserer Vergleich wäre:

Was macht BMW, wenn ich auf meinem BMW Werbung für Audi mache? Nehmens ma dann auch das Auto weg?

Contra gegen alles
01
19.7.2011, 01:21

Das Beschäftigungs- oder Vertragsverhältnis eines BMW-Händlers zu dessen Chef ist ungleich enger als das von Facebook zu seinen Usern.

Skalle
04
18.7.2011, 22:46

wobei er in dem Fall ja eigentlich nur der BMW Fahrer ist...

Subversive Revolte
00
18.7.2011, 22:37

Nun mal ist der suckerman nicht mein chef.
Nicht alles, was hinkt, ist ein vergleich.

ravenna
00
18.7.2011, 22:32

Gratuliere zu dem Vergleich. Der ist schon selten.....

Blick Winkel
22
18.7.2011, 20:47
Der Barbra Streisand Effekt

Man hat genau das Gegenteil erreicht und steht wieder einmal am medialen Pranger. Dumm gelaufen..

Facebook muss mit allen Mitteln die hohe Nutzerzahl bis zum Börsengang halten. Dummerweise ist der erst in einem Jahr. Google hat das ganz schlau gemacht und mit der "Wir lassen nicht alle rein" Disco-Türsteher-Politik einen gigantischen Hype ausgelöst.

Ich gehe davon aus, dass die nächsten 6 Monate sehr spannend werden und uns einige Überraschungen erwarten. Zumindest theoretisch ist es jetzt denkbar, dass der Börsengang von FB zu einer Supernova wird.

smeexseus ...
 
00
19.7.2011, 02:07

was muss eine firma wie facebook überhaupt auf die börse genau wegen solchen gschichten haben wir die jetzige krise

Pe Sa
00
19.7.2011, 07:04

an die börse gehn ist ja nichts anderes als sich frisches geld holen.

die brauchen mehr geld und haben sicher nach dem börsengang vor in mehr bereiche einzudringen (weil auf einmal viel geld da ist)

klärt das die frage warum sie an die börse wolln ? :)

Vormund von Peter W1
01
18.7.2011, 21:21

supernova oder schwarzes loch, das ist die eigentliche frage ^^

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 143
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.