Mann galt nicht als Verdächtiger
Neu Delhi - Nach einem Polizeiverhör im Zusammenhang mit
den jüngsten Terroranschlägen von Mumbai (Bombay) ist ein Inder am
Sonntag an einer Gehirnblutung gestorben. Der Mann wurde nach
offiziellen Angaben von der Polizei ins Krankenhaus gebracht, nachdem
er zuvor über Unwohlsein wegen hohen Blutdrucks geklagt hatte. Er sei
lediglich eine knappe Stunde befragt worden, sagte ein
Polizeisprecher dem Sender NDTV und wies Foltervorwürfe zurück. Der
Mann galt nicht als Verdächtiger der Terroranschläge, wurde aber
wegen seiner Verbindungen zu mutmaßlichen indischen Islamisten
befragt.
Der Sohn des Verstorbenen sagte der indischen Nachrichtenagentur
PTI, die Polizei sei für den Tod seines Vaters verantwortlich, da
dieser bei dem Verhör unter Druck gesetzt worden sei. Laut Polizei
wurde eine Untersuchung eingeleitet, zudem soll ein Autopsiebericht
erstellt werden.
Bisher bekannte sich niemand zu den Anschlägen in Mumbai, bei
denen am Mittwoch 19 Menschen getötet und mehr als 130 verletzt
wurden. Die Polizei befragte am Sonntag weiter verdächtige Mitglieder
der Indischen Mujaheddin, einer radikalislamischen Gruppe. Diese hat
Verbindungen zur pakistanischen Terrorgruppe Lashkar-e-Taiba, die für
die Anschläge von Mumbai 2008 mit 166 Toten verantwortlich gemacht
wird. (APA)