Staatliche Beteiligungen

Fekter fordert Konzept für alle staatlichen Betriebe

17. Juli 2011, 13:29

Finanzministerin möchte mehr Staatsunternehmen bündeln, aber nicht mehr in dieser Legislaturperiode

Wien - Im Angesicht der aktuellen europäischen Schuldenkrise, in der verschuldete Länder unter Druck geraten, spricht sich Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) dagegen aus, als Staat über die Verhältnisse zu leben. Es sei "unanständig, den Staat als Selbstbedienungsladen zu benützen", ist Fekter gegen jegliches "Wünsch-Dir-Was". Österreich zahle derzeit eine Million Euro alleine an Zinsen pro Stunde. Um an einen Abbau der Schulden zu denken, müsse aber erst das Defizit auf Null zurückgeführt werden. Das wird laut Budgetpfad 2014 oder 2015 der Fall sein. Es sei aber einer Finanzministerin unbenommen, ehrgeiziger zu sein.

Strategisches Gesamtkonzept für staatliche Betriebe

Für die nächste Legislaturperiode wünscht sich die Ministerin auch ein strategisches Gesamtstaatskonzept für die staatlichen Beteiligungen, diese seien nämlich jetzt zersplittert. Ein Teil werde von der Staatsholding ÖIAG verwaltet und andere, wie etwa die ÖBB, werden von den einzelnen Ministern gemanagt. Und da die Minister immer wieder wechseln, kämen auch immer wieder neue Ideen. Es gebe kein Gesamtstaatskonzept mit einer klaren Strategie zur mittelfristigen Ausrichtung, strategische Eigentümerschaft und dergleichen. Ein solches Konzept soll nun die ÖIAG für alle staatlichen Betriebe abliefern. (APA)

Bioberni31
01
18.7.2011, 09:06
Na wunderbar

dann soll sie das bitte an ihre poltischen Kollegen von Rot, Blau und Schwarz ausrichten, das Landeshauptmänner nicht werken als wär das Geld abgeschafft worden, das in staatsnahen Unternehmen nicht Führungspersonal aufgenommen wird nur weils Parteikollegen sind die einen Job brauchen und fachlich eine Katastrophe sind und die Parteienföderung (schlanke 300 Mio in Österreich das ist in etwa der Betrag der den Unis fehlt) könnt man auch gleich kürzen...

Clemo
00
18.7.2011, 09:17

Wenn sich in dem Bereich der politischen Einflussnahme was ändert, dann wäre das ein mittleres Wunder.
Nimm nur die Anzahl der Postings. Wenn es um eine vergangene Sache geht, sagen wir gewisse angebliche (es ist nix bewiesen) Verfehlungen von Grasser, dann gibt es schnell 1.000 Postings. Aber bei reinen Wirtschaftsthemen, auch wenn diese die Politik berühren, gibt es, wenn überhaupt, ein Dutzend Postings.
Den Österreichern ist leider eine weniger mächtige Politik noch immer nicht wichtig genug.

Clemo
01
17.7.2011, 20:12

Ich würde es als grundlegend wichtig erachten, dass politische Mandatsträger nicht im Vorstand, Beirat, Aufsichtsrat und was auch immer von Beteiligungen sitzen. Ja, ich würde sogar soweit gehen und dies in die Verfassung zu schreiben.
Eigentum ist eines, aber diese Eigentumsrechte dürfen dann eben nicht direkt durch die Politik ausgeübt werden.
Egal ob Bund, Land oder Gemeinde.

thatslife
00
17.7.2011, 22:55

yep genau das bräuchte man. weil derzeit ists ja wirklich ein witz, da läufts erst wenn betriebe mehrheitlich in privatbesitz sind, weil selbst eine teilprivatisierung samt börsenotierung hilft ja nix wie man am flughafen sieht.

Kondratjew -Zyklus
 
00
17.7.2011, 18:51
Bald sind wir so weit, dass Faymann und Spindelegger eine funktionsfähige Regierung verlangen.

Ab dann kann es ja aufwärts gehen. Denn Selbsterkenntnis ist ja der erste Schritt zur Besserung.

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