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Sofia - Bulgarien hat die Eröffnung eines Sondergerichts für Angehörige der Mafia erneut aufgeschoben. Die Kammer soll nach einem Parlamentsbeschluss vom Freitag erst am 1. Jänner 2012 die Arbeit aufnehmen. Das neue Gericht soll mit einer gesonderten Staatsanwaltschaft zur besseren Bekämpfung der organisierten Kriminalität beitragen. Die sozialistische Opposition lehnt das Tribunal jedoch als "politisch motiviert" ab. Die Einführung war ursprünglich für den 1. Mai 2011 geplant und war zunächst auf den 12. August verschoben worden.
Der neuerlichen Aufschub wurde unter anderem mit Problemen bei der Auswahl des Vorsitzenden sowie der Auswahl und der Vorbereitung der Staatsanwälte begründet. Die Zeit habe nicht gereicht, die Staatsanwälte mit ihren neuen Aufgaben vertraut zu machen, hieß es. Auch nach dem EU-Beitritt 2007 steht Bulgarien unter besonderer Beobachtung wegen Mängeln im Kampf gegen die organisierte Kriminalität und die Mafia. (APA)
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