Sechs Tote bei Feuergefecht in Kaschmir

Großaufgebot von Armee und Polizei

Srinagar - Bei einem mehrstündigen Feuergefecht im indischen Teil Kaschmirs sind am Freitag fünf muslimische Extremisten und ein indischer Soldat ums Leben gekommen. Vier weitere Sicherheitskräfte seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Den Angaben zufolge hatten sich die Aufständischen in einem Haus im Distrikt Kupwara nordwestlich der Regionalhauptstadt Srinagar verschanzt und gegen ein Großaufgebot von Armee und Polizei heftigen Widerstand geleistet.

Ein Militärsprecher sagte, bei den getöteten Extremisten handele es sich um drei Kämpfer und zwei Kommandeure der aus Pakistan operierenden Terrorgruppe Lashkar-e-Toiba. Die Organisation wird für zahlreiche Attentate in Indien verantwortlich gemacht. Unter anderem soll sie hinter der Anschlagsserie von Mumbai Ende 2008 stecken, bei der mehr als 170 Menschen ums Leben gekommen waren.

Im indischen Teil Kaschmirs kämpfen bewaffnete islamische Gruppen seit Ende der 80er Jahre für die Unabhängigkeit oder den Anschluss der Region an Pakistan. Die Regierung in Neu Delhi wirft dem Nachbarland vor, die Aufständischen zu unterstützen. Nach offiziellen Angaben starben in dem Konflikt bislang mehr als 40.000 Menschen. (APA)

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