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vergrößern 700x700A Translocator heißt Dominik Trauns Klangperformance in Hainburg an der Donau.
Im Rahmen des Viertelfestivals erklingt in Hainburg eine Schallwellenutopie. A Translocator nennt sich die Soundinstallation von Dominik Traun und Jakub Velikovsky. Darin verschmelzen die jungen Künstler unterschiedliche Klangumwelten miteinander und streben eine räumliche Bewusstseinserweiterung an.
Der Treppelweg an der Donau bildet das Zentrum für die akustische Kunst. Auf einer Strecke von 45 Metern werden entlang der Gleise einer Schnellbahn acht Lautsprecher montiert. A Translocator transportiert den Schall von einer Lokalität in eine andere und führt deren Raumeindruck mit sich. Das verbindet zwei Klangumwelten und schafft eine Atmosphäre, die sonst nicht erfahrbar und somit utopisch wäre.
"Ich komme aus einer transportträchtigen Gegend, in der Zug, Straße und Fluss parallel zueinander verlaufen. Diese koppeln wir mit Aufnahmen menschlicher Stimmen", erklärt Dominik Traun die Idee, die industrielle Rhythmik zu brechen. Zwei Monate sammelten die Künstler Klangspuren aus dem Weinviertel, welche verzerrte menschliche Stimmen beinhalten. Als Chance Musik versteht sich die Komposition als Aufnahme unvorhergesehener Klänge.
"Mit meiner Installation möchte ich zum Staunen und Nachdenken anregen. Es soll aber lieber ein Nachdenken als bloße Berieselung sein. Die Besucher sollen gezielt auf die Klänge warten und sich zwei räumlichen Eindrücken bewusst werden", so Traun.
Keine Zwangsberieselung, sondern Bewusstwerdung räumlicher Eindrücke erwarten die Besucher. Denn das Taktspiel aus Zugtuckern und mitgebrachten Klangspuren ertönt nur alle zwei Stunden. Ob neuartige Erfahrungen oder berieselndes Hörspiel: Am 16. Juli gibt A Translocator sein utopisches Schallwellendebüt. Im Rahmen des Festivals ist die Installation außerdem am 17. 7. und auch 5. 8. zu hören. (kris, DER STANDARD - Printausgabe, 16./17. Juli 2011)
Hainburg/Donau 0660/ 218 08 17, 18.00
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