Frust

Zwei Drittel sind mit derzeitigem Job unzufrieden

15. Juli 2011, 15:20

Nur 35 Prozent wollen laut Deloitte-Studie im derzeitigen Unternehmen bleiben

65 Prozent der Mitarbeiter in Unternehmen denken daran den Arbeitgeber zu wechseln. Das ist eines der Ergebnisse der internationalen Langzeitstudie "Talent Edge 2020", die Deloitte gemeinsam mit Forbes Insight durchführt. Als Gründe geben die Befragten keine erkennbaren Karrierechancen (28 Prozent), unzureichende Gehaltssteigerungen, fehlende Arbeitsplatz-Sicherheit und mangelnde Führung (jeweils 24 Prozent) an.

Schlechte Loyalität

"Entgegen den Erwartungen, dass sich die Arbeitsplatz-Loyalität in oder nach der Krise verbessert, sagen 61 Prozent der Befragten in Europa, dass sie jetzt gleich oder schlechter sei als noch vor einigen Jahren", kommentieren die Mitarbeiter von Deloitte die Ergebnisse in ihrem Blog zum Thema. Selbst Personen, die irgendwann in den letzten drei Jahren ohne Job waren, trauten dem jetzigen Arbeitsplatz wenig und jeder Dritte würde weiter ziehen, wenn sich die Gelegenheit böte. Konkret waren 15 Prozent der Studienteilnehmer während der vergangenen zwölf Monate auf Jobsuche und ebenfalls 15 Prozent suchen derzeit am Markt. Ein Ergebnis, das Arbeitgeber sicher nicht kalt lässt. (mat, derStandard.at, 15.7.2011)

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Posting 1 bis 25 von 46
1 2
Flip
00

Kein Wunder wenn die Personaler ständig Absagen schicken. Erst fragen: Warum wollen bei uns arbeiten, dann zeigt man als Bewerber Interesse und bekommt trotzdem ne Absage. Also muss man eben restliche Drecksarbeit annehmen und ist frustriert.

Recht ist Auslegungssache
01
19.7.2011, 10:13
Hausgemacht und "normal"

In Privatfirmen ist es in erster Linie das Management, das bestenfalls gute Entscheidungen trifft aber auf den Angestellten und Arbeiter schei.... und schlechtestenfalls weniger gute Entscheidungen trifft und dann noch mehr auf die "Untergebenen" schei...
Wo soll da die Zufriedenheit herkommen?
Oben nur Unfähige und unten soll dann 5x so viel gearbeitet werden um das auszugleichen? Nein. Leistung hat jeder zu bringen!

Im öffentlichen/staatlichen Bereich nicht besser! Die "oben" bestimmen, egal ob sinnvoll oder nicht. Meistens ist es eben nicht sinnvoll weil diese Personen extrem praxisfremd sind.

Geld allein ist selten eine Motivation. Und wenn nicht einmal das passt, na was haben wir dann?
Unzufriedenheit!

Hubert Ungeist
 
02
18.7.2011, 12:50
Loyalität geht nur wechselseitig

wie einer schon gepostet hat.

Aber nach 3 Jahren - sei froh das du einen Arbeitsplatz hast und kusch. Ist man halt leicht angespeist (von so Kleinigkeiten wie adäquater Arbeitsmittel, Gehalt, Schulung etc. mag ich gar nicht mehr reden.

P.S: Loyalität in meinem Konzern (nicht in AT der Fall) hauens gerade einen 59jährigen raus der nur 10 Monate zur Frühpension hötte - "Wir sind doch keine Caritas". Gleichzeitig will man aber für Arbeitsplatzsuchende 1. Wahl sein.

Flip
00

Bitte die Firmen immer beim Namen nennen, sonst wird das nix.

Hubert Ungeist
 
00
Solange man dabei ist,

und dabei bleiben will oder muss (man muss ja seine Rechnungen bezahlten) - bleibt nur die Anonymität.

EIn Kollege hat mal eine Frage gestellt, an den obersten Chef - eine sehr unangenehme Frage 5 Tage später war er schon draussen. Aber wie gesagt man will offiziell die erste Wahl für Mitarbeiter sein.

Hr.Berth
06
18.7.2011, 11:13
Die Loyalität funktioniert halt nur wechselseitig!

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
017
18.7.2011, 09:49
Frust

Fragen Sie Ältere, wie's früher war: Betriebsausflug auf Firmenkosten, Gratiskaffee, Gutscheine zu Weihnachten, etc. etc. Da gab es sowohl Loyalität dem Arbeitgeber gegenüber, wie auch Solidarität unter den Kollegen, und gemeinsame Aktivitäten wie die Kegelrunde oder Ähnliches.
Heute sieht jeder zu, dass er nach Dienst so schnell wie möglich wegkommt, dem Kollegen misstraut man, vielleicht sägt er einem schon am Stuhl. Und oben hockt, nach dem 3.Firmenverkauf, irgendein deutscher Globalisierungsheini, den keiner kennt und der keinen kennt, und schiebt das "Menschenmaterial" nach Belieben herum. Sozialleistungen sind längst gestrichen.
Angesichts dieses Szenarios über Jobzufriedenheit zu schwadronieren, halte ich für völlig obsolet.

typograph
00
18.7.2011, 12:29

Wohlfeil formuliert. Dankeschön.

Prof. h.c. Doleg Stinida
05
18.7.2011, 12:21

Dazu wäre noch anzumerken, dass die Sozialleistungen damals oft noch "ins Geld" gingen, wogegen heute das Gleiche mit Links bezahlt werden könnte. Aber aus lauter Gier streicht man alles und brüstet sich mit Milliardengewinnen.
Doch die Strafe folgt auf dem Fuss: Ich möchte das haben, was den Unternehmen an einem einzigen Tag durch demotivierte Mitarbeiter, die lediglich "Dienst nach Vorschrift" verrichten, verloren geht. Da wär' ich so reich, dass mir die ganze Arbeitswelt irgendwo ganz weit hinten vorbeigehen könnte.

mief quirl
03
18.7.2011, 11:27

Das Versagen der selbsternannten Eliten beschränkt sich eben nicht nur auf die politische Ebene.

green machine
02
18.7.2011, 11:19

mir aus der seele gesprochen...traurig aber wahr.

skipper2002
03
18.7.2011, 10:50
dem kann ich nur zustimmen

ich geh gott sei dank ende des jahres in pension,bin froh das es vorbei ist.

green machine
01
18.7.2011, 13:41

beneidenswert. ich schätze mal ich werd nicht mehr in den genuss kommen...:)

stuffy
18
18.7.2011, 08:11

Die Loyalität hört dort auf, wo schikanöse Regelwerke entstehen, die schon hart an der Grenze des guten Geschmackes sind. Ebenso dort endet sie wo die Vorgesetzten einem vorschreiben wie und was man denken muss, um der Firma zu Gesicht zu stehen!

Eines haben die Firmen bis heute noch nicht kapiert, man arbeitet um zu leben, man lebt nicht um zu arbeiten!

Ich gebe mich doch nicht selbst, meine Gedanken, Ideale und Fantasien auf, nur damit sich irgendein Krawattenträger profilieren, und sich seinen dritten Mercedes kaufen kann!

Helicopterman
09
18.7.2011, 07:24
Ich bezeichne mein Gehalt

schon seit einiger Zeit nur mehr als Schmerzensgeld.

Andreas W
15
17.7.2011, 11:13
Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.

Ergo: solange die Mehrheit ihre Macht nicht nutzt und den reichen Täuschern und Lügnern (geht's der Wirtschaft gut geht's allen gut bzw. wer hart arbeitet, kann alles schaffen auch zu Geld kommen) immer noch auf den Leim geht, braucht sich nicht wundern, wenn's immer schlimmer wird.
Früher die Monarchen, die es auf die Spitze trieben und heute eben die Reichen!
Die Menschen werden niemals dazulernen!

Robin aus dem Wald
 
116
17.7.2011, 10:50
Wunderts wen?

Irgendwie „witzig“, dass Unternehmen von ihren Mitarbeitern Dinge einfordern, die sie selbst nicht bereit sind, zu bieten.
Wo ist die Loyalität der Firmen ihren Mitarbeitern gegenüber, wenn die nächste Kündigungswelle anrollt?

Loyalität ist keine Einbahnstrasse, schreibt euch das mal hinter eure Ohren…

natoll
50
18.7.2011, 11:33

gründe mal selbst ein unternehmen mit ein paar angestellten. da kannst dann alles besser machen. vielleicht ist aber auch das erwachen ein böses.

re-play
02
19.7.2011, 10:43

Schätze mal, dass das bei den kleineren Firmen in Sachen Loyalität eh besser funktioniert.
Schlimm find ich da eher die großen Konzerne, bei denen es nur mehr darum geht, den Aktionär zufrieden zu stellen. Bei denen Vorstände einen 5 Jahres-Vertrag bekommen und wenn nicht genug Kohle rausgekommen ist, wird halt nicht verlängert. Was die machen um die Kohle rauszuschaffen interessiert keinen. Langfristig denken? Schmecks!

Robin aus dem Wald
 
01
18.7.2011, 19:33
Wie man sieht, stehen sie mit ihrer Ansicht ganz schön allein da.

Wünsche ihnen aber trotzdem viel Erfolg mit ihrem EPU, weil zu mehr wird’s mit ihrer Einstellung kaum reichen.

natoll
00
19.7.2011, 09:30

jaja, die böse einstellung das raunzer vor dem raunzen mal selbst was auf die beine stellen sollten. ein epu wars mal vor 15 jahren ....

Robin aus dem Wald
 
01
19.7.2011, 21:22

Na warum raunzens dann über zu wenig Loyalität?
Mein Beitrag zeigt lediglich Gründe auf, warum sich immer weniger Unternehmen loyale Mitarbeiter erwarten können. SSKM

Okin37
03
18.7.2011, 13:56
Der nächste Ausbeuter...

...der von Mitarbeiterführung und -motivation nix wissen will!! Pfui!

typograph
03
18.7.2011, 12:31

Ja ja, wie man in eine Sache hineingeht, so kommt man auch heraus ...

Kondratjew -Zyklus
 
00
17.7.2011, 03:38
Das wird sich radikal ändern, wenn demnächst Arbeitskräft generell knapp werden.

Derzeit sind es ja nur die Fachkräfte.

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