Die jahrelange Trockenheit am Horn von Afrika hat eine humanitäre Katastrophe ausgelöst
Wien - Österreich stellt angesichts der humanitären
Katastrophe am Horn von Afrika 500.000
Euro an Soforthilfe bereit.
"Die Bundesregierung wird dafür Mittel aus dem
Auslandskatastrophenfonds zur Verfügung stellen, um die humanitären
Anstrengungen der internationalen Staatengemeinschaft zu
unterstützen", sagte Außenminister Spindelegger am Freitag. Das Geld
wird UNHCR und UNICEF zugutekommen.
Das Horn von Afrika leidet seit
Jahren an immer wiederkehrenden
Trockenheiten, wobei insbesondere der Osten Äthiopiens, der Norden
und Nordosten Kenias sowie Somalia betroffen sind. In Somalia wird
die Lage durch den bereits seit Jahren andauernden Bürgerkrieg
weiter verschärft.
750.000 somalische Flüchtlinge und 1,4 Millionen Binnenflüchtlinge
In den vergangenen Monaten ist es durch die extreme Dürre zu
einer dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage gekommen,
die zu großen zusätzlichen Flüchtlingsströmen an den Grenzen zu
Kenia und Äthiopien geführt hat. Laut UNHCR müssen gegenwärtig etwa
750.000 somalische Flüchtlinge und 1,4 Millionen Binnenflüchtlinge
in Somalia und den umliegenden Nachbarländern versorgt werden. Ein
Ende der Flüchtlingsströme ist nicht absehbar.
Angesichts der dramatischen Dürresituation in Ostafrika schickt
die Caritas zwei Mitarbeiter in die Krisenregion, sie werden die
Partner-Organisationen bei der Logistik der Verteilung von
Nothilfepaketen unterstützen. Es soll der exakte Hilfsbedarf
ermittelt werden und ein konkretes Maßnahmenpaket entwickelt werden. (APA)