Babys richtig vor UV-Strahlung schützen

15. Juli 2011, 17:10
  • Zarte Babyhaut ist extrem dünn und empfindlich.
    foto: ap/jens meyer

    Zarte Babyhaut ist extrem dünn und empfindlich.

Bei einem Ausflug mit einem Kleinkind müssen Eltern vieles bedenken - Der richtige Sonnenschutz ist besonders wichtig

 

Linz - In den Sommermonaten Juni bis August kommen in Österreich jährlich rund 20.000 Babys zur Welt. Die meisten Eltern möchten die Sommerzeit mit ihrem Nachwuchs lieber im Freien als in der Wohnung genießen. Eltern sind vor einem Ausflug ins Freie mit vielen Fragen konfrontiert: Schützt Kleidung ausreichend? Darf man Babys eincremen? Kann man mit meinem Neugeborenen ins Freibad gehen? Ganz wesentlich ist in den ersten Lebensmonaten der richtige Sonnenschutz für die empfindliche Babyhaut.

Dünne, empfindliche Babyhaut

"Bei Säuglingen sind körpereigene Sonnenschutzmechanismen quasi nicht vorhanden", warnt Reinhold Kerbl, Vorstand der Abteilung für Kinder und Jugendliche am LKH Leoben und Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde in einer Aussendung. Selbst bei Kindern im Volksschulalter sind sie noch nicht ausreichend ausgeprägt. Zarte Babyhaut ist extrem dünn und empfindlich. Bereits 10 Minuten ungeschützt in der Sonne könnten ausreichen, um die Haut eines Säuglings zu verbrennen.

Hier sei vor allem die Verantwortung der Eltern gefragt. "Sonnenbrand bei Babys ist eine Form von Kindesmisshandlung. Das muss man so klar sagen, auch wenn sie meistens aus Unwissenheit resultiert", so Kerbl. Abgesehen von den unmittelbaren Schmerzen, werde auch das spätere Risiko für Hautkrebs durch Sonnenbrände in früher Kindheit deutlich erhöht.

Tipps zum Schutz von Babys in den ersten Lebensmonaten

  • Nur im Schatten aufhalten: Kinder unter einem Jahr sollten niemals der direkten Sonne ausgesetzt sein. Dennoch sollte die UV-Belastung auch im Schatten und an wolkigen Tagen nicht unterschätzt werden. Auch im Schatten und an trüben Tagen erreichen uns mehr als 50 Prozent der UV-Strahlung - das heißt auch hier ist richtiger Schutz nötig.
  • Um die Mittagszeit im Haus bleiben: Die Mittagsstunden wenn möglich im Haus verbringen, speziell in den ersten Lebensmonaten des Babys. 
  • Schutz durch Kleidung: Der Temperatur angemessene Kleidung ist für Babys der wichtigste Schutz.
  • Kopfbedeckung: Immer auch den Kopf des Kindes mit einem Hut schützen.
  • Passende Sonnencreme auswählen: Speziell für das erste Lebensjahr werden physikalische/mineralische Sonnenschutzfilter, die die UV-Strahlung durch Mikropigmente an der Hautoberfläche reflektieren, empfohlen. Sonnenschutzcremes mit chemischen Filtern sollten für Babys nicht verwendet werden, da sie zu allergischen Reaktionen führen können. Es gibt wenige Sonnenschutzcremes auf chemischer Basis, die auch für Babys unter einem Jahr geeignet sind (Apotheke). 
  • Ungeschützte Körperstellen eincremen: Alle Körperstellen, die nicht durch Kleidung geschützt sind, sollten unbedingt eingecremt werden. Neben Gesicht und Händen beim Eincremen unbedingt auch auf Fußsohlen, die Ohren oder den Bereich um die Augen achten, wenn diese ungeschützt sind.
  • Passende Kleidung: Während Eltern für Säuglinge leichte helle Kleidung aus Naturfaser bevorzugen, bietet diese jedoch einen weit weniger guten UV-Schutz als dicht gewobene dunkle Kleidung. Für die Kleinkinder ist es andererseits an heißen Hochsommertagen am angenehmsten, möglichst wenig anzuhaben. Unbedingt beim beim Ausziehen darauf achten, ungeschützte Stellen zusätzlich einzucremen.

Diese Empfehlungen gelten nicht nur für den Urlaub am Strand oder den Aufenthalt im Freibad, sondern auch bei einem Spaziergang, so Kerbl abschließend. (red, derStandard.at)

ein paar anmerkungen

1. warum hautkrebsraten immer mehr ansteigen, liegt nicht an stärkerer exposition, dem ozonloch oder gar dem "gedächtnis" der haut, sondern vielmehr an unserer (oxidativen) lebensweise. dies beginnt schon bei kleinkindern und sogar babies (fehlernährung).
2. chemische, tw. pseudohormonelle lichtschutzfilter, parabene, duftstoffe, pegs, mineralöle etc. haben in sonnenschutzprodukten generell nix verloren, kommen aber im grossteil der produkte vor.
3. sonne in massen genossen schaden nicht, sondern ist im gegenteil sogar notwendig.
4. extrem hohe faktoren bringen nichts abgesehen von einer extradosis chemie auf der haut, da lieber früher in den schatten gehen.
5. wasserfest hängt vom emulsionstyp ab und nicht von der auslobung.
etc. etc.

man kann beobachten: seit die panik vor hautkrebs ausgebrochen ist, steigt die hautkrebsrate. sie steigt mehr bei frauen (die lt. statistik mehr schmiert als männer).

wenn ich ein baby in die sonne setze, hab ich auch vor dem sonnenbrand die wenigste angst. kleinkinder bekommen sehr leicht einen sonnenstich. der lässt sich durch cremen nicht verhindern.

lösung: in den schatten setzen und ein natürlicher umgang mit der sonne. (nicht 350 tage im jahr im dunklen büro sitzen und dann 15 tage voll in die sonne knallen)

ad 1.) in den ersten Monaten beim Stillen?
ad 2.) Duftstoffe können ruhig in eine Sonnencreme rein. Sie erhöhen zwar nicht den LSF, aber erzeugen wenigstens einen angenehmen Geruch, wenn die Creme durch die Sonne erhitzt wird.
ad 3.) in Massen genossen ist das schädlichste überhaupt. In Maßen (besser wäre: in vernünftigen Mengen) genossen ist hingegen sinnvoll. Was allerdings ist "in Maßen"?
ad 4.) Bringen schon etwas. Nur ist LSF 50 nicht doppelt so stark wie 25 sondern weniger.
ad 5.) richtig, aber grundsätzlich sollte man nachcremen, wenn man im Wasser war. Egal wie wasserfest die Creme sein soll. Es findet im Wasser ein Abrieb statt und nachher, wenn man sich abtrocknet.

ad 1 meinen sie nicht ernst?!
falls doch: wie entsteht denn das, mit dem gestillt wird...

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