BrowserID

Mozilla will zentralen Login für Webseiten etablieren

15. Juli 2011, 13:36
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    grafik: mozilla

NutzerInnen soll zentrale Identität zur Verfügung stehen - Nutzt das Verified Email Protocol zur Absicherung

Mit der ewig steigenden Nutzung von Web-Services wird auch das Management der unzähligen Online-Identitäten, die sich dabei nach und nach ansammeln, zu einem virulenten Problem. Bei Mozilla präsentiert man nun einen eigenen Vorschlag zur Lösung dieser Problematik.

ID

Mit BrowserID soll künftig eine zentrale und vor allem Hersteller-unabhängige identität etabliert werden. Wie das dann funktionieren soll, demonstriert man in einem Video: Zu Beginn muss eine Mail-Adresse als eigene Identität im Browser etabliert werden. Dazu gilt es diese zunächst einmal zu verifizieren, wofür man das Verified Email Protocol nutzt. So kann dann jede Mail-Adresse genutzt werden, deren Provider das entsprechende Protokoll unterstützt. Bei der Einrichtung wird ein Schlüsselpaar erstellt, der öffentliche Teil wird vom Identitätsanbieter öffentlich gestellt, der private Teil verbleibt im eigenen Browser.

Kombination

In Folge reicht es bei Seiten, die BrowserID unterstützen, nur mehr die jeweilige Mail-Adresse auszuwählen, schon ist man eingeloggt, ohne ein eigenes Passwort erstellen oder angeben zu müssen. Der Einbau in die eigenen Webseite soll dabei trivial sein, so verspricht es zumindest Mozilla, auf der zugehörigen Webseite gibt es eine vollständige Demo-Implementation.

Angebot

Da Mozilla nicht davon ausgeht, dass alle E-Mail-Anbieter das System umgehend implementieren, soll es externe "Identitätsanbieter" geben, die die sich um die Verifizierung und die Erstellung des Schlüsselpaares kümmern sollen. Gleich zum Start weg bietet sich Mozilla selbst als ein solcher an.

Update

Der BrowserID-Support soll in künftige Firefox-Versionen einfließen, die erste Version des Clients hat man hingegen ganz in HTML und Javascript extern implementiert. Für die Zukunft hofft man auf die Unterstützung anderer Browserhersteller für BrowserID. Bisher nutzen viele Hersteller wie Yahoo, Google oder Facebook das deutlich komplexere und nicht Anbieter-unabhängige OpenID für solche Aufgaben. (red, derStandard.at, 15.07.11)

Kommentar posten
23 Postings
Andreas Grois
01
20.7.2011, 14:09
*facepalm*

Und wenn man mal an einem fremden PC ist, hat man den privaten Schlüssel nicht und braucht wieder ein Passwort.

Mathias
 
00
20.7.2011, 15:52
Wieso?

Der Schlüssel wird dann vorsorglich zentral gespeichert ...

cloud is coming ;-)

Dr. Gideon Gono
00
16.7.2011, 14:51
Ähm, der "zentrale Login" aus der Überschrift ist aber eigentlich sehr dezentral...

Herman Toothrot
00
18.7.2011, 13:51

du logst dich einmal in dein system ein und bist überall drin

-e!-
01
16.7.2011, 14:19

Eine zentrale Stelle? Und wenn die doch mal geknackt wird?

Ich benutze das Firefox-Addon Password Hasher - das fügt sich nahtlos ein und generiert für jede Website ein eigenes Passwort und ich muss mir nur ein Masterpassword merken, wobei die Passwörter selbst nicht gespeichert werden. Portabel ist es auch und lässt sich so [wenn auch umständlicher] überall nutzen...

https://addons.mozilla.org/en-US/fir... rd-hasher/

quisquam
40
15.7.2011, 23:19
nein, danke!

R. Lexer
02
15.7.2011, 21:23

Super, dann hab ich

- SSL-Clientzertifikate
- Cardspace
- OpenID
- Google-Account
- Facebook-Account
- und eben auch noch BrowserID

Das tolle an zentralen Autorisierungsdiensten ist, dass jeder einen einrichten kann ...

wiesowarum?
10
16.7.2011, 07:56
dann

meldens sich halt bei facebook ab.

MisterTA
21
15.7.2011, 19:50
Schon wieder?

Schon wieder jemand der eine einheitliche ID vermarkten will? Warum sollte ich Mozilla mehr trauen als anderen?

Mozilla hatte wohl gerade zu viel Ressourcen frei, ansonsten hätten sie diese sicher besser woanders verteilen können.

Styx
04
15.7.2011, 18:48

openid -anyone ?

Foo Bar Baz und Lorem Ipsum
02
15.7.2011, 14:24
Schade...

das Mozilla hier nicht den Weg von WebID verfolgt. Die Technologien aus diesem Stack sind weiter verbreitet, jetzt schon in allen Browsern verfügbar. Einzig und allein die Usability in den Browsern müsste verbessert werden. Zusätzlich hätte man allerdings seine Daten selbst in der Hand (Ähnlich zu OpenID) und die Verbindung wäre automatisch mit meinem Zertifikat verschlüsselt UND es ist eine W3 Spezifikation - zumindest will sie das werden. ;)

http://webid.info/spec/
http://www.w3.org/wiki/WebID

Dunkelgrau
05
15.7.2011, 14:02
Die Idee ist zwar gut

Allerdings bleiben zwei Sicherheitsbedenken:
1) Wer das EINE BrowserID-Passwort kennt, hat Zugang zu allen Websites bei denen man angemeldet ist

2) Stichwort Cloud-Security: Niemand weiß, wie gut die Daten bei BrowserID wirklich geschützt sind.

Für unwichtige Seiten klingt es aber ganz praktisch.

Strammer Max
00
16.7.2011, 11:48

Bei Punkt eins haben Sie zwar recht, er fällt aber bei 95% Prozent der User flach, weil sie sowieso für alles das selbe Passwort verwenden.

michikklas
00
15.7.2011, 14:22

Also mir ist lieber ich aendere monatlich nur ein einziges Passwort.

Prof. Bienlein
02
15.7.2011, 14:15
Ob die Idee wirklich gut ist?

Wenn es nur ein Passwort für eine Fülle an Websites gibt, dann ist das zwar bequem, aber es wird immer so sein, dass man, wenn man das eine geknackt hat, sich überall einloggen kann. Als durchschnittlich IT-Gebildeter erachte ich es als sinnvoll, für wichtigere Seiten verschiedene E-Mail-Adressen und verschiedene (komplizierte) Passwörter zu verwenden und diese nirgends am PC zu speichern. Da ist der Aufwand schon größer, dass jemand alles knackt. Außer er hat 'nen Keylogger.

ggmueller
00
15.7.2011, 14:11
Aber nur ein Passwort

Der Vorteil dabei ist aber, dass der User nur ein Passwort braucht.
Da ist es dann leichter ihn davon zu überzeugen, dass das komplexer ist. Man kann ihn dann auch dazu bringen das Passwort regelmäßig zu ändern.
Außerdem sollte es auch durchaus möglich sein, andere Authentifizierungsmechanismen einzubinden

Muffel
 
01
15.7.2011, 14:23

Bessere Browser haben doch schon die Möglichkeit Passwörter automatisch zu speichern und diese wiederum durch ein Masterpasswort zu schützen.

So braucht man auch nur ein Passwort, kann aber auf verschiedenen Webseiten verschiedene Passwörter setzen.
Für mich persönlich der beste Kompromiss aus Sicherheit und Bequemlichkeit.

ggmueller
00
15.7.2011, 14:27

Das funktioniert gut auf einem Browser, aber Synchronisierung & Co sind dann wieder so ein Problem.

In my humble opinion…
01
15.7.2011, 14:52

Nicht unbedingt. Der neueste Opera kann auch schon Passwörter (verschlüsselt) synchronisieren. Für die unwichtigen Zugänge ist das eine Option.

Muffel
 
01
16.7.2011, 02:19

An den Opera hatte ich dabei auch gerade gedacht.
Funktioniert großartig bei mir zwischen Handy und drei PCs.
Seine Bankdaten sollte man dem halt nicht anvertrauen - aber die vertraue ich sowieso keinem dieser Dienste an.

mirf
00
15.7.2011, 14:46

ganz zu schweigen davon, dass recovery der Passwörter -- sollte man das eine oder andere vergessen haben -- mühsam ist.

11-Freunde
00
15.7.2011, 17:43
äähm

also, wenn ich mich nicht erinnere, dann schau ich im browser nach, beim firefox geht das eigentlich ganz einfach.

aber gut, meinen computer benutz' nur ich allein. da hab ich tatsächlich alle unwichtigen passwörter gespeichert.

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