Essattacken

Studie: Therapien gegen Binge-Eating

15. Juli 2011, 10:45

Forscher untersuchen die Wirksamkeit eines Internet-basierenden Selbsthilfeprogramms im Vergleich zur Verhaltenstherapie

Bochum - Angeleitete Selbsthilfe mit Internetunterstützung oder Einzelsitzungen mit Therapeuten: Welche Form der Therapie gegen Essstörungen besser wirkt, untersuchen Forscher der Ruhr-Universität Bochum in einer groß angelegten Studie, die im November 2010 angelaufen ist. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die sogenannte Binge-Eating-Störung, die sich durch unkontrollierbare Essattacken auszeichnet. Für den weiteren Verlauf der Studie sucht die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie StudienteilnehmerInnen.

Kontrollverlust beim Essen

Der Begriff "to binge" kommt aus dem Amerikanischen und heißt übersetzt „sich mit etwas vollstopfen". Hauptmerkmal der Binge-Eating-Störung sind regelmäßige Essanfälle, bei denen die Betroffenen typischerweise große Nahrungsmengen verzehren und dabei das Gefühl haben, die Kontrolle über ihr Essverhalten zu verlieren. Häufig leiden die Betroffenen auch an Übergewicht oder Adipositas. Die Binge-Eating-Störung gehört zu den am verbreitetsten Essstörungen - geschätzte zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Dieses unkontrollierte Essverhalten tritt bei Frauen und Männern etwa gleich häufig auf, so die Ruhr-Universität in einer Aussendung.

Welche Therapie besser hilft

Die bisherige Standardtherapie ist die kognitive Verhaltenstherapie, die jedoch nicht flächendeckend angeboten wird und oft erst nach einer Wartezeit beginnt. In der deutschlandweit angelegten Studie "Interbed" erforschen Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum die Wirksamkeit eines Internet-basierenden, von Therapeuten unterstützten, Selbsthilfeprogramms im Vergleich zur Verhaltenstherapie. Die Inhalte beider Therapieformen sind ähnlich. Patienten der konventionellen Behandlungsmethode erhalten eine viermonatige Psychotherapie mit insgesamt 20 Einzelsitzungen. Die Internettherapie beinhaltet zwei Gespräche mit einem Therapeuten. Während der Internet-Behandlung stehen die Patienten per E-Mail mit den Therapeuten in Kontakt. (red)

Studienteilnahme

Interessierte mit einem BMI zwischen 27 und 40 können sich unter Tel. 0234/5077-3173 informieren. Die Teilnahme an der Studie ist kostenlos.

Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum

Web: Interbed-Studie

astemp79
61
15.7.2011, 15:26
"Kognitive Verhaltenstherapie" ist Unsinn.

Das kann zu nichts führen - denn die Wurzel der Störung wird damit nicht beseitigt.
Das ist das Gleiche wie bei Medikamenten, die irgendwelche Symptome beseitigen, aber nicht die Störung selbst.

Konventionelle Psychotherapien sind Kopftherapien, hier wird mit dem Bewusstsein agiert. Richtig hingegen sind Körpertherapien, die das Unbewusste ansprechen. Der Patient muss nicht reden, muss auch nichts Unangenehmes tun - er lässt seinen Körper "reden". So kann er lange Verdrängtes (und dabei handelt es sich bei derartigen Störungen) sanft und ohne Druck nach oben kommen lassen, bis er es schafft, darüber zu reden.

So wird wirkliche Heilung erreicht - anstatt Symptombekämpfung.

Lilith Boessse
 
00
16.7.2011, 21:58
" muss auch nichts Unangenehmes tun ...."

ein entzündeter zahn muss auch raus ......

marty fink
11
15.7.2011, 18:31
Aha...

Fakten zu ihren Behauptungen bleiben sie wieder mal schuldig...klar, woher sollten die auch kommen!

linuxforeverlinux
22
15.7.2011, 16:47

welcher okkulten sekte gehören sie eigentlich an?
muss ja ziemlich abartig dort zugehen. sehr wohl hat sich die kognitive verhaltenstherapie als richtig erwiesen, genauso wie andere therapien. sachen, die genetisch bedingt sind, können mit kognitiven verhaltenstherapien wirksamer bekämpt bzw gemildert werden als ihre esoterischen ansichten.
oder wollen sie einen menschen, der unter dem veitstanz leidet, mit ihrer esoterischen therapie heilen indem sie nichts tun?

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