Frauen unterschätzen Herz-Krankheiten-Risiko

14. Juli 2011, 15:12
  • Stuedie: Nur 21 Prozent der Frauen schätzten ihr kardiovaskuläres Risiko richtig ein
    foto: apa/boris roessler

    Stuedie: Nur 21 Prozent der Frauen schätzten ihr kardiovaskuläres Risiko richtig ein

Initiative will Bewusstsein schaffen - Weit mehr Frauen als Männer sterben an Herz-Kreislauferkrankungen

Wien - Obwohl weit mehr Frauen an Herz-Kreislauferkrankungen sterben als Männer, ist diese Tatsache in der Wahrnehmung noch nicht angekommen. Dementsprechend unterschätzen Frauen ihr Erkrankungsrisiko. Dieses Manko soll durch eine in Wien vorgestellte Präventionskampagne verringert werden. Die Initiative "Zonta Golden Heart" richtet sich in erster Linie an die weibliche Bevölkerung und soll durch Informationen über Risikofaktoren und Tipps für gesundes Leben zu einer besseren Selbstwahrnehmung führen und die Herz-Kreislauf-Mortalität senken.

Pilotstudie

Nach Zahlen der Statistik Austria sind im vergangenen Jahr 48 Prozent aller Frauen und 37 Prozent der Männer an Herz-Kreislauferkrankungen gestorben. In einer eigens durchgeführten Pilotstudie mit 349 weiblichen und 276 männlichen Probanden wurde diese häufigste Todesursache zwar von 70 Prozent als solche identifiziert, beide Geschlechter zeigten jedoch massive Defizite im Erkennen von Risikofaktoren. Bei einem Durchschnittsalter von 47 Jahren besaßen 80 Prozent der Studienteilnehmerinnen ein mittleres und sechs Prozent sogar ein hohes kardiovaskuläres Risiko, aber nur 21 Prozent schätzten es richtig ein, während es von nicht weniger als 60 Prozent unterschätzt wurde. Anders die Männer: 58 Prozent überschätzten ihre Gefährdung, wie Studienautorin Teresa Haidinger, Kardiologin an der Wiener Universitätsklinik für Innere Medizin II, erläuterte.

Wissensdefizite

Die Wissensdefizite bezüglich Risikofaktoren betrafen vor allem Diabetes Typ II, während ein erhöhter Cholesterinspiegel von 60 Prozent erkannt wurde. Mit der Entstehung einer Herz-Kreislauf-Erkrankung wurden vor allem Übergewicht und Bluthochdruck in Zusammenhang gebracht. Vielleicht überraschend: Der Ausbildungsgrad spielte beim Wissen über Risikofaktoren keine Rolle.

Die Initiative der Präventionskampagne ging vom Zonta Club Wien City aus, als Projektkoordinatorin fungiert die frühere Justizministerin Karin Gastinger. Als Partner habe man unter anderem die Niederösterreichische Gebietskrankenkassa, die Arbeiterkammer und die Weight Watchers gewonnen, sagte Gastinger. Unterstützt wird die Kampagne von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Gesundheitsminister Alois Stöger. Derzeit ist man auf der Suche nach Sponsoren. Die Initiative setzt unter anderem auf Vorträge, Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten und Social Media Aktivitäten. Nicht mit dem "erhobenen Zeigefinger" wolle man Verbeugung betreiben, sagte Jeanette Strametz-Juranek, Kardiologin an der Wiener Uni-Klinik und Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats von "Zonta Golden Heart", sondern Lebensfreude in den Mittelpunkt stellen. (APA)

Weit mehr Frauen als Männer...

wie man doch herrlich mit Statistik lügen kann :-)
Könnte es nicht vielleicht daran liegen, dass sie deutlich älter werden? An irgendwas muss der Mensch dann halt mal sterben und meistens bleibt das Herz stehen, wenns nichts anderes ist.

steht da nicht ein Durchschnittsalter von 47 Jahren?

von den Studienteilnehmern?

Blödsinn!

Das Herz-Kreislauf schützende Hormon Östrogen ist bei den meisten 47 jährigen Frauen noch ausreichend vorhanden, und an Liebeskummer ist noch keine gestorben. (Ausnahme Selbstmord).

Sie werden nicht deutlich älter

zuletzt ist die Lebenserwartung von Frauen gesunken und die der Männer gestiegen. Die Pille zeigt langsam Wirkung...

sie werden selbstverständlich deutlich älter und das fast überall auf der welt. wo haben sie bitte ihre informationen her? vielleicht von da? da zeigt sie sehr schön ihr wahres gesicht. "fakten" erfinden, andere, die ahnung haben (ärztin!) und logisch denken, diskreditieren. http://www.youtube.com/watch?v=2sXzxvns5jY

Brustkrebs

ist aber keine Herz-Kreislauferkrankung!

"Nach Zahlen der Statistik Austria sind im vergangenen Jahr 48 Prozent aller Frauen und 37 Prozent der Männer an Herz-Kreislauferkrankungen gestorben"

Habe gar nicht gemerkt, dass sich die weibliche Bevölkerung in Ö fast um die Hälfte verkleinert hat - und die Männer um 1/3. Ignorant aber auch!

Ich halte so eine Initiative für überflüssig, denn bald schon gibt es eine Impfung dagegen:
http://wifo.meduniwien.ac.at/wissensch... -wien.html

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