Mark Zuckerberg dichtet sein Google+-Profil ab

14. Juli 2011, 13:49
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Facebook-Chef schätzt die Privatsphäre im Konkurrenz-Netzwerk und gönnt niemandem einen Blick auf seine Freunde

Weniger ist mehr. Das dürfte sich inzwischen auch Mark Zuckerberg punkto Privatsphäre-Einstellungen denken, zumindest was sein eigenes Profil auf sozialen Netzwerken betrifft. Auf seinem Google+-Profil waren bisher neben seinen Followern auch seine Freunde zu sehen, die er in die sogenannten Kreise einschloss. Nun hat Zuckerberg eine Profiländerung vorgenommen und sein Google+-Konto hermetisch abgeriegelt. 

Der Google+-King

Wer vor einigen Tagen auf die Google+-Statistics-Seite klickte, sah Mark Zuckerberg auf Rang eins. Das ist zwar immer noch so, allerdings ist die Anzahl seiner Freunde nicht mehr ersichtlich. Hinter seinen derzeit 184.842 Followern befinden sich weit abgeschlagen die Google-Gründer Larry Page (94.913) und Sergey Brin (71.781) auf Platz zwei und drei. Der Facebook-Gründer hinterließ im Konkurrenz-Netzwerk außerdem den kleinen Ortsvermerk Palo Alto sowie die Beschreibung über seine Person "I make things". Innerhalb kürzester Zeit lockte Zuckerbergs Google+-Account Tausende von Nutzern in ihre Kreise bzw. Circles.

(Noch) nichts zu sehen

Wobei es für die Google+-Mitglieder, die dem Facebook-Gründer "folgen", wenig zu sehen gibt, da er die Öffentlichkeit von seinen Aktivitäten auf Google+ ausschließt. Auch hier gilt für ihn höchste Privatsphären-Priorität. Seine Änderungen für sein Plus an Privatsphäre hat er bisher nicht kommentiert.

Privatsphäre neu

Im vergangenen Jahr betonte der Facebook-Gründer die Notwendigkeit, den Begriff "Privatsphäre" neu zu definieren. Im Zuge dessen ließ er die Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook modifizieren. Im quick look auf Google+ wird auf die verbesserten Privatsphäre-Einstellungen des Netzwerks durch die Circles aufmerksam gemacht.

Zuckerberg förderte Google+-PR

Nicht unerheblich war auch die PR, die der Konzern Google durch Mark Zuckerberg und seine Mitgliedschaft bei Google+ einheimste. Zahlreiche Medien wie New York Times, Wired oder der Spiegel sorgten dafür, dass das neue soziale Netzwerk in der Berichterstattung nicht zu kurz kam. (ez, derStandard.at, 14. Juli 2011)

  • Zuckerberg nutzt die Privatsphäre auf Google+.
    foto: screenshot

    Zuckerberg nutzt die Privatsphäre auf Google+.

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