Erfolg

IWC beschloss Anti-Korruptions-Papier

14. Juli 2011, 13:10

Unter anderem dürfen Mitgliedsbeiträge nicht mehr bar bezahlt werden

London - Gegen den erbitterten Widerstand der Walfangländer Japan, Norwegen und Island hat die Internationale Walfangkommission (IWC) eine innere Reform zur Korruptionsbekämpfung durchgesetzt. Die 89 Mitgliedsländer beschlossen auf der am Donnerstag endenden Jahrestagung auf der britischen Kanalinsel Jersey ein Papier, das von Großbritannien eingebracht und von den 27 EU-Ländern unterstützt wurde. Demnach dürfen unter anderem Mitgliedsbeiträge nicht mehr bar bezahlt werden.

Vor allem Japan war im vergangenen Jahr von Tierschützern massiv des Stimmenkaufs beschuldigt worden. Japanische Gesandte sollen kleinen IWC-Mitgliedsländern die Mitgliedsbeiträge bezahlt haben, die Voraussetzung für das Stimmrecht sind.

"In der IWC ist dieser Beschluss ein großer Erfolg, während in jedem anderen Gremium derartige Praktiken seit Jahren oder Jahrzehnten bereits der Status quo sind. Große Sprünge sind das nicht", sagte Nicolas Entrup von der Gesellschaft zum Schutz von Walen und Delfinen (WDCS).

Dänemark greift britischen Vorschlag an

Der britische Vorschlag, der auch einen Vorstoß für ein größeres Mitspracherecht von Nicht-Regierungsorganisationen umfasste, war innerhalb der EU vor allem von Dänemark angegriffen worden. "Die EU hat sich mit ihrer Zerstrittenheit nicht mit Ruhm bekleckert", sagte Sandra Altherr von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife. Dänemark verfolgt in seinen Außengebieten Grönland und Färöer-Inseln eigene Walfanginteressen.

In Grönland dürfen die Ureinwohner per Ausnahmegenehmigung Walfang zur Deckung des Eigenbedarfs betreiben. Dänische Tierschützer zweifeln jedoch an, dass dieser Walfang nachhaltig und dem Bedarf der Inuit angemessen ist. Von den Färöer-Inseln aus wird Jagd auf Kleinwale gemacht. (APA)

fuerTiere
00
18.7.2011, 12:32
gegen den Walfang !!!

Japan steht schon lange wegen seiner barbarischen Walfangpraxis in der Kritik. Gefangen werden auch Tiere die vom Aussterben bedroht sind wie z.B. Finwale. Finwale sind die zweitgrößten Tiere auf unserem Planeten. Die Begründung für die Jagd ist “wissenschaftliche Forschung”, aber es ist ein offenes Geheimnis, dass mit dem Fleisch Luxusrestaurants beliefert werden. In Japan geben Feinschmecker für die Delikatesse Walfleisch viel Geld aus.
Die Waljagd ist unnütz und ungerecht. Sobald die Wale von diesen sogenannten “Wissenschaftlern vermessen und gewogen worden sind, gehen die Schlachter ans Werk und die Wale werden zerschnitten und für den Markt verpackt. Es geht nur um Geld und nicht um Forschung.

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