Treffen mit Komorowski entfiel wegen "Terminkollision und privaten Verpflichtungen"
Wien - Ein geplantes Treffen von Bundeskanzler Werner Faymann mit dem polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski bei dessen offiziellem Besuch am Mittwoch in Wien ist entfallen. Das hatte Faymanns Sprecher Nedeljko Bilalic bereits am Dienstag der APA mitgeteilt. Der Bundeskanzler sei wegen einer "Terminkollision und privaten Verpflichtungen" verhindert. "Normalerweise sind wir bestrebt, solche Höflichkeitstermine wahrzunehmen", sagte Bilalic am Dienstag.
Gespräche mit Fischer
Komorowski trifft am Mittwoch zu seinem ersten Besuch als Staatsoberhaupt in Österreich ein. Er soll zu Gesprächen mit Bundespräsident Heinz Fischer und Parlamentspräsidentin Barbara Prammer zusammentreffen. Als Thema im Mittelpunkt des Besuches soll die halbjährige EU-Ratspräsidentschaft Polens stehen, die am 1. Juli begonnen hat. Am Donnerstag soll Komorowski mit Fischer zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Nationalsozialismus nach Mauthausen reisen.
Auf die Frage, ob er über Faymanns Absage enttäuscht sei, antwortete Komorowski am Mittwoch nur indirekt. "Ich bin Gast des Präsidenten." Entsprechend dem Protokoll ist Komorowski als Staatsoberhaupt Gast von Fischer - es war jedoch entsprechend diplomatischer Usancen auch ein Gespräch mit Faymann als Regierungschef vereinbart worden. Das geplante Gespräch mit Komorowski war am vergangenen Freitag aus dem Terminkalender des Bundeskanzleramtes verschwunden. Am Dienstag machte Pressesprecher Bilalic die Absage öffentlich.
Der Besuch von Komorowski in Wien ist die erste Auslandsreise des Staatsoberhauptes seit Beginn der polnischen EU-Ratspräsidentschaft am 1. Juli. (APA)