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München - Der Thomas-Mann-Preis geht in diesem Jahr an den Ägyptologen Jan Assmann. Die Bayerische Akademie der Schönen Künste und die Hansestadt Lübeck würdigen damit die Arbeit des 73-Jährigen, wie die Akademie am Mittwoch in München mitteilte. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 4. Dezember in der Münchner Residenz verliehen.
Assmann war von 1976 bis 2003 Professor für Ägyptologie in Heidelberg. Er verbinde in seinen Büchern souverän religionsgeschichtliche und anthropologische, literatur- und kulturwissenschaftliche Perspektiven, urteilte die Jury. Damit erreiche er nicht nur Experten, sondern eine breite Leserschaft. Seine Wissenschaftsprosa komme ohne Jargon und Imponiergehabe aus und gewinne so den literarischen Glanz großer Essayistik. Assmanns gesamtes Werk sei im Geiste des Romanciers und Essayisten Thomas Mann geschrieben.
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