Auch NÖ stimmt zu

Mehr Öffis für Wien-Umgebung

13. Juli 2011, 17:36

Niederösterreichs Verkehrs-Chef kommt Vassilakou entgegen: Viertelstunden-Takte bei Bahn, mehr Park&Ride

St. Pölten - Ein Pendlerpaket für das - bevölkerungsmäßig stark wachsende - Wiener Umland hat Verkehrslandesrat Karl Wilfing am Mittwoch vorgestellt. Es umfasst u.a. den Ausbau von Viertelstunden-Takten auf der Bahn und die Erweiterung von Park-and-Ride-Anlagen. Eine von der Bundeshauptstadt ins angrenzende Niederösterreich führende Übergrund-Bahn bleibt für Wilfing ein zu verfolgendes Thema.

Der Aussendung zufolge pendeln 184.000 Menschen täglich nach Wien. Das Verhältnis zwischen öffentlichem und Individualverkehr - 32 zu 68 Prozent - habe sich in den vergangenen Jahren nicht verschlechtert, was u.a. auf Maßnahmen wie etwa Viertelstunden-Takt auf der Südbahn sowie der Westbahn bis Unter-Purkersdorf, Ausbau der S2 in Richtung Mistelbach und Sieben-Minuten-Takt auf der Badner Bahn zurückzuführen sei.

Kürzere Wegzeiten

Bis 2030 werde für den Wiener "Speckgürtel" ein Bevölkerungswachstum von 120.000 Menschen prognostiziert, weshalb eine weitere Attraktivierung der "Öffis" notwendig sei, kündigte Wilfing Taktverdichtungen mit dem Fahrplanwechsel 2012/2013 an und erwähnte die dann bevorstehende Inbetriebnahme der neuen Westbahn. Ab 2012/2013 sollen in den Spitzenzeiten Züge über die neue Westbahn zum Westbahnhof sowie auch weiterhin zum Franz-Josefs-Bahnhof geführt werden. Dadurch entstehen für die Pendler kürzere Wegzeiten, da sie die Wahl zwischen zwei verschiedenen Verkehrsknotenpunkten in Wien haben.

Derzeit gibt es im Bundesland in Park-and-Ride-Anlagen 32.000 Pkw- und 21.500 Zweirad-Stellplätze. "Wir wollen für Wien - wenn nicht gratis, wie in Niederösterreich - das 'Münchner Modell', bei dem die Park&Ride Anlagen am Stadtrand mit einem Euro deutlich günstiger sind als innerstädtisch", so Wilfing.

Insgesamt investiert Niederösterreich im kommenden Jahr rund 90 Millionen Euro für den öffentlichen Verkehr. Weiterverfolgen will Wilfing die Vision einer "Ü-Bahn" (Übergrund-Bahn wie die U6): "Das Wiener Umland wächst weiter. Wir werden weiterhin mit unseren Partnern - Bund und Land - über den Ausbau der 'Ü-Bahn' sprechen." (APA)

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IOVIS
00
20.7.2011, 18:49
Lokalbahnen fördern (Teil 1)

Neben dem Ausbau der S-Bahn, wäre eine Erweiterung der Lokalbahnen (in Wien parallel zur Tram geführt) förderlich.

Die Franz-Josef-Bahn könnte nach Eröffnung des Wienerwaldtunnels ab Tulln, über diesen, schnell zum Westbahnhof geführt werden (Fahrgäste die in Wiens Norden wollen, können über Stockerau dorthin gelangen).

Eine Lokalbahn übernimmt am ALsergrund die alte FJs-Bahn und könnte auch in Klo.burg durch die Stadt geführt, bzw. eine Zweigbahn zum AIT in Gugging erhalten.

Eine 2. Verbindung könnte ab Tulln über das Donau-KW Greifenstein nach Stockerau führen und für eine neue Verknüpfung in NÖ sorgen und ins 20km entfernte, heute abgelegene Nierderhollabrunn und Ernstbrunn verlängert werden!

ama2deus
00
21.7.2011, 19:14

die idee finde ich ganz verfolgenswert: http://wiener-sbahn.at/nordbahnhof

die FJB kann man nach nussdorf über die bestehende donauländebahn bis auf höhe innstraße führen, und von dort kommt man über eine neubaustrecke direkt auf die stammstrecke.

IOVIS
00
20.7.2011, 18:40
Lokalbahnen fördern! (Teil 2)

Andererseits könnte eine Lokalbahn von Aspern aus Großenzersdorf und die abgelegenen, südlichen Marchfeld- und Nationalparkgemeinden Orth, Eckartsau, und Schloßhof erschließen. Über eine neue Marchbrücke wäre das Ausflusgziel, die Ruine Theben/Devín und anschließend das Pressburger Straßenbahnnetz erreicht!

Wär's nicht so absurd teuer, würde ich mir in Wien sogar eine Anbindung von Aspern, über Stadlau zum Gänsehäufel per Tunnel nach Kaisermühlen wünschen und weiter über eine neue Donaubrücke (Höhe XXII. Moissigasse bzw. II. Kafkastraße) gen Innenstadt wünschen.

Mit privater Beteiligung und innovativer Architektur, dem Donauraum angepasst, vielleicht umsetzbar?

MusaSikkimensis
03
19.7.2011, 17:35
BlaBla Bla.

"Niederösterreichs Verkehrs-Chef kommt Vassilakou entgegen: Viertelstunden-Takte bei Bahn, mehr Park&Ride".
Welche Bahn oder vernünftige Öffis im B3 Einzugsbereich aus dem Marchfeld Herr Landesrat?
Oder welche Park&Ride bei der U2-Erzherzog-Karlstraße (B3) Frau Vassilakou und kommens mir nicht mit Essling.

ND1
02
19.7.2011, 11:22
mehr öffis hin - mehr öffis her

solange sie so teuer sind wie bisher fahre ich mit dem auto, ab 2 personen in einem auto rechnet sich das ...

Zentner
00
17.7.2011, 23:43

Auf der Südbahn gibt es doch keinen Viertel-Stunden-Takt!

Schnabeltierfresser
02
18.7.2011, 10:00
Doch,

bis Mödling.

nussknacker8
00
18.7.2011, 13:09

dafür sperrt niederösterreich fast alle nebenbahnen ein, auch eine möglichkeit den autoverkehr zu fördern!

Redwraithvienna
00
20.7.2011, 20:34
Ist halt die Frage ...

Was zahlt sich mehr aus ?

Die attraktivierung des Nahverkehrs in einer Region in der bald fast 500.000 Menschen leben (und damit fast ein Drittel der Niederösterreicher) oder das teuere erhalten von nebenbahnen mit denen so gut wie niemand fährt da dort wo sie fahren schlicht so gut wie niemand mehr wohnt.

Ist sicher kein optimaler Zustand. Aber bei beschränkten Mitteln vermutlich die vernünftigste Lösung.

Fritz - Ulrich Hein
 
00
21.7.2011, 22:29
Nebenbahnerhalt

Wenn da kaum wer wohnt, könnte man die Gebiete entlang der Bahn als P&R-Plätze ausweisen. so hätte manch einer kürzere Fahrstrecken.

Marlon62
21
19.7.2011, 10:45
Wenn ab Herbst

ganz Wien, ausgenommen 13. u. 19. Bezirk, Kurzparkzone mit 2€/Stunde ist, werden die Autofahrer ziemlich rasch auf Öffis in NÖ umsteigen. Dann hat Die Glatze Pröll das Parkplatzproblem. Wenn dann etliche auf die beiden besagten Bezirke auserichen, werden auch Tiller und Gerstbach schnell nachziehen und Parkgebühren einheben.

. g.bac
00
19.7.2011, 18:08
und mit ein bischen gl

Dr. Seltsam
 
02
17.7.2011, 19:48

Auf der Weststrecke Wien-Neulengbach hat sich die Situation für die Pendler in den letzten Jahren deutlich verschlechtert!
Wir sind aktuell bei einem de fakto Stundentakt. Ich nehme die Bahn, aber der Fahrplan ist schwer grenzwertig.

Stephan Fadinger
13
15.7.2011, 12:56
enorm wichtig ist es die fahrradmitnahme im zug auszubauen jede gültig fahrkarte sollte zur radmitnahme berechtigen mehrzweckabteil am ANFAN + ENDE JEDES waggons (für rad, rollstuhl, kinderwagen, großgepäck, etc)

mit dem zug nach wien rein geht nämlich eh so halbwegs, aber herinnen dann mit der gestunkenen ubahn herumgurken wo du mindestens 2x jährlich von einem schwarzkappler kontrolliert wirst ist öd
und eine zweitradl in wien einstellen ist auch so eine sache

Der Tourist
00
15.7.2011, 17:42

Als Fernpendler seh ich seit dem Railjet keine Möglichkeit für die Fahrradmitnahme mehr. Vielleicht wird es mit der Westbahn besser. Aber für dem Gewinn verpflichtete Unternehmen ist und bleibt der qm Sitz rentabler als der qm Fahrradstellfläche.

Majestix
 
111
14.7.2011, 14:57
Solange Öffis nicht billiger werden,

ist jede Diskussion fast umsonst. Die Realität: 90 % der Pendler besitzen privat zumindest ein Fahrzeug. Also sind Kosten für Öffis ganz einfach Zusatzkosten. Diese wollen sich eben wenige leisten. Noch dazu wenn Öffis in der Regel unbequemer und vor allem langsamer sind (unter Berücksichtigung, dass Öffis niemals von Hasstür zu Haustür fahren).
Öffis sind nur dann günstiger, wenn ich überhaupt kein Auto besitze. Das trifft aber - wie bereits erwähnt - auf 90 % der Pendler nicht zu.

Rote Lola1
52
15.7.2011, 12:53
Entschuldigens schon, aber sie posten einen schönen Holler!

Die Zeitkarten für Pendler (Halbjahres- und Jahreskarte) kosten im Vergleich zum Pkw nur rund die Hälfte der alleinigen Treibstoffkosten! Lernen's also einmal Kostenrechnung, bevor's hier einen Holler posten.
In allen Umfragen zur Verkehrsmittelnutzung kontra ÖV kommt der Fahrpreis erst an 8. Stelle!

Majestix
 
25
15.7.2011, 13:04
Sind trotzdem Zusatzkosten.

Für Sie sind offenbar Treibstoffkosten für täglich 100 Kilometer gleich hoch wie für 5 Kilometer - soviel zu Ihrer Logik....
Meine Spritkosten für den Arbeitsweg betragen im Jahr ca. EUR 800,--. Eine Jahreskarte würde mich ca. EUR 1.200,-- kosten. Finanzieller Mehraufwand daher EUR 400,--. Dazu kommt ein täglicher Zeitverlust von ca. 2 Stunden.

Rote Lola1
71
15.7.2011, 13:26
Jetzt haben sie es bewiesen, dass sie keine Ahnung von Kostenrechnung haben!

Wenn sie € 800,--/Jahr für den Sprit zur Arbeit brauchen, brauchen sie bei 240 Arbeitstagen für den Hin- bzw. Rückweg täglich € 1,67 spritkosten, das entspricht rd. 1,28 l Sprit (bei € 1,3/l). Bei einem Verbrauch von ~ 5 l/100 km fahren sie als rd. 25 km zur Arbeit. Bei dieser Entfernung liegt der Preis einer Jahreskarte in allen österr. Verkehrsverbünden unter ihren Spritkosten!

MusaSikkimensis
05
19.7.2011, 18:01
Stimmt schon

aber er schreibt doch TÄGLICH 2 Stunden längerer Wegzeit. Das ist in Ihrer Antwort unbeachtet geblieben.

Und unabhängig vom Vorposter habe ich mir meine Situation angeschaut. Ich käme locker auf mehr als 2 Stunden mehr Wegzeit. Außerdem dürfte ich keinen Job in Wien ausüben der nicht spätestens um 18:00 endet.
Dann würde ich nämlich das Öffi nicht mehr erreichen.
15km von Wien entfernt in Pröllistan an einer Bundesstrasse gelegen.

Zetor
11
19.7.2011, 22:29
Entschuldigens schon, aber das ist lächerlich!

Bei einer einfachen Entfernung von max. 25 km, wahrscheinlich eher 20 km, soll der ÖV pro Richtung um 1 h länger brauchen? Das ist sehr, sehr unwahrscheinlich. Meine Erfahrung mit Pkw-PendlerInnen ist, dass sie meistens behaupten es gäbe keinen bzw. überhaupt keine ÖV-Verbindung für sie. Weil sie es einfach nicht wissen (wollen). Es ist genauso wie mit den Kosten. Fast niemand gesteht sich selbst ein, dass er umweltpolitisch falsch, irrational und entgegen seinen eigenen Geldbeutel handelt!

tock tock tock
21
28.7.2011, 12:04

Sie haben nur keine Ahnung von öffentlichem Verkehr ausserhalb Wiens!

Ich komm ursprünglich aus OÖ - da wird die Fahrt per Öffi in eine 8km entfernte Nachbargemeinde u.U. zu einem 2-Tages-Trip!

THE MGT.
10
31.8.2011, 02:40

Mag sein, wo auch immer in OÖ sie das erlebt haben. Aber was hat das mit der Situation im Wiener Umland zu tun? Hier geht's um die Behauptung auf rund 20km mit den Öffis 1h länger in die bzw. aus der Stadt zu brauchen als mit dem Auto.

BraS
 
10
15.7.2011, 14:11

dazu kommt, dass selbst wenn man ein Auto "eh hat" für selbiges auch noch andere rein fahrleistungs-abhängige Kosten neben den reinen Spritkosten anfallen.

Aber man kann sichs ja so schön selber zurechtrechnen.

loer
00
20.7.2011, 07:54

ja, ja, das sind dann die berühmten eh-kosten :)

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