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    Lucerne Festival im Sommer

    14. Juli 2011, 13:07
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    Beim Schweizer Musikfestival von 10. August bis 18. September stand das Phänomen Nacht im Mittelpunkt - Die Wiener Philharmoniker gaben drei Konzerte

    Das Lucerne Festival lud in diesem Sommer alle Besucher ein, das Phänomen Nacht in der Musik zu erkunden. Die Phantasten und Träumer unter den Komponisten wurden in den Vordergrund gerückt, die Musik war ganz dem Traum, dem Dunklen und dem Unbewussten verschrieben. "Der Komponist offenbart das innerste Wesen der Welt und spricht die tiefste Weisheit aus, in einer Sprache, die seine Vernunft nicht versteht", sagte einst schon der Philosoph Arthur Schopenhauer. 

    Fünf Aspekte der Nacht

    Von 10. August bis 18. September 2011 wurde das Leitmotiv "Nacht" in fünf unterschiedlichen Aspekten vorgestellt: Von "Durch die Nacht zum Licht" über das Phänomen der Schlaflosigkeit "Insomnia" bis hin zu Märchen, Mythen und Nachtgestalten. Auch dem großen Mystiker Anton Bruckner sowie den "Nachtmusiken", zu denen Serenaden und Nachgesänge gehören, war eine Reihe gewidmet.

    Wiener Philharmoniker

    Claudio Abbado und sein Lucerne Festival Orchestra prägten mit sechs Konzerten die erste Festivaldekade. Darüber hinaus konnten sich die Besucher auf Auftritte renommierter Künstler freuen: Die Wiener und Berliner Philharmoniker, das Chicago Symphony und Israel Philharmonic Orchestra waren hier nur einige Beispiele. Die Wiener Philharmoniker traten jeweils am 12., 13. und 14. September um 19.30 Uhr im Konzertsaal des Kultur- und Kongresszentrums auf.

    Als Dirigenten fungierten in dieser Saison Pultstars wie Pierre Boulez, Daniel Barenboim oder Riccardo Chailly. Zu den Gesangs- und Instrumentalsolisten zählten unter anderen Maurizio Pollini, der seine Reihe "Pollini Perspectives" eröffnet, Helene Grimaud, Anna Prohaska oder Christine Schäfer.

    Österreicher als "composer-in-residence"

    Als "artistes etoiles" wurden heuer zwei sehr unterschiedliche Künstler eingeladen: Das Hagen Quartett, das in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag feiert, spielte drei Programme mit Werken von Beethoven bis zur Gegenwart. Die Schweizer Multimedia-Künstlerin Charlotte Hug realisierte im Kunstmuseum Luzern die musikalisch-visuelle Rauminstallation "Insomnia" und erarbeitete mit der Lucerne Festival Academy ein gemeinsames Projekt. Als diesjähriger "composer-in-residence" wurde der österreichische Komponist Georg Friedrich Haas eingeladen, dessen Werke aus fünfzehn Jahren in einer Werkschau präsentiert wurden.

    Zahlreiche Uraufführungen

    Zu den Uraufführungen zählten in diesem Sommer unter anderem Matthias Pintschers jüngstes Violionkonzert für Julia Fischer und Hanspeter Kyburz choreographisches Projekt "Double Points: OYTIΣ", das erstmals in der vollständigen Neufassung aufgeführt wurde. Junge Solisten bekamen in insgesamt neun „Debut"-Konzerten die Möglichkeit, vor großem Publikum zu spielen. Zu ihnen gehörte die chinesische Cellistin Mi Zhou, diesjährige Preisträgerin des "Prix Credit Suisse Jeunes Solistes". Und nicht zuletzt standen in diesem Jahr auch Aufführungen für Kinder im Mittelpunkt: Neben fünf Programmen von Kindern von vier bis elf Jahren wurden Workshops, Probenbesuche und spezielle Konzerte für Jugendliche angeboten.

    Straßenmusikfestival

    Von 23. bis 28. August traten darüber hinaus acht Musikgruppen aus aller Welt auf den schönsten Plätzen Luzerns auf. Das Straßenmusikfestival lud - teils bei freiem Eintritt - zu Open-Air-Übertragungen, Filmen, Kleinkunst, Jam-Sessions und Tanzaufführungen ein.

    • Das Lucerne Festival findet von 10. August bis 18. September statt. Mit dabei: Les Talens Lyriques.
      foto: lucerne festival

      Das Lucerne Festival findet von 10. August bis 18. September statt. Mit dabei: Les Talens Lyriques.

    • Die Wiener Philharmoniker treten am 12., 13., und 14. September beim Lucerne Festival auf und werden unter anderem von Franz Welser-Möst dirigiert (im Bild).
      foto: lucerne festival

      Die Wiener Philharmoniker treten am 12., 13., und 14. September beim Lucerne Festival auf und werden unter anderem von Franz Welser-Möst dirigiert (im Bild).

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