Almdudler trachtet nach weiterer Expansion

13. Juli 2011, 12:42
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Das heimische Traditionsunter­nehmen will den Absatz in Deutschland verdreifachen und gleichzeitig in den britischen Markt einsteigen

Wien - Das heimische Traditionsunternehmen Almdudler ist auf Expansionskurs. In Deutschland hat der Getränkehersteller im Vorjahr die 10-Mio.-Liter-Grenze beim Absatz überschritten und sieht noch viel Potenzial nach oben. "Langfristig ist eine Verdoppelung oder Verdreifachung drin", sagte Almdudler-Geschäftsführer Gerhard Schilling. Im ersten Halbjahr 2011 sei man in Deutschland um 25 Prozent gewachsen. Nach einer Neupositionierung im Jahr 2009 sei die Marke in Deutschland mittlerweile "sehr bekannt" und im Handel flächendeckend vertreten, so Schilling. Noch nicht so stark ist Almdudler in der deutschen Gastronomie, das soll sich künftig ändern.

Den zweitwichtigsten Auslandsmarkt Schweiz und die Benelux-Staaten will sich Almdudler "intensiver ansehen". In den nächsten Monaten soll außerdem der Markteintritt in Großbritannien erfolgen, ein Markt "mit sehr großem Potenzial", wie Schilling findet. Almdudler ist derzeit abgesehen von Österreich, Deutschland, der Schweiz und den Benelux-Ländern (Belgien, Niederlande, Luxemburg) in Ungarn, der Slowakei und Südtirol erhältlich.

In Österreich ist der Kräuterhersteller am Limonadenmarkt (ohne Colagetränke) nach eigenen Angaben mit einem Anteil von über 25 Prozent Marktführer. Das erste Halbjahr laufe im Handel "recht ausgeglichen", in der Gastronomie sei es etwas schwieriger. Die letzten zwei Monate seien aber sowohl im Handel als auch in der Gastronomie gut gewesen, weshalb sich Schilling für das zweite Halbjahr optimistisch gab. Almdudler ist als Familienunternehmen sehr sparsam mit der Veröffentlichung von Zahlen. Der Umsatz soll im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen, die Produktionsmenge bei etwa 80 Mio. Liter.

Erst kürzlich hat Almdudler einen Markenrechtsstreit in Deutschland mit der zur Hassia-Gruppe gehörigen Thüringer Waldquelle beendet. Der deutsche Getränkehersteller brachte eine Kräuterlimonade namens "Walddudler" auf den Markt, Almdudler fühlte sich dadurch kopiert und erwirkte eine einstweilige Verfügung. Die Hassia-Gruppe verzichtete auf weitere Rechtsmittel und nennt ihre Kräuterlimo nun "Waldler". "Es ist zwar nett, wenn man von Großen kopiert wird, aber wir konnten uns das nicht gefallen lassen", meinte Schilling. (APA)

  • Der Markenrechtsstreit in Deutschland ist beigelegt: "Walddudler" musste
 Almdudler weichen.
    foto: standard/matthias cremer

    Der Markenrechtsstreit in Deutschland ist beigelegt: "Walddudler" musste Almdudler weichen.

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