Informationen für Eltern

Mutter-Kind-Pass wurde überarbeitet

13. Juli 2011, 10:33

Begleitbroschüre auf den neuesten Stand gebracht - Thema Ernährung kommt hinzu

Wien - Seit seiner Einführung 1974 ist die Säuglingssterblichkeit in Österreich von 23,5 auf 3,8 Promille gesunken - und auch heute ist der Mutter-Kind-Pass keineswegs ein Auslaufmodell, im Gegenteil: Gesundheitsminister Alois Stöger präsentierte bei einer Pressekonferenz in Wien einige Neuerungen, die vor allem eine bessere Information der Eltern zum Ziel haben. Nach der erst kürzlich umgesetzten Erweiterung der Leistungen um eine Ultraschalluntersuchung in der Frühschwangerschaft sowie einen HIV- und Zuckertest, stellt die Neugestaltung der Begleitinformationen einen weiteren großen Schritt dar.

Thema Ernährung neu aufgenommen

Die Transparenz wurde in der Begleitbroschüre noch weiter in den Vordergrund gerückt und alles auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht, betonte der Ressortchef. Erstmals wurde auch das Thema Ernährung im Sinne der Prävention aufgenommen. Die Kapitel Schwangerschaft, Geburt, Baby, Rechtliche Fragen sowie Anlaufstellen und Broschüren hat man beibehalten.

Außerdem wurde der Umfang gestrafft, alles niederschwelliger und praktischer gestaltet. In der neuen Broschüre wird auch erstmals auf die Bedeutung der Entwicklungspsychologie hingewiesen. "Säuglinge und Kinder entwickeln sich in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Eltern erhalten in der Broschüre Informationen, mit denen sie die Entwicklung ihres Kindes einschätzen und eventuelle Entwicklungsrückstände oder Verhaltensauffälligkeiten erkennen können", sagt Ulla Konrad, Präsidentin des Berufsverbands Österreichischer PsychologInnen.

Ein wichtiges Thema ist auch das Impfen. Viele Krankheiten hätten durch deren Schutz ihren Schrecken verloren, dennoch sei diese Vorsorge weiterhin sehr wichtig, betonte der Präsident der Gesellschaft für Kinderheilkunde, Klaus Schmitt.

Der Mutter-Kind-Pass erscheint in einer Auflage von 100.000 Stück. Die Schwangerenuntersuchungen werden zu 60 bis 70 Prozent in Anspruch genommen, jene für Kinder anfangs zu 80 Prozent, wobei es nach dem ersten Lebensjahr langsam zu einem Absinken kommt. Man habe viele Ideen, um jene zu erreichen, die die Hilfe auch benötigen würden, sagte Stöger. (APA/red)

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11 Postings
fertigprodukt
00
20.7.2011, 16:12

irgendwann diente der mutterkindpass müttern und kindern. seit jahren dient er nur mehr der pharma- und gesundheitsindustrie. dafür geht man sogar über leichen.

die Unschuldsvermutung
00
13.7.2011, 15:25
"... wurde alles niederschwelliger gestaltet"

wie kann man das verstehen?

Bürger Europas
00
14.7.2011, 10:50
wie kann man das verstehen?

Dass Leute, die nichts verstehen nun zumindest dieses verstehen.

Bürger Europas
01
13.7.2011, 11:22
"Eltern erhalten in der Broschüre Informationen..."

Wenn es die Eltern und das Kind betrifft, warum heisst es dann nicht Eltern-Kind-Pass?

Räumt doch endlich mal Eure eingestaubten Denk-Schubladen auf!

secat
31
13.7.2011, 12:22
bitte ein bissl nachdenken..

es geht ja auch um vorgesehene ärztliche Untersuchungen während der Schwangerschaft an der Mutter und nicht nur um Untersuchungen am Kind nach der Geburt.

Der Vater muss ja nicht untersucht werden also passt Mutter-Kind-Pass

michikklas
00
13.7.2011, 18:31

Manchmal ist es ganz ratsam den Artikel auch zu lesen! :-/

Bürger Europas
01
13.7.2011, 12:36
bitte ein bissl mehr nachdenken..

Es geht eben nicht NUR um Untersuchungen der Mutter, sondern auch um Untersuchungen und Ernährung des Kindes, wichtige Informationen für die ELTERN.

Ich frage jedenfalls immer, wenn ich mit meiner Tochter zum Kinderarzt gehe, ob ich den Papa-Kind-Pass rausholen soll.

secat
20
13.7.2011, 22:14

sie tragen ihr kind wahrscheinlich auch in einem batik-tragetuch herum *Rofl*

Bürger Europas
00
14.7.2011, 10:49

Ich bin wahrscheinlich zu dumm, um diesen zusammenhang zu sehen.

Aber falls es Sie beruhigt: Batik passt nicht zu meinen dunklen Anzügen.

Shirin Maier
40
13.7.2011, 13:59
???

es werden in den Pass alle möglichen persönlichen und gesundheitlichen Daten der MUTTER eingetragen. Es ist daher mitnichten ein Elternpass. Es obliegt allein der Mutter, ob sie einem anderen - auch dem Vater - Einsicht in diese ihre Daten gewähren will. Ihr beleidigter Kommentar ist daher fehl am Platz.

Bürger Europas
03
13.7.2011, 14:43

Das Datenschutzthema sehe ich auch. Wenn man das aber heisst, dass das Heftlein dem Vater nicht gezeigt werden darf, dann werden dem Vater wichtige Informationen zu seinem Kind vorenthalten, und er wird ganz bewusst von wichtigen Teilen der Erziehung und der Fürsorge ferngehalten. Und an dieser Stelle würde ich dann wirklich beleidigt reagieren!

Die Konsequenz kann doch nur sein, dass der Pass aufgeteilt gehört: in einen (datengeschützten) Mutterteil, und einen Teil mit Daten und allgemeinen Informationen zum Kind.

Oder wie geht Ihr Mann (?) mit Ihrem Kind zum Arzt, wenn er den Pass nicht sehen darf?

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