Erstmals seit zwei Jahren wieder mehr Server verkauft

23. Mai 2003, 12:20
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Gartner: Ausgabenpolitik bleibt aber vorsichtig

Eine eher zwiespältige Erfolgsbilanz verkündet der Martktforscher Gartner vom Servermarkt. So wurden in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) im ersten Quartal zwölf Prozent mehr Server verkauft als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz sank allerdings um zwei Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar. Und gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal musste auch bei den verkauften Stückzahlen ein Rückgang von acht Prozent hingenommen werden.

Gesamt

Insgesamt wurden in Q1 in der Region EMEA 375.000 Server abgesetzt. Nach Gebieten aufgeschlüsselt konnte Westeuropa erstmals seit zwei Jahren wieder mit einem Wachstum aufwarten. Wachstumsimpulse waren dabei vor allem aus Großbritannien und den skandinavischen Ländern zu verzeichnen. Die weiter sinkenden Umsätze führt Gartner vor allem auf die anhaltende Schwäche bei RISC/Unix- bzw. proprietären Servern zurück. "Darüber hinaus bleibt die Ausgabenpolitik der Unternehmen sehr vorsichtig, was bedeutet, dass der Wettbewerb unter den Anbietern vor allem über den Preis ausgetragen wird", sagte Gartner-Analystin Karen Benson.

Führend

Unter den Anbietern liegen weiter Hewlett-Packard, IBM, Dell, Fujitsu Siemens und Sun Microsystems voran. HP war überlegen Branchenprimus mit einem Marktanteil von über 38 Prozent. Das Unternehmen konnte zwar gegenüber dem Vorjahr um knapp über zwei Prozent mehr Server verkaufen, verlor bei den Marktanteilen aber fast vier Prozentpunkte. IBM auf Platz zwei sowie Dell und Fujitsu verzeichneten dagegen Zuwachsraten beim Absatz zwischen 20 und 30 Prozent. Negativ fiel die Bilanz für Sun aus, das um über 18 Prozent weniger Server absetzte. (pte)

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