Steffl soll nun total BOF werden

23. Mai 2003, 10:55
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Mit der Eröffnung der zweiten Österreichfiliale der slowenischen Medienhandelskette BOF im Citykaufhaus Steffl hofft dessen Management auf eine nachhaltige Belebung des gesamten Standortes

Wien - "Ab Freitag fährt der Aufzug nur mehr zu uns", sagt BOF-Boss Jurij Schollmayer bei der Eröffnung seines jüngsten Standortes. "Und zur Skybar", fügt noch jemand aus der Runde um den 38-jährigen slowenischen Unternehmerjungstar der Vollständigkeit halber hinzu. Wie genau dann der Panoramalift an der Glasfront des Traditionshauses auf der Kärntner Straße besteigbar sein werde, sei derzeit "noch Gegenstand von Gesprächen", sagt dazu Centermanager Günther Meier auf STANDARD-Anfrage. Dass die Kunden dann möglicherweise vermehrt die Rolltreppen innen benützen müssten, "belebt das Haus, so wie ich glaube, dass BOF überhaupt für die gesamte Innenstadt ein Frequenzbringer sein wird."

Der Steffl, Teil der (noch) Palmers-eigenen Gerngross-Gruppe, hatte in den vergangenen Jahren nicht immer optimale Frequenz- und damit Umsatzzahlen. "Von 2001 auf 2002 hatten wir bereinigt um die Fläche von Amadeus ein deutliches Plus", verrät Meier dazu. Der Vormieter auf den Etagen 5 und 6, die Buchhandlung Amadeus (damals Libro) schaffte eine Belebung nicht und zog nach der Übernahme durch den deutschen Douglas-Konzern aus. "Jetzt passt der Mix", so Meier. Gleichzeitig mit dem 1200-Quadratmeter-BOF eröffnet auch ein Esprit-Store im ersten Stock.

Schollmayer sieht mit seinem Hollabrunner Partnern, der "Funkberater"-Dynastie Stenzel, für Österreich die Chance auf zehn Standorte, mit jeweils einem Jahresumsatz von zehn bis 20 Mio. Euro. Derzeit hat er zwei - Graz und Wien. Ab 2004 will er das Geschäft des Virgin Megastore auf der Mariahilfer Straße übernehmen, wie DER STANDARD in einem Teil der gestrigen Ausgabe berichtete. (Leo Szemeliker, Der Standard, Printausgabe, 23.05.2003)

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