Schweiz ermittelt gegen Ericsson

22. Mai 2003, 11:30
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Wegen verdeckter Zahlungen aus 1998 und 1999

In der Schweiz wird wegen verdeckter Zahlungen gegen den schwedischen Ericsson-Konzern ermittelt. In den Kantonen Zürich und Schaffhausen wurde auf Ersuchen Schwedens am (gestrigen) Mittwoch bei Hausdurchsuchungen in Geschäfts- und Privaträumen umfangreiches Beweismaterial sicher gestellt, wie die für Geldwäscherei und Rechtshilfe zuständige Zürcher Bezirksanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

Zahlungen in der Höhe von 87,1 Millionen Euro

Ermittlungen gab es auch bei einer nicht namentlich genannten Bank. Dass sich die Ermittlungen gegen Ericsson richten, wurde von den schwedischen Steuerbehörden auf Anfrage der AP in Stockholm bestätigt. Laut Zürcher Bezirksanwaltschaft geht es um verdeckte Zahlungen von 800 Mio. schwedischen Kronen (87,1 Mio. Euro) im Jahr 1998 und von 2,5 Mrd. Kronen im Jahr 1999. Der Geldstrom führe in der Schweiz und in Schweden auch zu Ermittlungen über Korruptions- und Betrugsdelikte (Management Fraud), hieß es in der Mitteilung.(APA/AP)

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