Stammzellentherapie

Forscher heilen Mäuse mit genmanipulierten Zellen

12. Juli 2011, 23:00

Hautzellen in pluripotente Stammzellen verwandelt, die Stoffwechselkrankheit der Leber therapierte

Münster/Hannover - Biomediziner aus Münster und Hannover haben einen wichtigen Behandlungserfolg mit Stammzellen erreicht. Sie heilten bei Mäusen zumindest auf Zellebene eine Stoffwechselkrankheit der Leber mit Hilfe von induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen). Diese iPS-Zellen stellen die Experten her, indem sie etwa Hautzellen in eine Art Embryonalzustand zurückversetzen. Danach können diese wie embryonale Stammzellen sämtliche Zelltypen bilden.

In diesem Fall entnahmen die Forscher den Mäusen Hautzellen, versetzten die Zellen in den Embryonalzustand und behoben einen Gendefekt an den iPS-Zellen. Mit Hilfe der Zellen wuchsen gesunde Mäuse später heran.

"Erstmals ist ein lebendiger Organismus mit gentechnisch reparierten iPS-Zellen von einer Krankheit geheilt worden", sagte Stammzellenforscher Tobias Cantz am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Sein Team vom Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster und dem Institut für Zell- und Molekularpathologie der Medizinischen Hochschule Hannover veröffentlicht die Ergebnisse im Fachmagazin PLoS Biology. Die Arbeit mit induzierten pluripotenten Stammzellen gilt als ethisch unbedenklich, da dafür keine Embryonen zerstört werden müssen. (red/APA)

Herr Plumm
04
13.7.2011, 10:09

also dann bald keine embryonen zum gewinnen von stammzellen mehr notwendig! und warum? weil eben so viel mit stammzellen aus embryonen geforscht wurde...nur so konnte man die iPS etablieren...aber die doofen gläubigen waren/sind ja sooooo dagegen...nur sinds dann selber froh, wenn ihnen das mal zugute kommt.

eine tolle arbeit da im plos, und ich finds auch extrem cool, dass solche arbeiten nicht nur aus usa und korea kommen :-) österreich hinkt allerdings immer noch nach....(dank der starken kath. lobby hier)

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