Strengere Regeln

Studieneingangsphase: An meisten Unis drei Antritte möglich

12. Juli 2011, 11:57

Bisher erlauben nur Uni Wien und Uni Linz nur eine Prüfungswiederholung

Wien - Ab Herbst gilt an jenen elf Unis, die keine generelle Zugangsbeschränkungen haben, die neue Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP). Nur wer alle Prüfungen in diesem ein Semester dauernden Abschnitt besteht, darf weiterstudieren. Dabei ist per Gesetz nur eine Möglichkeit vorgesehen, um eine negative Note auszubessern. Die Unis können aber autonom einen dritten Prüfungsantritt erlauben - was auch ein Gros der Hochschulen tut.

Sieben Unis erlauben zwei Wiederholungen

Insgesamt sieben der elf Unis erlauben den Studienanfängern zwei Prüfungswiederholungen, nämlich die Uni für Bodenkultur (Boku), die beiden Technischen Unis (TU) in Wien und Graz, die Uni Graz, die Montanuniversität Leoben sowie die Unis Salzburg und Innsbruck. Keinen zusätzlichen Prüfungsantritt wird es hingegen an der größten heimischen Uni, der Uni Wien, sowie der Uni Linz geben. An der Wirtschaftsuni und der Uni Klagenfurt haben die Senate noch nicht entschieden. Eine Frist, innerhalb derer sie ihre Entscheidung per Mitteilungsblatt veröffentlichen müssen, gibt es laut Wissenschaftsministerium nicht. Die nächsten Senatssitzungen finden jeweils im Oktober statt.

Bisher hat das Gesetz innerhalb der schon länger bestehenden Studieneingangsphasen drei Prüfungswiederholungen vorgesehen, die Unis konnten zusätzlich autonom unbeschränkt viele Wiederholungen erlauben. Die neue STEOP gilt nicht für Studien, die ohnehin bereits zugangsbeschränkt sind (Sport, Psychologie, Publizistik) bzw. an Unis mit generellem Aufnahmeverfahren (Kunst, Medizin, Veterinärmedizin).

Mindestens zwei Prüfungen zu bestehen

Der Umfang der STEOP variiert aufgrund der Autonomie je nach Universität und auch je nach Fach, einzige Vorgabe neben der Mindest- und Höchstdauer: Sie muss aus mindestens zwei Prüfungen bestehen. An der Uni Wien dauert die STEOP ein Semester und umfasst je nach Studium zwischen 15 und 30 ECTS (30 ECTS entsprechen dem Arbeitspensum eines Semesters). Ein Großteil der Fächer kommt dabei mit dem Minimum aus, die 30 ECTS werden nur von den drei Wirtschafts-Bachelorstudien, Internationaler Entwicklung und Soziologie ausgereizt. Zum Vergleich: An der Uni Salzburg umfasst die STEOP nur vier bis zwölf ECTS, an der Boku vier bis sechs ECTS. (APA)

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16 Postings
Philipp B.
00
Die STEOP der Soziologie

hat, wie die anderen an der gemeinsamen sozialwissenschaftlichen STEOP der Uni Wien beteiligten Fächer Politikwissenschaft und Kultur- und Sozialanthropologie, nur 15 ECTS und endet Mitte Dezember.

Vgl.
http://esowi.univie.ac.at/sowi-steop/
und
http://www.soz.univie.ac.at/studium-u... b-ws-2011/

Got Your Noes!
02
14.7.2011, 01:29
hinter mir die sintflut.

ich hab verdammtes glück früh genug geboren zu sein um eingangsphasen, abschnitte und dergleichen gerade noch hinter mir zu haben.

Hosenträgerträger
00
14.7.2011, 10:42
Für mich ist das eine unglaubliche Lernmotivation... Bloß nicht in irgendeinem Semester länger als ein halbes Jahr unterwegs sein...

... und hoffen, dass man noch Dr. med. als Titel bekommt und nicht irgendwas Master-ähnliches -.-
Insofern wünsch ich dir eine möglichst positive SIP1.

Got Your Noes!
00
14.7.2011, 12:05

ich danke vielmals, sie ist positiv. hoffe es ist ähnlich gut gelaufen :D

Hosenträgerträger
00
14.7.2011, 19:04
Dann sezieren wir im Oktober beide!

Bjerkely
02
12.7.2011, 17:53
"Qualitäts"journalismus der APA?

Unglaublich schlecht recherchierter Artikel der APA. Die Regelung der Dauer von einem halben bis zu zwei Semestern war in der alten Gesetzeslage enthalten. Mit Neuregelung des §66 UG heißt es jetzt aber "Die gesamte Studieneingangs- und Orientierungsphase hat ein Semester zu umfassen." Nicht mehr und auch nicht weniger. Doppelt peinlich, da dies auch in der so genannten Info-Grafik falsch dargestellt wird. Wäre schön, wenn ein Redakteur/eine Redakteurin dies korrigieren könnte.

Lisa Aigner derStandard.at
00
13.7.2011, 09:55
Fehler

wurde korrigiert, auch die Grafik.

Danke!

ununoctium
 
00
13.7.2011, 05:38

acuh die sache mit den unebschränkten prüfungswiederholungen stimmt nicht ist nur eine zusätzliche möglich einzurichten bisher... wirklich hochwertige qualität dieser artikel

Andreas Kainer
00
16.7.2011, 12:39

Also, dass stimmt nicht! Das UG regelt, dass die Unis BELIEBIG viele Wiederholungen vorsehen können (§77 Abs. 2 UG), davon ausgenommen ist nur die neue STEOP, die aber per 2014 wieder ausläuft (was besonders schwachsinnig ist, den Unis zweimal die ganze Tortur der Studienplanänderungen aufzuzwingen)!

Also, besser selbst mal das UG lesen, bevor mal neunmalklug mit Unwissen um sich wirft. ;-)

a o e
01
13.7.2011, 04:03

APA ist die hölle.

BFR_strikes_back
03
12.7.2011, 17:15
Wirklich toll, zum Glück bin ich für mein 2. Studium noch nicht inskribiert.

Sonst hätte ich da irgendwie ein Problem zwecks Überschneidungen, weil 2 Bachelor-Studien nebeneinander so gut wie unstudierbar sind!

Warum glaubt jeder, dass jeder Student nur 1 Studium belegt?
Es sind jetzt schon die ganzen Voraussetzungsketten eine Frechheit, doch im Vergleich zu dem was jetzt kommt, konnte man früher noch richtig frei seine Module wählen.

Kotzkrücke
01
13.7.2011, 08:48
genau

so gehts mir auch.
Ich frag mich wann man 'Uni' durch 'FH' ersetzt, weil so kommts mir schön langsam vor

hentai
04
12.7.2011, 16:29

Die Mehrheit der Studenten arbeitet bereits nebenbei, um sich ihr Studium finanzieren zu können, die ewig Diskussion um die Wiedereinführung der Studiengebühren - und jetzt auch noch strengere Eingangsregelungen...

Ich denke Österreich bemüht sich gar nicht um eine höhere Akademikerquote.

beos
10
14.7.2011, 09:30

"Die Mehrheit der Studenten arbeitet bereits nebenbei, um sich ihr Studium finanzieren zu können"

Bitte die Erhebungen kritisch betrachten. Zumindest an einer, wo ich vor 2 Jahren oder so teilgenommen habe, da wurden Ferialjobs, Praktika, Dinge wie Nachhilfe geben miteinbezogen, sowie auch Personen die primär arbeiten und nebenbei paar Kurse besuchen.

Ich bezweifle stark, dass die Mehrheit der Studenten, welche ihr Hauptstudium als Teil der Ausbildung sehen und das ganze in Regelzeit beenden möchten, während des Semesters bzw. der Lehrveranstungen einer angemeldeten Tätigkeit als Arbeitnehmer oder Selbstständiger nachgehen. Ab und zu Promotion, schwarz bissi Nachhilfe geben würde ich jetzt nicht als nebenbei arbeiten bezeichnen.

X Y
10
12.7.2011, 22:35
Mehr Studenten in ein hoffnungslos überfülltes Studium reinzustopfen

führt niemals zu einer höheren Akademikerquote, höchstens zum Gegenteil. Was glauben Sie denn, warum es so viele Studienabbrecher gibt? Weil unter diesen Bedingungen das Studium zu einer Katastrophe werden kann.
Die hohe Anzahl von arbeitenden Studenten ist ein anderer Grund. Studium und Arbeit sind für viele schwer zu verbinden. Es wäre besser, einen Kredit aufzunehmen, wenn man von den Eltern nichts kriegt, und sich dafür 100% aufs Studium zu konzentrieren.
Studiengebühren sind sinnvoll, damit die Unis nicht von Ausländern überrannt werden - gekoppelt mit einem Mindeststudienerfolg sollten jeder(m) Österreicher(in) ein Stipendium zustehen, das die Gebühren abdeckt. Nebeneffekt: alle Ausländer werden zu gern gesehenen zahlenden Gästen.

Got Your Noes!
02
14.7.2011, 01:32

gebühren halten keinen deutschen vom studium in österreich ab. glauben sie, jemand der mit s<ack und pack nach innsbruck ziehen kann schert sich noch groß um studiengebühren? die einzigen die es weiter abschrecken wird sind österreicher.

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