Ansichtssache Ägypten

Brennende Pipeline, Frust am Tahrir-Platz

Ansichtssache | 12. Juli 2011, 12:20
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foto: reuters/stringer

Vermummte Angreifer haben am frühen Dienstagmorgen ein Terminal der ägyptischen Erdgasleitung nach Israel und Jordanien angegriffen und gesprengt. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen drangen dabei mindestens vier bewaffnete Männer in das Terminal in der Stadt Al-Arish im nördlichen Teil der Sinai-Halbinsel nahe der israelischen Grenze ein.

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foto: reuters/stringer/files

Sie sollen die Wachleute zum Gehen gezwungen und anschließend mit der Sprengung des Terminals einen Großbrand ausgelöst haben. Wie die amtliche ägyptische Nachrichtenagentur MENA berichtet, wurden bei dem Angriff ein Sicherheitsbeamter und dessen Familie verletzt.

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foto: ap/dapd

Es war der zweite Anschlag auf die Gasleitung innerhalb von zwei Wochen und der vierte seit dem Sturz Mubaraks vor fünf Monaten. Die Urheber des Anschlags waren zunächst unbekannt. Als Drahtzieher werden entweder Beduinen oder militante Islamisten vermutet.

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Vor fünf Monaten haben die Ägypter den Machthaber gestürzt, der Wandel im Land aber, der steht noch aus.

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Für die Reformen, die mit dem Machtwechsel durch den Abgang Hosni Mubaraks einhergehen sollten, demonstrieren sie immer noch, wieder auf dem Tahrir-Platz, dort, wo sich die Wut im arabischen Frühling einst entladen hat und wo nun der Druck auf die Übergangsregierung und Feldmarschall Mohammed Hussein Tantawi erhöht werden soll.

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Die Demonstranten fordern die Erfüllung der Versprechen, die Beschleunigung der Reformen und das Antreiben der Prozesse gegen Mubarak und seine ehemaligen Funktionäre.

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Montag Abend sperrten Hunderte von Demonstranten zum zweiten Mal den Eingang eines zentralen Verwaltungsgebäudes am Tahrir-Platz in Kairo ab. Mehr dazu hier. (red/APA, derStandard.at, 12.7.2011)

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foto: reuters/mohamed abd el-ghany
mistvieh666
 
00
20.7.2011, 23:30

beduinen sollen das gemacht haben? wahrscheinlich mit unterstuetzung der freimaurer und zeugen jehovas. und natuerlich der anhaenger mubaraks, die das alles den friedlichen moslembreudern in die schuhe schuhe schieben wollen.
genau das ist die demokratie in aegypten und genau deswegen wird wohl hoffentlich bald das militaer die sache wieder in ordnung bringen.
gut, el ahram:
http://weekly.ahram.org.eg/2011/1055/eg13.htm
da sagen beduinenvertreter definitiv, dass sie sowas nicht tun.

märchenonkel
02
12.7.2011, 19:53
War es anders zu erwarten? Nein.

dr mike
25
12.7.2011, 15:32

Äußerst sinnvolle Aktion. Eine Devisenquelle Ägyptens ist damit - vorübergehend ? - versiegt. Die Umwelt freut sich über unnötig ausgestoßenes CO 2.
Dass das nur der Anfang der Postmubarrak Ära oder die Früchte der Revolution ist ist zu befürchten. Es wird wohl noch viel schlimmer kommen.

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