Deutschland

Chinesischer Autor Liao tritt im Exil auf

12. Juli 2011, 10:34

Lesung in Tübingen

Tübingen - Der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu plant eine Woche nach seiner Flucht ins deutsche Exil einen ersten öffentlichen Auftritt. Liao werde am kommenden Freitag in Tübingen seine Arbeit vorstellen und aus Gedichten und Prosa lesen, teilte die Universität am Montag mit.

Der 1958 geborene Autor ist einer der bekanntesten Dissidenten der Volksrepublik China. Die Behörden hatten zuletzt massiven Druck auf ihn ausgeübt, ein neues Buch über seine vierjährige Haft nach der Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 nicht zu veröffentlichen. Daraufhin war Liao geflohen.

Sein Buch "Für ein Lied und hundert Lieder. Ein Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen" soll am 21. Juli im S. Fischer Verlag erscheinen. Es schildert seine Erlebnisse im Gefängnis. Mehr als zehn Jahre hat Liao daran gearbeitet. Zweimal wurde das Manuskript beschlagnahmt, so dass er es ein drittes Mal schreiben musste. (APA)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.