Fahrrad-Statistik

Radfahrunfälle in Wien: Verletzungen von Fußgängern selten

Ansichtssache | 9. August 2011, 08:17

Die Wiener Polizei kontrolliert seit zwei Wochen verstärkt in der Wiener Innenstadt (derStandard.at berichtete). Sie will Touristen vor Radfahrern schützen, die unerlaubt auf Gehsteigen oder in Fußgängerzonen unterwegs sind. Tatsächlich sind Zusammenstöße zwischen Radfahrern und Fußgängern ein vergleichsweise nur geringes Problem.

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bmvit

Der Anteil der Radfahrer am gesamten Verkehrsaufkommen macht in Wien lediglich 5% aus- weit weniger als in Innsbruck (13%), Graz (14%) oder Salzburg (16%).

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PaterWilli
00
29.9.2011, 13:50
Statistik Radverkehrsanteil in Wien

Wie immer man die Statistik (sh oben) auch ansieht, sie erscheint sehr "geschönt" (gefälscht kanns ja nicht sein, ist eine Statistik der Stadt Wien)

Egal welches Jahr von 2001 bis 2005 man als Basis heranzieht, die nachfolgende Jahre können nicht stimmen, außer für sie gilt ein völlig anderer Maßstab.

Sollen die Erfolge vielleicht gar etwas schöner aussehen, als sie sind?

Dr. Döblinger
00
24.8.2011, 14:14
Ich bin übrigens auch dafür,

den für die Radwege/streifen Genossen/innen Bezirksvorsteher/innen gegebenenfalls die Ohren lang zu ziehen. Nur drei eklatante Anlässe: (folgen)

Dr. Döblinger
00
24.8.2011, 14:23
(Fortsetzung)

- 3. Bezirk, von der Neulinggasse kommend die (vorgesehene) Einfahrt in den Radstreifen Wassergasse: hier ist ein Übermaß an Tollkühnheit erforderlich, wenn sich der/die Pedalritter/in dem entgegenkommenden PKW-Verkehr entgegen wirft!
- 4. Bezirk, Radstreifen Schleifmühlgasse, von der Paulanerkirche kommend links abbiegen in den Radweg Margaretenstraße. Diese "Planung" grenzt an zumindest fahrlässige Körperverletzung!
6. Bezirk, Proschkogasse. Dieser vermutlich niemanden bekannte, jedenfalls aber nie genützte ca. 20 (zwanzig) Meter lange Fahstreifen beginnt zur Abwechslung einmal im Nichts. Für diesen gebührt der Frau Kaufmann zumindest der Skurillitäts-Oscar!

bleak_vision
20
22.8.2011, 13:09

Anscheinend bestehen hier viele Genossen Radfahrer darauf bei Rot entgegen den Gesetzen über die Ampel zu fahren und sind auch noch mächtig stolz darauf.

Geistige Unreife?

scubaman
13
24.8.2011, 09:58

nur so realitätsnah wie die "Genossen Autofahrer" darauf bestehen, bei Dunkelgelb noch über die Ampel zu krachen, auf die 30er-Zonen zu pfeiffen und sich keine Freisprecheinrichtung leisten zu können.

Jeder Verkehrsteilnehmer hat halt andere Gesetze, die seiner subjektiven Meinung nach "leicht zu übertreten" sind.

Falls Sie über entsprechende geistige Reife verfügen, können Sie das sicherlich nachvollziehen.

lanebbia
02
17.8.2011, 13:15

Sich mit Hilfe der Mehrzweckstreifen auf die zweite Stelle der Radwegstatistik zu schummeln, glaubt sowieso keiner, in Wirklichkeit gehört Wien ins letzte Drittel.
Die Mehrzweckstreifen erhöhen nur die Gefahren, denn der Radler ist gezwungen, nach rechts zu wenig Abstand zu halten und links brausen die Autos ebenfalls ohne Einhalten des Mindestabstands vorbei, da ohnehin eine gestrichelte Linie da ist.
Die Mehrzweckstreifen dienen den Autofahrern, nur so können sie, unabhängig vom Gegenverkehr, jederzeit überholen.
Was mich auch stört, sind oft unvermittelt aufhörende Radwege ohne jegliche Fortsetzung, was auf eine gewisse Konzeptlosigkeit schließen lässt.

Tintifax2000
02
15.8.2011, 18:04
Also ich finde diese "Schwerpunktaktion" ...

..."zum Schutze der Fußgänger" ja wohl höchst lächerlich - bei so einer Erkärung würde sogar Kim-Jong-Il rot werden vor Peinlichkeit.
Sagen wir es wie's ist: Die Schwerpunktaktion wird gemacht um den FPÖ-Wählern was zurecht zu machen, während der durschnittliche FPÖ-Wähler gerade mit seinem PKW am Radweg parkt um seinem AMS-Notstandshilfekontrolltermin nachzukommen, wird daneben der Radfahrer abgestraft weil seinem Radl ein Katzenauge oder der Rückstrahler fehlt.

Da gabs doch mal eine Gewaltentrennung? Seit wann ist es denn da so dass die Wähler einer Partei (LEGISLATIVE) die nicht in der Regierung ist bestimmen was die Kieberei (EXEKUKUTIVE) zu tun hat, hm?

Querulant1951
00
15.8.2011, 17:09
Radwege in Wien dienten bisher nur zur Selbstbeweihräucherung von Leuten wie Zilk+Häupl

es wurden nur Kilometer gezählt, der 1000ste km gefeiert usw.
Aber bleiben wir trotzdem bei der Realität:
Wien hat die schlechtsten Radwege, aber die besten Öffis, Beides mit Abstand.
Also, man muß in Wien nicht unbedingt mit dem Rad fahren.

Daniil Charms
 
00
15.8.2011, 12:50

Die Witterungsunterschiede in Wien zwischen Sommer und Winter sind eine schlechte Ausrede - die Kälte und Nässe ist am Rad genauso unangenehm wie zu Fuß.
Wien hat viele Radwege, und bemüht sich auch um Ausbau, aber die Radwege werden nach wie vor angelegt, als sei ein Radfahrer nie schneller als mit 10km/h unterwegs: meistens in halber Gehsteigbreite an einer Spur parkender Autos entlang wie zB in der Mariahilferstr., wo pausenlos eine Autotür aufgehen oder ein Fussgänger zwischen zwei Autos hervortreten kann.
Oder die Radwege sind stadtplanerisch zusammengestückelt wie der Gürtelradweg, der zB am Westbahnhof unnötig oft die Autospur kreuzt.

thinkonyourfeet
00
15.8.2011, 08:32
@stoneisland und Thank God: Wovon redet Ihr?

Ich war vor einem Monat mit dem Rad in Wien und musste feststellen, dass es so gut wie gar keine Radwege gibt. Eine Schande. Und die paar Radwege (Gürtel, etc.) hören dann unvermittelt auf.
Würde man den Radwegeanteil vervierfachen, hättet Ihr noch immer nicht das Niveau von Graz. Und dabei ist auch in Graz noch sehr viel zu tun...

Thank God I'm A Country Boy
00
16.8.2011, 21:35

es gibt extrem viele Radwege, die entweder schlecht sind oder unnötig. Schau dir ne Radkarte von Wien an, gibts glaub ich auf wien.gv.at irgendwo. Gute Radwege gibt es in Wien kaum, mir fällt kein wirklich guter ein. Der Wientalradweg wäre es, wären dort nicht auch Fußgänger unterwegs.
Aber viele sinds schon. Vor allen wenn man die Mehrzweckstreifen und die abgetrennten Radspuren mitzählt.

ama2deus
00
17.8.2011, 20:53

www.wien.gv.at

unter "stadtplan" und dann links im menübaum "radwege" markieren

stoneisland
00
15.8.2011, 09:25

siehe im artikel oben: Bild 3 von 10

stoneisland
00
13.8.2011, 15:49
Interessante statistik, die soll man(frau!) sich merken

1) von den 10 städten in europa mit höchster fahrradnutzung, 8 sind in den länder NL, DK und BE. was haben die gemeinsam? a) das sind die flachsten länder europas und b) haben ein mildes klima ohne temperaturextremen.

2) wien hat das zweitgröste radnetz in europa, die fahrradnuzung ist trotzdem relativ gering. wer braucht also noch mehr radwege hier?

offensichtlich eine frage der ideologie und nicht der logik...

Thank God I'm A Country Boy
04
13.8.2011, 21:40

Die vielen Radwege sind mMn absurderweise mit schuld am schlechten Fahrradanteil.

Fahrradwege abseits von Hauptverkehrsrouten sind hinderlich. Die Leute (Anfänger, Umsteiger, alte Leute...) "verlernen" auf der Fahrbahn zu fahren, haben Angst vor der Straße, und ganz ohne gehts nie, daher halten sie alle ihre Wege für zu gefährlich.

Radwege sind aufgrund der vielen Kreuzungen mit anderen Verkehrsflächen tatsächlich aber gefährlicher, da querende Autos Radfahrer leichter übersehen als auf der Fahrbahn.

(Schlechte) Radwege bremsen auch ungemein, der Geschwindigkeitsvorteil wird zunichte gemacht.

Autofahrer "verlernen" mit Radfahrern umzugehen, sie im angemessenen Abstand zu überholen etc..

stoneisland
00
13.8.2011, 23:15
dann haben wir in wien eine nowin-nowin situation

radfahrer wollen das überangebot an radwegen auch nicht und die, nach überbliebenen parkplätzen suchende autofahrer sowieso nicht...

nur eine kleine, realitätsfremde grüne truppe im rathaus will die radwege weiter ausbauen (um einen preis von 1,2mio/km)

lanebbia
00
17.8.2011, 13:11

Lächerlich. die sogenannten "Radwege" sind zu 80 Prozent keine, sondern nur Mehrzweckstreifen, die vorallem den Zweck haben, die Radwegstatistik zu schönen und den Autoverkehr zu beschleunigen (Die Autos halten nicht mehr den Mindestabstand ein und können durch den zur Seite gequetschten Radler jederzeit überholen.

Thank God I'm A Country Boy
03
13.8.2011, 23:30

naja, "richtige" gescheite Radwege an den Hauptverkehrsrouten (Wientalradweg, Gürtel, Ring etc.. ) die gut gestaltet sind (breit, baulich getrennt, keine bis kaum Kreuzungen, kein Fußweg dabei... ) sind durchaus zu begrüßen. Aber eben nur da. Die sind dann auch teuer.
Ebenfalls förderlich ist das generelle Öffnen der Einbahnen.

Aber die ganzen Miniradwege in irgendwelchen Seitengassen sind Blödsinn, die kein Mensch braucht.

lanebbia
00
17.8.2011, 13:18

Wienflussradweg ist super, nur fehlen halt ausreichende Ausfahrten und an der Oberfläche fehlen dann die weiterführenden Radwege.

stoneisland
00
14.8.2011, 19:36

grundsätzlich richtig, nur bitte beachten dass "keine bis kaum Kreuzungen, kein Fußweg dabei..." in der stadt planungstechnisch einfach nicht möglich ist. im wiental zwar schon, aber das wars dann.

ama2deus
00
17.8.2011, 20:57

es wäre ja schon toll wenn hochrangige radfahranlagen wie zb entlang des rings, des gürtels und im wiental so gestaltet würden, dass sie von den fußwegen abgetrennt sind, sie breit genug sind, nicht permanent alle paar meter eine tafel im weg steht, unnötige kurvenfahrten unterlassen werden, der radfahrstreifen nicht permanent die seite wechselt, und die spur nicht dauernd - um bauliche änderungen zu vermeiden - um ubahnstationen umständlich herumgeführt wird.

stoneisland
00
17.8.2011, 23:14

die autobahnen gibts auch nicht in der stadt.

ama2deus
01
18.8.2011, 10:26

also mir würde da genug einfallen: tangente, altmannsdorfer ast, donauuferautobahn, nordbrücke oder autobahnähnliche abschnitte von höherrangigen straßen.

aber generell zu ihrem posting: ???

stoneisland
00
18.8.2011, 17:38

wir haben oben vom ring in wien gesprochen, dort ist es für die anderen verkehrsteilnehmer auch nicht besser...

die tangente & co. sind gar nicht in der wiener innenstadt. aber wenn sie schon die donauuferautobahn erwähnt haben, glaube ich dass entlang der donau mindestens die radwege nach wünschen der radfahrer gebaut sind... oder?

ama2deus
00
19.8.2011, 10:31

wir haben von ring, gürtel und wiental gesprochen, ich habe aber extra geschrieben "zb" da es um hochrangige radfahranlagen ging.

und "in der stadt" ist für mich eben nicht gleichbedeutend mit "in der innenstadt".

am ring ist es für alle verkehrsteilnehmer so, dass sich permanent die fahrspur ändert? von links nach rechts und dann wieder nach links und retour nach rechts? wäre mir neu

auch, dass plötzlich in der mitte der fahrspur ein verkehrsschild steht, dass man mittels abenteuerlicher kurve umschiffen muss.

oder dass plötzlich bei einer kreuzung "Fahrbahnende" steht und man als autofahrer auf andere verkehrswege ausweichen muss?

hochrangige radfahranlagen haben nichts mit autobahnen zu tun!

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