Wirtschaftsministerium verkündet neues Förderprogramm für KMUs
Wien - Das Wirtschaftsministerium hat unter dem Motto "Forschungskompetenzen für die Wirtschaft" ein neues Förderprogramm gestartet. Damit sollen vor allem kleine und mittlere
Unternehmen (KMU) beim Aufbau ihres eigenen Forschungspersonals und bei
dessen Höherqualifizierung unterstützt sowie unternehmensrelevante
Forschungsschwerpunkte an österreichischen Universitäten und Fachhochschulen
verstärkt verankert werden. Insgesamt stehen dafür zehn Mio. Euro zur Verfügung,
teilte das Wirtschaftsministerium am Montag in einer Aussendung mit.
Das bei der Forschungsförderungsgesellschaft FFG angesiedelte neue Programm
besteht aus drei Modulen: Beim "Kompetenzaufbau" geht es darum, den Zugang von
Firmen zu Qualifizierungsmaßnahmen zu erleichtern. Diese Schiene - Förderhöhe
bis zu 50.000 Euro - richtet sich an Unternehmen, die bisher keine oder nur
wenige kontinuierliche Innovationsaktivitäten gesetzt haben. In den Modulen
"Kompetenzvertiefung" und "Kompetenzerweiterung in der angewandten Forschung"
geht es darum, Qualifizierungsnetzwerke zwischen Unternehmen, wo es bereits
eigenes Forschungs-Budget bzw. eine Forschungs-Abteilung gibt, und Universitäten
bzw. Fachhochschulen zu bilden. Die Förderhöhe beträgt je nach Projektdauer bis
zu 500.000 Euro bzw. bis zu einer Mio. Euro.
Innovationsschecks
Erst vor zwei Wochen hatte das Ministerium ein "Innovations-Fitnesspaket" für KMUs und Unternehmensgründer gestartet, um diese zu mehr Forschung und Entwicklung zu motivieren. "Der Innovationsscheck Plus im Wert von 10.000 Euro unterstützt KMU, die in
Forschung und Innovation einsteigen wollen oder ihre entsprechenden Leistungen
weiter vertiefen wollen. Mit dem neuen Scheck können Unternehmen 80 Prozent der
Beratungsleistungen einer Forschungseinrichtung im Wert von bis zu 10.000 Euro
bezahlen. Für 10.000 Euro Förderung sind förderbare Projektkosten in der Höhe
von 12.500 Euro erforderlich", so Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Anträge - auch für den weiterhin verfügbaren, mit maximal 5.000 Euro dotierten
Innovationsscheck - können ebenfalls bei der FFG gestellt werden. (APA/red)