Proteste gegen Verhaftung von Journalisten

11. Juli 2011, 16:52
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    foto: apa/saganeldize

    Nestan Neidze, die Frau des verhafteten Fotografen Giorgi Abdaladze bei einer Protestkundgebung

Oppositionsführerin Burdschanadse: "Saakaschwili braucht Sündenböcke für alles Schlechte in Georgien"

Tiflis/Moskau - Nach der Inhaftierung von drei der Spionage bezichtigten Fotografen haben Journalisten in Georgien gegen die Einschränkung der Pressefreiheit protestiert. Die Führung in Tiflis wolle die Reporter offensichtlich dafür "bestrafen", dass sie Bilder einer Ende Mai blutig niedergeschlagenen Demonstration gegen Präsident Michail Saakaschwili an die Weltpresse gegeben hätten. Das berichtete die georgische Zeitung "Kwiris Kronika" am Montag.

Das Innenministerium der Schwarzmeerrepublik wirft den Fotoreportern Spionage für Russland vor. Den Angeklagten, darunter Zurab Kurtsikidze von der European Pressphoto Agency (epa), drohen zwölf Jahre Haft.

Erzwungenes Geständnis

Die georgische Oppositionsführerin Nino Burdschanadse nannte ein angebliches "Geständnis" von einem der Inhaftierten "erzwungen". Die Saakaschwili-Gegnerin warf dem Staatschef vor, mit der Festnahme von unschuldigen Journalisten von innenpolitischen Problemen ablenken zu wollen. "Er will sich ein demokratisches Image geben, deshalb braucht er Sündenböcke für alles Schlechte in Georgien."

Laut Anklage soll der epa-Mitarbeiter Kurtsikidze den persönlichen Fotografen von Saakaschwili sowie einen weiteren Bildreporter als Informanten für den russischen Militärgeheimdienst GRU angeworben haben. Die epa mit Sitz in Frankfurt am Main, eine der weltgrößten Bildagenturen, erhielt anonyme Drohbriefe, in denen ihre Fotografen als "vom Kreml bezahlte Agenten" beschimpft werden.

Verfolgungswahn

In den vergangenen Monaten gab es in Georgien wiederholt angebliche Spionageskandale. Moskau weist die Anschuldigen aus Tiflis zurück und wirft Saakaschwili Verfolgungswahn vor. Beide Länder sind seit dem Südkaukasuskrieg 2008 verfeindet.  (APA)

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16 Postings
cremeflöte
 
51
12.7.2011, 13:12
von wegen autoritär

Die georgische Regierung hat jüngst den Schutz religiöser Minderheiten auf ein solides rechtliches Fundament gesetzt.
Der Europarat ist voll des Lobes:

http://www.georgien-aktuell.de/politik/a... rgien.html

natia leps
00
Georgien

Die "liebe" Frau Burjanadze ist in Georgien bei den Bürgern auch total unbeliebt.An ihrer Stelle würde ich ruhig zu Hause sitzen und nicht mal den Mund aufmachen wollen.Es ist inzwischen eine Tatsache,dass die Partei dieser Frau sozialschwachen Menschen dafür bezahlt hat,mit ihr auf die Straße zu gehen,als ob die frau mehr drauf hat,als der jetzige georgische Präsident.Ihre Partei hat den Bürgern noch weniger anzubieten,als die heutige Regierung.

Glod
11
12.7.2011, 12:05

Ich versteh' einfach nicht warum dieser paranoide größenwahnsinnige & authoritäre Versager immer noch im Amt ist...

cremeflöte
 
41
12.7.2011, 13:05
hey, glod: verständnis

das ist bei weitem nicht das einzige, was du nicht verstehst. wie sagte schon dieter nuhr: wenn man keine ahnung hat, einfach mal ... halten.

cremeflöte
 
71
12.7.2011, 09:19
schuldig!

georgien-aktuell.de schreibt:

Zurab Kurtsikidze arbeitet für die Pressefotoagentur EPA mit Sitz in Frankfurt am Main und soll den Ermittlungen zufolge vertrauliche Informationen , die er vom zweiten Angeklagten Irakli Gedenidse erhalten hat , inklusive der Zeitpläne und Reiserouten des georgischen Präsidenten, an den GRU weitergeleitet haben.
Gedenidse hat sich bereits schuldig bekannt. Er erklärte, dass ihn Zurab Kurtsikidze erpresst habe. Seine Frau Natia Gedenidse wurde inzwischen wieder auf Kaution freigelassen. Sie hat bereits gestanden, von den Aktivitäten ihres Mannes gewusst zu haben.
Auch zwischen dem vierten Beschuldigten, Georgi Abdaladse, und Kurtsikidze gab es "geschäftliche" Kontakte.

cremeflöte
 
62
12.7.2011, 08:24
verfeindet

Wer schreibt, Georgien und Russland seien SEIT dem Georgienkrieg 2008 verfeindet, hat leider überhaupt keinen Einblick in die Historie.
Der hat noch was von dem durch Russland gebrochenen Vertrag von Georgiewsk (1783) oder dem zaristischen Manifest 1801 gehört. Von den großen Aufständen im 19. Jhdt. gegen den Zaren, von den Massakern an der georgischen Zivilbevölkerung 1956 und 1989.
Von der militärischen, personellen und logistischen Unterstützung regionaler Separatistenbewegungen in Georgien durch Russland.

Wie sagte schon das Europaparlament im Januar 2001 zu Georgien: Russland ist Teil des Problems und nicht Teil der Lösung. Russland ist Konfliktpartei gegen Georgien.

Red Core
13
12.7.2011, 20:41

ich sage ihnen nur eins dazu wiso russland georgien als konfliktpartei sieht und zwar das das die georgier viele waffen and die terroristen in tschetschenien verkauft bzw geschenkt haben und diese waffen widerum aus den usa kommen.und dieses was georgien-aktuell.de schreiben sollte muss nicht unbedingt war sein.

natia leps
00
Georgien

hier fragt sich,ob es tatsächlich passiert ist oder man es den "tollen" russischen Medien entnommen hat,damit Georgien schlecht dasteht.Russland ist ja noch weniger glaubhaft

cremeflöte
 
20
13.7.2011, 11:09
pankisi

gutes stichwort
russland wollte georgien bereits wegen des pankisi-tal den krieg erklären. damals war saakashvili übrigens noch nicht präsident.
schewardnadse musste zulassen, dass russische "friedenstruppen" dauerhaft die abtrünnigen gebiete besetzen, um zumindest das schlimmste zu verhindern.

im übrigen, towarisch red core, haben sie -wie viele andere- nicht die jahrhundertelange animosität der beiden ungleichen nachbarn im blick. sie glauben, alles sei eine neue entwicklung, und sozusagen cia-gesteuert.

und ich sage ihnen, dieser konflikt ist mindestens so alt wie die russische kolonisation dauert. und er wird erst enden, wenn der kreml gelernt, georgien als selbständigen partner zu akzeptieren.

Red Core
02
13.7.2011, 16:18

naja wen sich alle tschetschenischen terroristen sich ins pankissi tal zurückziehen und dort sich neu formieren und georgien dagegen nichts macht und nur zusieht und sie auch noch mit waffen versorgt kein wunder das russland georgien eher als feind ansieht als partner.

natia leps
00
Georgien

Ich fürchte,hier liegt ein Irrtum vor:Russland wird von keinem einzigen land im Kaukasus als Partner angesehen.sondern eben als Bedrohung.Russland hat seine Agression in Tschetschenien bewiesen,in Beslan,denkt an viele Kinder,die dort umgekommen sind.Inzwischen weiß vor Ort jeder Nordossete,dass es Werk der russischen Einheit Nr.58 war,um die Sache den tscheschenen in die Schuhe zu schieben.Man kann nicht aufzählen,wie brutal Russland den Minderheiten gegenüber vorgeht.Das Problem ist,dass die Welt ruhig diesen Tatsachen ständig zugesehen hat und zusieht,um es mit unberechenbaren Putin nicht zu verderben.Der Westen kann Konflikte mit Russland "angeblich" nicht leisten.Es sind die armen Minderheiten,die darunter leiden müssen.nicht fair

cremeflöte
 
61
12.7.2011, 08:17
verfolgungswahn?

Standard.at wiederholt in stiller Unschuld ständig die Argumentation des Krmel: Russische Spione gibt es gar nicht. Wer anderes behauptet leidet an Verfolgungswahn und Spionomanie.

Und ich wiederhole: Allein in den letzten 12 Monaten hat es ernste diplomatische Vorkommnisse mit Russland dieser Art in Irland, Spanien und den USA gegeben.
Im Verfassungsschutzbericht der deutschen Bundesregierung steht eindeutig, dass FSB und GRU in Deutschland aktiv sind. Teilweise bediene man sich übrigens der Dienste von ... Journalisten!

cremeflöte
 
61
12.7.2011, 08:09
keine journalisten!

Es sind Fotografen festgenommen worden, davon hat einer für eine internationale Fotoagentur gearbeitet, die anderen beiden im Regierungsauftrag.

Außer Burdschanadse und "standard.at" schafft es niemand, daraus eine "Journalisten"-Verfolgung zu machen.
Zumal es immerhin bereits ein Teilgeständnis eines der Angeklagten gibt.

Wenn diese Leute sensibles Material an den Kriegsgegner Russland gegeben haben, ist das ein Verbrechen und muss bestraft werden!
Dabei ist es ganz egal, was für einen Beruf sie haben.

Bestrafung für missliebige Fotos? Tausende Fotos unzähliger Fotografen kursieren im Internet. Handyaufnahmen noch und nöcher.
Was sollte es da der Regierung bringen, drei Leute speziell rauszupicken? Richtig, nichts!

sainty1
13
12.7.2011, 08:17
schon mal was von "Exempel statuieren" gehört?

cremeflöte
 
61
12.7.2011, 08:35
quatsch

ging es um "bestrafung" für demo-fotos, hätten die behörden viel früher reagiert.
haben die festgenommenen überhaupt solche fotos geschossen und veröffentlicht???
ein "exempel" lohnt nur dann, wenn man einen eindeutigen bezug herstellen kann zur zu bestrafenden tat.

die anklage lautet aber auf übergabe sensiblen materials an eine feindliche/der spionage verdächtigten organisation. und es gibt ein teilgeständnis.

kurt haenel
 
21
11.7.2011, 23:11

warum hat die Frau die in Georgien demonstriert, eigentlich eine Tafel mit englischer Aufschrift.

Gibt ja doch den Eindruck, als ob das Ganze gestellt ist....

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