Hungersnot in Somalia

Hunderttausende Menschen auf der Flucht

12. Juli 2011, 13:53
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    foto: ap/rebecca blackwell

    "Was ich hier gesehen habe, ist mit nichts zu vergleichen", sagte Antonio Guterres, Chef des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR).

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    Besonders Kinder seien auf dem 80 Kilometer langen Weg durch die Wüste besonders gefährdet.

Die Dürre am Horn von Afrika ist nach UN-Angaben die schlimmste seit 60 Jahren und betrifft mehr als zehn Millionen Menschen in Somalia, Kenia und Äthiopien

Dadaab/Addis Abeba - Die extreme Dürre in Somalia hat nach Angaben der Vereinten Nationen die größte humanitäre Katastrophe der Welt verursacht. Hunderttausende Menschen sind wegen Nahrungsmittelknappheit in den vergangenen Wochen bereits nach Kenia und Äthiopien geflohen und ein Ende der Notlage ist nicht in Sicht. "Was ich hier gesehen habe, ist mit nichts zu vergleichen", sagte Antonio Guterres, Chef des Flüchtlingshochkommissariats der UN (UNHCR). Der ehemalige portugiesische Ministerpräsident hatte das Flüchtlingslager Dadaab in Kenia besucht, wo derzeit 380.000 Menschen untergebracht sind.

Eine wachsende Zahl von unterernährten Kindern stirbt auf dem oft wochenlangen Fußmarsch in das Flüchtlingslager, erklärte Guterres. Die Flüchtlinge seien die Ärmsten der Armen und die am meisten gefährdeten Menschen der Welt. "Ich habe viele Flüchtlingslager in der ganzen Welt gesehen, aber noch niemals Neuankömmlinge in einer derart verzweifelten Lage", sagte Guterres beim Besuch des Lagers.

Wochenlang durch die Wüste

Um das Flüchtlingslager zu erreichen, müssen die Menschen nach der Grenzüberschreitung in Kenia noch 80 Kilometer Wüste durchqueren. Flüchtlinge berichten davon, dass dabei bereits Kinder von Hyänen und Löwen aufgefressen wurden. Die 35-jährige Muslima Adan Hassan etwa verlor zwei Söhne und eine Tochter auf ihrer Flucht, die 35 Tage dauerte. Ein UN-Ernährungsspezialist berichtete, dass viele der unterernährten Kinder trotz Behandlung innerhalb von 24 Stunden nach ihrer Ankunft sterben, weil sie sich in einem so schlechten Zustand befänden.

Dadaab war ursprünglich für 90.000 Menschen gebaut worden. Mit rund 380.000 Flüchtlingen ist es heute das größte Camp der Welt. Aber jede Woche strömen weitere 10.000 Menschen zur Registrierung, und die Zahl der völlig auf Hilfe von außen angewiesenen Flüchtlinge könnte sich bald auf 500.000 erhöhen. In den drei Camps im äthiopischen Dolo Ado ist die Situation kaum besser.

Internationale Hilfsorganisationen konnten bislang innerhalb von Somalia nur bedingt Hilfe leisten, weil sie von den dort herrschenden islamistischen Rebellen zum Teil als Feinde betrachtet wurden. Erst vergangene Woche vollzogen die Rebellen angesichts der verzweifelten Lage eine Kehrtwende und hießen Hilfsorganisationen willkommen.

Schwerste Dürre seit 60 Jahren

Am schlimmsten von der Dürre betroffen ist die Grenzregion zwischen den drei Ländern. Nach Schätzungen des Welternährungsprogramms (WFP) brauchen zwölf Millionen Menschen in der Region dringend humanitäre Hilfe. Guterres rief die internationale Gemeinschaft zu "massiven Spenden" für die Flüchtlinge auf. "Ich habe eine Mutter gesehen, die (auf der Flucht) drei ihrer Kinder verloren hat", zitierte der arabische TV-Nachrichtensender Al-Jazeera den Hochkommissar. In Dadaab hätten "die Ärmsten der Armen und die Verwundbarsten der Verwundbaren" Zuflucht gesucht. Zwei Millionen Kinder leiden nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF an Unterernährung. Jeden Morgen erreichten Hunderte Flüchtlinge - größtenteils Mütter mit Kleinkindern - die Camps in Kenia und Äthiopien. Die Dürre am Horn von Afrika gilt als die schwerste der vergangenen 60 Jahre. (APA)

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UNHCR

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Posting 1 bis 25 von 137
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Ravenspower
10
17.7.2011, 23:18
Wäre ich ein Afrikaner...

... würde ich schon längst felder bewirtschaften und von meinen ernten leben.

Barbarin
00
18.7.2011, 11:51
Dazu bräuchten Sie aber ein Privat-Armee...

...die schlagkräftiger ist, als die der Briten zb.

Barbarin
61
13.7.2011, 12:32
http://www.bpb.de/themen/2I... rache.html

Was für die Bildung!

Vorallem für jene "braune" Schafe hier im Forum, die wegen psychischen Problemen, die Wahrheit nicht sehen wollen und können!

Fritz Wunderlich
55
13.7.2011, 18:19

Bildung in Grammatik für Sie:
Vor allem für jene "braunen" Schafe hier im Forum, die die Wahrheit wegen psychischen Problemen nicht sehen wollen und können!

zuerst einmal deutsche sätze richtig konstruieren lernen, danach sich der begriffsbildung widmen
step by step

Barbarin
10
15.7.2011, 14:33
Bitte schlagen Sie den...

..Begriff "Bürokrat" nach...Definition lt. Psychologie!

Sie werden sich erkennen! ;-)

Fritz Wunderlich
43
14.7.2011, 08:43

jetzt habe ich doch glatt einen weiteren fehler von ihnen übersehen
.. wegen psychischer probleme ...

umgangsprachlich setzt sich zwar der dativ durch und darf verwendet werden, aber in diesen sphären der korrektheit und wissenschaftlichkeit sollte man weiterhin den genitiv verwenden

Barbarin
10
15.7.2011, 14:38
Dann sollten Sie aber ab und zu...

...ein paar Wörter groß schreiben?

Sie sind etwas erbärmlich...und tun mir sehr leid!

Wünsche Ihnen von Herzen Freunde und mehr Freude im Leben, schönes Wochenende, B

Fritz Wunderlich
31
13.7.2011, 17:36

wie aufregend, diese erkenntnis, kolonialisten haben kolonialistische begriffe verwendet, rassisten rassistische
wow, wer hätte das gedacht
:-)))

das nenne ich mal selbstreferenzialität, resp. sich einen forschungsgegenstand zurechtstutzen, mit minimalen aufwand

Barbarin
00
15.7.2011, 14:36
Es muss heissen...

...mit minimaleM Aufwand! ;-)

insertnamehere
 
23
13.7.2011, 14:47
Vielen lieben Dank.

Mir war bis grade eben überhaupt nicht bewusst, dass man das Wort "Häuptling" ras sistisch interpretieren kann. Oder "Stämme".

Die Forderung, doch besser alle Eigenbezeichnungen der doch nciht so wenigen afrikanischen Völker/Ethnien/Gesellschaften/Sprachfamilien/whatever auswendig zu lernen, find ich allerdings übertrieben bis nicht sinnvoll durchführbar.

Johannes Benn
24
13.7.2011, 12:44
.

wenn derartig offensichtliche ideologieschulung schon als bildung durchgeht brauchtman sich mehr zu wundern dass der gesellschaftliche wert von bildung verfaellt

Barbarin
71
13.7.2011, 13:35
Nachtrag...

...soviele Wissenschaftler, soviele Unis, soviele Titeln....was ist Ihre Qualifikation?

"Mein Kampf" gelesen oder die FPÖ-Homepage?

Der Kluge
12
13.7.2011, 17:45

Sie wissen aber schon, wie sehr gerade die deutschen Universitäten zu linken Vorfeldorganisationen verkommen sind?

Man braucht sich ja nur anschauen, wie diese Leute ausschauen und weiß, von wo der Wind her weht. (linksradikale Hippies)

Und wenn Afrika so toll dasteht und so eine erfolgreiche Kultur hat, wieso gibt es dann so viele Krisen? Das ist doch die klassische Gutmensch-saga: Es muss alles schön geredet werden. Wenn in Somalia Todesstrafe für Atheismus herrscht, ist das bloß eine andere Kultur. Und wenn Kinder verdursten, na dann machen wir irgendwie die Kolonialisten und Imperialisten verantwortlich^^

Barbarin
41
13.7.2011, 13:34
...die Bundeszentrale für politische Bildung?

Beirat:Prof. Dr. Barbara Pfetsch
Professorin am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin; Prof. Dr. Everhard Holtmann
Professor für Systemanalyse und Vergleichende Politik an der Universität Halle-Wittenberg;Prof. Dr. Lars P. Feld
Leiter des Walter Eucken Instituts und Professor für Wirtschaftspolitik, Universität Freiburg;Prof. Dr. Wolfram Hilz
Professor für Politische Wissenschaft an der Universität Bonn;Prof. Dr. Ingo Juchler
Professor für Politische Bildung an der Universität Potsdam;Prof. Dr. Gudrun Krämer
Professorin für Islamwissenschaften an der Freien Universität Berlin;Prof. Dr. Gabriele Metzler
Professorin für Geschichte Westeuropas und transatlantische Beziehungen an der Humboldt-Unive

insertnamehere
 
16
13.7.2011, 14:48

Ich erschauere ehrfürchtig.

Johannes Benn
13
13.7.2011, 10:09
.

ich halte die berichterstattung fuer ein wenig rassistisch, immerhin hat herr inou letztens darauf hingewiesen, dass es falsch ist immer wieder die gleichne stereotype ueber afrika zu bedienen
http://derstandard.at/130818619... -hinterher

Barbarin
51
13.7.2011, 13:36
Hat Ihnen das der Haze gesteckt?

Der elegante Herr von nebenan
 
04
13.7.2011, 09:50

Das ist weniger etwas für unsere Bobo-Trottilas. Da muss man, will man dort helfen, anpacken, muss mithelfen, hat keinen Komfort, ist in einer unwirtlichen Gegend ohne Cafes, Restaurants und vor allem: kein Kamerateam verirrt sich so schnell dorthin um die Helden zu ehren

linker Schlechtmensch
23
13.7.2011, 08:11
Spenden

für neue Waffen? Nicht mit mir.

Barbarin
20
13.7.2011, 11:29
Gute Besserung!

Heiss draussen, gell?

Na hoffentlich denken das nicht auch Ihre Nachbarn, wenn Sie von der nächsten Überschwemmung betroffen sind....! Sanftes Erwachen aus Ihrer Verwirrung!

Der Kluge
26
12.7.2011, 21:39

Das Bevölkerungswachstum beträgt 3%, alle 23 Jahre verdoppelt sich die Bevölkerung. (1.03^23=2)

In Österreich gibt es eine Geburtenrate von 8/1000 Personen und Jahr, weil wir es uns angeblich nicht mehr Kinder leisten können. In Somalia sind es 45.

[Anmerkung: gibt keine exakten Daten, grobe Schätzungen]

Natürlich muss akut und kurzfristig geholfen werden.

Aber daneben muss auch ein nachhaltiger Prozess der Veränderung in Gang gesetzt werden, denn eine derart explodierende Bevölkerung wird in Dürrezeiten einfach nicht zu ernähren sein.

Barbarin
20
13.7.2011, 11:31
Ihr Nick ist ein schlechter Scherz...

...Mangel an allem und hohe Geburtenrate gehen SCHON IMMER Hand in Hand ÜBERALL AUF DIESE WELT!

insertnamehere
 
11
13.7.2011, 14:50
Eben.

Umso richtiger, diesen Zusammenhang, dort wo er auftritt, zu benennen, oder?

Barbarin
10
13.7.2011, 17:51
Zitat vom Klugen:

Aber daneben muss auch ein nachhaltiger Prozess der Veränderung in Gang gesetzt werden, denn eine derart explodierende Bevölkerung wird in Dürrezeiten einfach nicht zu ernähren sein.

Was soll das wohl heissen?

insertnamehere
 
13
13.7.2011, 22:40
Dass es sinnvoll wäre, den Leuten nahezulegen, eine etwas zukunftsträchtiegre Familienplanung zu betreiben?

Beziehungsweise überhaupt eine Familienplanung?

Und nein, ich bin nicht der Meinung, dass zwölf bettelarme Kinder, die nicht lesen und schreiben können, eine bessere Altersvorsorge sind als zB zwei halbwegs gut Ausgebildete.

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