Designierter Rektor Engl: "Streben eine Stand-alone-Lösung an"
Wien - Die Universität Wien will die Lehrerausbildung künftig "mit einer eigenen Subeinheit gänzlich übernehmen". Wie der designierte Rektor der Uni Wien, Heinz Engl, in der Tageszeitung "Die Presse" (Montag-Ausgabe) erklärte, strebt seine Hochschule "eine Stand-alone-Lösung" an. Was dann mit den Pädagogischen Hochschulen (PH) in Wien passieren soll, müsse man noch diskutieren, Engl denkt an "Möglichkeiten zur Kooperation auf Augenhöhe".
Die Uni Wien wolle "die Trägerinstitution sein" und Studienpläne und Rahmenbedingungen festlegen. Auch die geplante Induktionsphase will die Uni Wien organisieren. Bei all dem will Engl aber "sicher nicht auf Expertisen aus den PH verzichten". Auch Fachbereiche wie die Kindergartenpädagogik werde man sich durch Kooperationen ins Haus holen müssen.
Eigenes Finanzierungsmodell gefordert
Der mit Anfang Oktober sein Amt antretende neue Rektor verweist darauf, dass die Uni Wien mit mehr als 7.500 Lehramtsstudenten bereits jetzt die größte österreichische Lehrerbildungseinrichtung sei. Wenn im Zuge der neuen Lehrerausbildung dann mehr Studierende an die Uni Wien kommen, müsse es dafür ein Finanzierungsmodell geben. Zudem pocht Engl auf die Autonomie der Universitäten, die er auch bei der künftigen Lehrerausbildung gewahrt wissen will.
Eine Pädagogen-Ausbildung für alle
Das von der Vorbereitungsgruppe um den Ex-VP-Bundesrat Andreas Schnider vorgelegte Konzept zur neuen Pädagogen-Ausbildung sieht vor, dass es künftig österreichweit nur noch sieben bis neun Einrichtungen geben soll, die jeweils alle Pädagogen für die Altersgruppe null bis 19 Jahre aus-, fort- und weiterbilden. Zur Alternative stehen dabei die Aufwertung der bisher nur für die Pflichtschullehrer verantwortlichen PH zu Pädagogischen Unis, wobei Fachbereiche der Unis eingebunden werden sollen, bzw. eine Ausgliederung der Lehrer-Ausbildung an den Unis in eigene Fakultäten oder in mit Autonomie versehene Schools of Education. (APA)