Sieben Falschparker pro Tag behindern öffentlichen Verkehr

11. Juli 2011, 10:56
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Wiener Linien setzen nun Maßnahmen

Wien - Im ersten Halbjahr wurden Straßenbahnen, aber auch Busse, bereits 1300 Mal von falsch geparkten Autos behindert. Die Wiener Linien appellieren daher an die Autofahrer, auf Gleise und Halteverbote zu achten. In solchen Fällen wird sofort die Feuerwehr alarmiert, die den Weg freiräumen muss. "Dennoch kann ein einziges Auto eine frequentierte Straßenbahnlinie für bis zu 40 Minuten lahmlegen und Verspätungen für tausende Fahrgäste verursachen", berichtet Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Laut Informationen der Wiener Linien sind besonders die Straßenbahnlinien 9, 40, 41, 49 und 60 betroffen. Um "Hotspots" zu entschärfen, wird nun ein Maßnahmenprogramm entwickelt. An der Linie 60 wurde zum Beispiel eine häufig von Falschparkern heimgesuchte Stelle so umgestaltet, dass die Straßenbahn nicht mehr behindert wird. Das ist jedoch räumlich nicht überall möglich. Auch für die Linie 49 arbeiten die Wiener Linien gemeinsam mit Vertretern des siebten Wiener Gemeindebezirks an der Entschärfung der Falschparker-Problematik.

Teures Falschparken

Wer die Straßenbahn behindert, verursacht nicht nur Ärger für die Fahrgäste, sondern auch für seine eigene Geldbörse. So verrechnen die Wiener Linien die Überstunden ihres Personals - der Betrag variiert je nach Ausmaß der Störung. Schadenersatzforderungen der Wiener Linien können dabei mehrere hundert Euro ausmachen. Dazu kommen die Kosten für den Feuerwehreinsatz (Stundensatz ca. 220 Euro) und eine Verwaltungsstrafe. (jus, derStandard.at, 11. Juli 2011)

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    foto: wiener linien
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