Der Bauhaus-Künstler, Sohn von Lyonel Feininger und berühmt durch frühe Fotografien, wirkte in den USA als Maler und Kunstdozent
Boston/Dessau - Der deutsch-amerikanische Maler und
Fotograf Theodore Lux Feininger ist im Alter von 101 Jahren in
Cambridge bei Boston gestorben, teilte sein Sohn Conrad mit. Feininger sei altersschwach gewesen und
am Donnerstagabend friedlich eingeschlafen. Theodore Lux war der
jüngste Sohn von Maler Lyonel Feininger.
Im Juni 1910 in Berlin geboren, studierte T. Lux Feininger Kunst
am Bauhaus in Dessau. In dieser Zeit war er unter anderem auch in der
Bühnenwerkstatt bei Oskar Schlemmer tätig. Von den 30er Jahren an
widmete sich Feininger trotz vorübergehender Begeisterung für die
Fotografie fast nur noch der Malerei. Nach einigen Jahren in Paris
und Berlin emigrierte er 1936 in die USA.
Dort lehrte T. Lux Feininger nach Angaben seines Sohnes in New
York sowie an der Harvard Universität in Cambridge (US-Bundesstaat
Massachusetts) und am Museum der Feinen Künste im benachbarten
Boston. "Nach seiner Pensionierung Mitte der 70er Jahre war mein
Vater nur noch am Malen", sagte Conrad Feininger. Bis in sein 98.
Lebensjahr habe sich der Senior fast täglich künstlerisch betätigt.
Der Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, Philipp Oswalt, würdigte
Theodore Lux Feininger: "Er war einer der letzten großen Bauhäusler
und gehörte zu den Studierenden, die mit ihren seit Mitte der 20er
Jahre geschaffenen Fotografien unser Bild vom Leben am Bauhaus
nachhaltig geprägt haben." Vor allem sein Foto von Bauhäuslern, die
vor dem Dessauer Gebäude Fußball spielen, bekam geradezu ikonischen
Charakter. (APA)