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Der "Aufruf zum Ungehorsam" der kirchenkritischen Pfarrerinitiative könnte auch ganz anders heißen: "Seht, was Sache ist", zum Beispiel. Das versucht jetzt eine Laieninitiative, in scharfe Worte verpackt, dem Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn in einem Brief klarzumachen. Und sie hat im Grundtenor recht.
Denn was die Pfarrer rund um den früheren Wiener Generalvikar Helmut Schüller fordern, ist nichts anderes, als die Anerkennung der Realität. Die da wäre: Dass Wiederverheiratete in katholischen Kirchen die Kommunion erhalten, Laien Predigten - die nur nicht so heißen dürfen - abhalten und verheiratete Priester weiter als Priester tätig sind. Und natürlich ist es auch ein Aufruf zu mehr: Nämlich, all dies ohne Vorbehalte ausnahmslos zuzulassen.
Die römisch-katholische Kirche ist mit den Missbrauchsskandalen in eine tiefe Krise geschlittert. Zwar wurde zur Aufarbeitung der Fälle in Österreich eine eigene Kommission eingerichtet, wie sie nicht einmal der Staat schuf, dennoch suchten tausende Gläubige das Weite. Die Zahl der Kirchenaustritte schnellte in die Höhe, war aber schon zuvor auf hohem Niveau gewesen.
Der Aufruf zum Ungehorsam zeigt, dass all diese Entwicklungen jene, die für eine moderne Kirche kämpfen, nicht in die Resignation getrieben haben. Das könnte man an der Kirchenspitze auch positiv bewerten - Voraussetzung dafür wäre allerdings, die Realität anzuerkennen. (Gudrun Springer, DER STANDARD; Printausgabe, 11.7.2011)
Oder was bedeutet es sonst, einen gefolterten Menschen anzubeten und daraus einenen Lebenssinn für sich selbst abzuleiten. Die Schüller-Initiative ist dies gerade NICHT. Die stehen mit beiden Füßen im Leben und wollen nicht "in der Sünde leben", weil sie die Realität aussprechen und anerkennen. Und nicht daran leiden wollen. Freud nannte es das "Realitätsprinzip".
Das mag manchen heute wie eine Entmündigung aussehen.
Wer im weltlichen Beruf steht, weiß, dass es dort oft einen strikten Gehorsam gibt.
Viele wundern sich manchmal, welche Freiheiten sich Kleriker erlauben können. Dann ist gelegentlich zu hören: In keiner Firma könnte sich ein Mitarbeiter solches erlauben!
Der Gehorsam dem Papst gegenüber, die Treue zu Petrus und seinem Nachfolger, war immer der sichere Weg, auch im Gehorsam zu Christus treu zu sein.
Ubi Petrus, ibi Ecclesia!
Christlicher Gehorsam ist das Gegenteil von serviler Unterwürfigkeit: er ist eine Schule der Freiheit.
(alles: Kardinal Schönborn, Predigt zur Priesterweihe am 24.6.2011)
http://www.erzdioezese-wien.at/content/t... 24/a26174/
Andersrum: Keine Firma könnte sich erlauben:
- keine Steuern zu zahlen
- massivst weltweit die Politik zu beeinflussen versuchen
- Ihren Mitarbeitern/Kunden/Clientel und deren Familien Unglück/Schmerzen/Seelenqualen öffentlich anzudrohen
- Die Ausbreitung von tödlcihen Krankheiten durch interne Vorschriften zu fördern
- Die Menschenrechte zu missachten (Gleichbehandlung, Homosexualität, etc)
- Hundertfach überführte Verbrecher in den eigenen Reihen zu decken
- Sich auf eine ausserirdische Gesetzgebung zu berufen
- soll ich noch weiterschreiben?
also kreuzzüge und ketzerverbrennungen waren"treue im gehorsam zu christus"?
schau, schau, der herr graf zu schönborn - jetzt outet er sich
Diese Menschen haben die KK gar nicht verstanden. Für die Kirche spielt nicht nur die Heilige Schrift, sondern auch die Heilige Überlieferung eine genauso wichtige Rolle. Und es ist der Kirche oder dem Papst gar nicht möglich mit der Überlieferung oder Tradition zu brechen, selbst wenn er es wollte. Die meisten Entscheidungen der Konzile sind unwiderruflich (oder unfehlbar wenn man will).
Und deswegen wird es nie Ordination von Frauen geben und man wird nie Todsünder zur Kommunion zulassen können. Weil das einfach dem Geist der Kirche widerspricht.
Es ist aber auch gut so. Die Kirche muss nicht unbedingt jeden Trend mitmachen...
was heute in der KK gelehrt hat sich lansam im Laufe der Zeit so "zusammengetragen" & wurde dann zur "Überlieferung" festgelegt. . . . so wurde das Pascha-Fest der Juden zum Osterfest, der 25. Dezember wurde erst seit 336 in Rom festgelegt (römischer Sonnenkult), . . . so unwiderruflich auch nicht: die Erde ist nun doch keine Scheibe mehr. . . . dier hl.Nikolaus ist auch nicht so ganz heilig, . . .
Und ja, Entscheidungen der ökumenischen Konzile (zumindest die dogmatischen) sind unwiderruflich. Es ist noch nie passiert, dass die Kirche ein Dogma für falsch erklärt hat. Oder kennst du da ein Beispiel?
Dass die Erde eine Scheibe ist, wurde übrigens schon im Mittelalter lange nicht mehr geglaubt. Und sowieso gehören naturwissenschaftliche Aussagen nicht zum "Glaubens
Diese Menschen haben die KK gar nicht verstanden. Für die Kirche spielt nicht nur die Heilige Schrift, sondern auch die Heilige Überlieferung eine genauso wichtige Rolle. Und es ist der Kirche oder dem Papst gar nicht möglich mit der Überlieferung oder Tradition zu brechen, selbst wenn er es wollte. Die meisten Entscheidungen der Konzile sind unwiderruflich (oder unfehlbar wenn man will).
Und deswegen wird es nie Ordination von Frauen geben und man wird nie Todsünder zur Kommunion zulassen können. Weil das einfach dem Geist der Kirche widerspricht.
Es ist aber auch gut so. Die Kirche muss nicht unbedingt jeden Trend mitmachen...
Die Katholen folgen ihrem Papst, die Quäker ihrem Gewissen, der Hund seinem Herrl, das Wetter den vier Jahreszeiten. Wer immer schönes Wetter haben will, soll halt in den Süden ziehen und wer immer seinem Gewissen folgen will, soll halt Quäker werden.
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wenn euch das thema interessiert: dann lest diesbezüglich NICHT den standard.
wenn euch das thema nicht interessiert: dann lest den artikel nicht und postet hier auch nicht.
das würde das niveau hier gewaltig heben.
(freilich wendet sich dieser weise rat nicht an die korrekt katholischen postenden. denen sei nur gesagt: ich hoffe, jeder von euch hat einen geistlichen begleiter?)
Auch wenn ich Sie entäuschen muss aber Glaube = Dummheit = Ahnungslosigkeit. (Ihre - ungewollte - doppelte Verneinung ist doch der beste Beweis)
Und Sie haben unrecht. Natürlich interessiert es mich und viele andere auch wenn wieder mal ein Kirchenvertreter Kinder mißhandelt oder Frauen schändet.
Irgendwie lustig einer sterbenden Institution beim verfaulen zu zu sehen. Aber bitte lasst die Unschuldigen in Zukunft in Ruh'.
klar, wir gründen unsere (nicht-römisch) katholische kirche. und wir werden unseren anteil am nationalen kirchenvermögen fordern. euch retrorömer lassen wir gerne in frieden, ihr könnt mit den piusbrüdern glücklich werden und weiter an die mär von der wachsenden römisch-katolischen kirche glauben. wir jedoch werden eine menschliche kirche sein, die keine minderheiten und geschiedenen hasst, unmenschliche zölibatsvorschriften abgelegt hat, und die zukunft des katholischen glaubens wird. die römischen intriganten hingegen werden als das überbleiben, was sie einzig sind: eine gemeinschaft alter männer, die es mit dem glauben in wahrheit nicht so genau nehmen, solange sie ihrem luxus in ihren römischen villen frönen können.
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