Karl Habsburg verteidigt revisionistische Aussagen seines Vaters

"Mitschuldige gab es praktisch in jedem Land"

Wien - Kaiserenkel Karl Habsburg verteidigt vorbehaltlos die vielfach kritisierte Aussage seines verstorbenen Vaters Otto über Österreichs Rolle als Opfer Nazi-Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg. In einem Interview mit der Tageszeitung "Kurier" sagte der Chef des ehemaligen Kaiserhauses auf die Frage, ob diese 2008 bei einer von der ÖVP initiierten Gedenkveranstaltung zum März 1938 im Parlament in Wien gemachte Äußerung ein "historischer Fehler" gewesen wäre: "Absolut nicht."

"Von Zeitzeugen habe ich diesen Vorwurf auch nie gehört, nur von Leuten, die es nicht miterlebt haben. Mein Vater hatte mit vielen Menschen zu tun, die bereit waren, für Österreich zu sterben, sich zu verteidigen, einfach um die Existenz Österreichs auch in Zukunft zu gewährleisten. Aber er hat weit darüber hinausgedacht. Dass es auch viele Österreicher gab, die sich mitschuldig gemacht haben, das hat er nie verneint, aber diese Leute gab es praktisch in jedem Land", erklärte der Sohn des ehemaligen Kronprinzen der Donaumonarchie, Ehrenpräsidenten der Paneuropa-Union und langjährigen Doyens der Europaparlamentarier.

Schuldfrage für Kaisersohn ein "Skandal"

Otto Habsburg hatte in seiner damaligen Rede gesagt, es gebe "keinen Staat in Europa, der mehr Recht hat, sich als Opfer zu bezeichnen, als es Österreich gewesen ist". Die Diskussion über die Frage, ob Österreich "ein Mitschuldiger war, oder ob es ein Opfer war", empfand er als einen "Skandal".

Es amüsiere ihn, "wenn manche Leute sagen: 'Endlich sind die Habsburger weg vom Fenster'. Dann schau' ich mich in unserer Familie um und sehe von der schwedischen Abgeordneten (seiner Schwester Walburga, Anm.) über den ungarischen Botschafter (bei der EU, seinen Bruder Georg) bis hin zur georgischen Botschafterin in Berlin (seine Schwester Gabriela), dass diese Familie sich in ganz Europa politisch engagiert und sehr wohl eine Rolle spielt", betonte Karl Habsburg. Das Ziel seines Vaters sei es gewesen, die geografische Dimension Europas auszuweiten. "Je weiter die Grenze der Freiheit gezogen wird, umso sicherer wird dieses Europa, hat er immer wieder gesagt. Für ihn war die EU die Fortsetzung der Reichsidee, des habsburgischen Vielvölkerstaates." (APA)

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sehr interessanter kommentar dazu aus dem KP-umfeld

http://www.kominform.at/article.p... 4170807478

Otto

...ist immer bedingsungslos und mit hohem persönlichen Risiko für Österreich eingetreten, wobei Österreich wahrscheinlich für ihn mehr das "Haus Österreich" bedeutete als die kleine postimperiale Alpenrepublik.

Seine Aussage stimmt daher aus seiner Sicht 100%ig und steht ihm voll und ganz zu.

Und Österreich war natürlich ein Opfer, auch wenn manche - bei weitem nicht alle - "Österreicher" bei den Naziverbrechen mitgemacht haben.

tatsächlich:

lauter opfer:
http://tinyurl.com/674ptdl

oder sollte habsburg diese gemeint haben?
http://tinyurl.com/6fv2es9

und gab es da nicht auch einen in der familie der schmuck aus der schweiz unverzollt einführen wollte?..

das war obe besgter karl...

für sich persönlich

hatte Otto Habsburg recht.

Objektiv betrachtet, war Österreich das Land der Täter und der Opfer. Der Staat wurde mit militärischer Gewalt einkassiert und 10.000ende in den ersten Stunden verhaftet. Das waren die Opfer. 10.000ende und noch mehr haben gejubelt und die ersten auch schon auf die Juden eingedroschen, das waren die Täter.

Otto Habsburg hatte nur mit Opfer Kontakt. Er hat den Einmarsch als militärischen Gewaltakt gesehen, was im Land vorging das wusste er nicht, er war ja im Exil und hatte nur mit ebenfalls geflüchteten zu tun. Daher kannte er persönlich nur die Opfersicht. Und alte Menschen geben die Vergangenheit die sie selbt erlebt haben immer subjektiv wieder.

Ein Herr Doktor könnte aber auch die Geschichtsbücher befragen, die eigenen Erfahrungen um die Erkenntnisse von HistorikerInnen ergänzen etc.

österreich war das erste land das konsequent gegen ns gekämpft hat mit mehr als 1000 toten (bundesheer, polizei, gendarmerie, heimwehr etc 9 von 1933-1938, einen toten regierungschef etc etc.
dass viele österreicher nazis waren ist auch klar (allerdings fühlten sich diese nicht als österreicher sondern als deutsche). auch in der tschechoslowakei gab es viele nazis, ist diese jetzt auch täterland?

Die NSDAP wurde in Österreich schon 1933 verboten - das wird gerne unter den Tisch gekehrt.

einen toten regierungschef

einen toten faschistischen regierungschef, ihr könnt also die taschentücher wieder einpacken....

einen toten regierungschef etc etc.

Jetzt kommen mir die Trennen außer. Kanzler, der als Austrofaschist zu bezeichnen ist, der mit Hitlernazis paktiert (Hitler wollte neue Wahlen in Österreich erzwingen) und sogar mit faschistischen Italien ein Abkommen unterzeichnet hat. Ermordet von einen österreichischen Nazi. 658000 Nazis im Land und damit die größte Dichte an Nazis im Reich. Die Geschichte vom ersten Opfer wurde kurz und sehr treffend von Elie Wiesel gefragt und gleichzeitig beantwortet: "wenn Österreich das erste Opfer der Nazis war, dann welches Opfer waren die Polen?."

Also 8 % der Oesterr waren Anhaenger, in Deutschland waren es aber

es aber 33 % der abgegeben Stimmen bereits 1932 Irgendetwas stimmt da nicht mit Ihrer Rechnung! Ihr Elie Wiesel Zitat, habe ich nicht gefunden, hat er es Ihnen persoenlich uebermittelt ? Ich kenne aber folgendes Zitat: Jeder Jude sollte irgendwo in seinem Herzen eine Zone des Hasses einrichten, gesunden kraeftigen Hass, gegen das, wofuer das Deutsche steht und was im deutschen fortlebt. Anders zu handeln, waere ein Verrat an den Toten."
Ich nehme an Sie sind, als Pole, ein Anhaenger dieser Worte.
Ein Friedensnobelpreistraeger sollte solche Worte nicht gebrauchen und Hass saehen, sage ich der in London im Keller sass, als die Bomben fielen.

Also 8 % der Oesterr waren Anhaenger, in Deutschland waren es aber

Ich rede vom Nazis (Parteibuchträger) und keine Stimmen. Wenn Sie nicht Elie Wiesel Zitat finden dann ist mir auch wurscht. Diese Aussage hat er anlässlich von Vranitzky behauptete Österreichs Opferrolle ausgesprochen. Shalom

Ah geh wirklich ? Wo sind den die Beweise ? Oder zitieren Sie hier die KPOE v 24 04 2005 ?

Im Deutschen Reich wuchsen die Mitglieder bis 7.5 Mill an was etwa 11% der Bevoelkerung war/ohne Oesterreich, wo die Mitgliedschaft 8% der Bevoelkerung betrug.
Ihre Behauptung ist daher eine Luege !
Vranitzky sagte damals: Wir bekennen uns zu allen Daten unserer Geschichte und zu den taten aller Teile unserers Volkes, zu den guten und zu den boesen, Und so wie wir die guten fuer uns in Anspruch nehmen, haben wir uns fuer die boesen zu entschuldigen!" Sorry Ihr Satz kommt gar nicht vor, wieder eine Ihrer Erfindungen ?
Elie Wiesel sagte damals: Gedenken, bedeutet die Verpflichtung, Zeugnis abzulegen." Von Hass sprach er nicht !Wlodzimierz nur weil Sie diese Behauptung schon am 11012009 aufgestellt haben, wird es trotzdem nicht die Wahrheit.

Ah geh wirklich ? Wo sind den die Beweise ? Oder zitieren Sie hier die KPOE v 24 04 2005 ?

KPOE v 24.4.2005 brauche nicht zitieren (sie reden sogar von 700 000 österreichischen Nazis). Ich gehe nicht so weit. Verschiedene Quellen jedoch bewegen sich in den Zahlen zwischen 540 000 bis 658 000 und von Hass habe auch nicht gesprochen. Sie legen immer wieder Wörter in den Mund der anderen (egal ob das Pipi Fax, ich oder byron sully ist). Wenn Ihnen das eine oder andere nicht passt dann haben Sie erstens Recht und zweitens wenn Sie kein Recht haben siehe Punkt eins. Hm Sie antworten nicht ein mal auf eine Polemik mit dem Artikel von Hr Kirchgasser "Mitteleuropa: Eindrücke mit Nachhaltigkeit". Das kann doch nicht wahr sein: Polen hilft mit Stipendium ein Paar Hundert weißrussischen Studenten weiter in Polen zu studieren. Nein, nein,

Also doch, gluehender Anhaenger der alten Sowjetunion und des neuen Gasimperialistischen Russlands !

Jemand der mit User pipifax kuschelt, der vor lauter Russlandtreue die Fakten nicht mehr sieht, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen !
Ist es nicht die "pflicht" der Polen ihren polnisch sprechenden Landsleuten im Ausland zu helfen?. Bei mehr als 300000 polnisch sprechenden landsleuten in Weissrussland sind 27000 ausgestellte Polnisch Card grad mal 5 % davon studieren einige hundert in Warschau. Nebbich, wuerde meine Mutter sagen oder wenn Sie wollen nieboga! in deitschland studieren einige tausend weissrussland und die deutschen machen nicht so ein Aufsehen darueber, wie die Polen. Was soll ich noch dazu sagen ? Nebbich !

nieboga! Was soll das heissen. Das weder polnisch noch ...

chinesisch ist. Also sprechen Sie die Sprache, die Sie verstehen. Kirchgasser spricht von Hunderten und nicht von Hundert. Abgesehen davon. Das sind Studenten die aus den weißrussischen Unis raus- geschmissen wurden und nicht freiwillig ihr Land verlassen haben (wie nach Deutschland). Na gut, das ist auch für Sie schwer zu kapieren. Huldigen Sie weiter ihren Lukaschenka. Seine und Tage und seiner KGB Spione werden auch ein mal vor Gericht landen. Und zu Recht.

Sie sollten deutsch lesen lernen: ich habe "einigen hundert" geschrieben, Sie von "paar hundert" und es sind nicht jene die von der Universitaet rausgeschmissen wurden, d behaupten Sie! Diese gehen lieber nach Deutschland oder Moskau, sondern es sind zu 99 % polnisch sprechende Weissrussen, die lieber in Warschau in ihrer Muttersprache studieren wollen.
Zu "nebbich": jeder Pole der etwas von juedischer polnischer geschichte kennt weiss d dieses Wort aus dem polnischen stammt u zwar nieboga oder nieboze, so viel wie "armes Ding oder Maedchen" heutzutage wird es fuer "unwichtig" "unbedeutend" verwendet.
Ausserdem, d deutsche Sprichwort heisst: Alter schuetzt vor Torheit nicht" Was doch ganz was anderes ist. Oder ?

nieboze

Auch das ist falsch. Entweder na Boga. oder nie Boze, was auch beide verschiedene Bedeutungen sind. Bog wird immer groß geschrieben.

soviel ich bislang herausgefunden habe, hat polen während der weimarer republik auf eine möglichkeit eines überfalles auf deutschland gewartet - hat sich halt nicht ergeben...

soviel ich bislang herausgefunden habe, hat polen während der weimarer republik

Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass Polen (übrigens auch andere Nation war in diesem Krieg involviert) zu diesem Zeitpunkt gegen SU gekämpft hat? Also ihre "Quelle" ist falsch. SU wollte schwäche der Weimarer Republik (Nationalsozialisten und Kommunisten sg. Rote Räte) nutzen und sich mit den Berliner Kommunisten vereinigen. Auf dem weg stand aber Polen was auch recht der Nationalsozialisten war. Also wie könnte Polen gleichzeitig gegen Deutschland und Russland nach erst zwei Jahre errungener Freiheit bewerkstelligen? Also bisschen denken.

meine quelle: "Das Dritte Reich" von Kurt Zentner. Ausgabe aus dem Jahre 1965. Oberschlesien wurde damals geteilt und an Polen eingegliedert - obwohl eine volksabstimmung dagegen war.
die reichswehr durfte damals auch nicht mehr als 100.000 mann haben. da hätten die polen schon ein leichtes spiel gehabt...

meine quelle: "Das Dritte Reich"....

Und meine Joachim Fest "Hitler" und fast (1889-1945) gleichnamiges Buch von Ian Kershaw, Ausgaben 1995 bzw 2009. Aber auch W.C Churchill "Der zweite Weltkrieg" ist deutlich. Was haben schon die Polen nicht gemacht?. Auf eigenem Territorium Armeeübungen abgestattet und damit Hitler provoziert. Gliwice Radiosender überfallen zu haben und natürlich den Grund Krieg zu entfesseln gegeben. Dabei im "Mein Kampf" ist Hitler ohne Zweideutigkeiten klar in seiner Aussage. Drang nach Osten, Vernichtung der Juden und unterjochen anderer Völker, Österreich "Heim zu holen" (was eifrig und wie von einem Vasallen zu erwarten war, war auch kein Kunst). Beim Fakten bleiben und nicht was wäre wenn.

da ich von zeiten der weimarer republik gesprochen habe, und nicht vom jahre 1965, werde ich keine weitere stellung hiezu nehmen...

Und wo ist der von Ihnen behauptete ....

Polens Willen einen Krieg gegen Weimarer Republik zu führen. 1965 Zeit des Revisionismus und kalten Krieges. Da war die Steinbach noch ein "Kindchen". Hupka und Czaja haben bei Ihnen und den Kommunisten (Lukaschenka, ein Fan des Diktators) Standard Leser4 tiefe Spuren hinterlassen. Wir leben in 21 Jahrhundert und Giftzwerg Österreich bleibt schon immer ein Zünder (wie schon öfters in der Geschichte). Nicht polnische Freischärler, sondern Schlesier die Ihnen lieber Polen war. Aber, wie gesagt auch Störfälle aus Österreich werden die Beziehungen Deutschland-Polen nicht die beide Länder aus dem richtigen Weg abbringen. Und das ist gut so. Und das nur zählt.

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