Tiflis hält an Spionagevorwürfen gegen Journalisten fest

9. Juli 2011, 17:28
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    foto: reuters/mdzinarishvili

    Georgische Fotografen protestieren am Freitag Abend vor dem Innenministerium in Tiflis gegen die Festnahme ihrer Kollegen.

Regime geht gegen Pressefotografen vor

Tiflis - Drei in Georgien wegen Spionage festgenommene Fotografen haben nach Angaben des georgischen Innenministeriums geheime Informationen an Russland übermittelt. Ein Fotograf der Bildagentur EPA habe Aufnahmen von zwei anderen Fotografen, die dafür Geld bekamen, an die Geheimdienstabteilung des russischen Verteidigungsministeriums weitergeleitet, erklärte das Ministerium in Tiflis am Samstag. Bei der Festnahme am Donnerstag sei vertrauliches Material über den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili sowie Pläne des Präsidentengebäudes gefunden worden.

Ein Gericht in Tiflis ordnete am Samstag eine zweimonate Untersuchungshaft für die drei Männer an, nachdem sie zuvor formell angeklagt worden waren. Medienberichten zufolge erklärten ihre Anwälte vor Gericht, ihre Mandanten seien unschuldig. Unter den dreien ist auch der persönliche Fotograf des Präsidenten, Irakli Gedenidse. Dessen ebenfalls festgenommene Frau, die Fotografin Natia Gedenidse, ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Die Spannungen zwischen Georgien und Russland waren im Sommer 2008 in einer kurzen militärischen Auseinandersetzung um die abtrünnigen georgischen Regionen Abchasien und Südossetien eskaliert. (APA)

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15 Postings
cremeflöte
 
30
11.7.2011, 11:51
spionage

ist ein ernster vorwurf. die georgischen ermittler tun gut daran, ihre ermittlungsergebnisse transparent zu machen.
das festsetzen von fotografen ist aber kein angriff auf die medienfreiheit. die betroffenen waren ja zum teil im auftrag der regierung tätig und nicht bei missliebigen medien.
wenn sie dreck am stecken haben und tatsächlich material an den kriegsgegner russland geliefert haben, ist ihnen strafe gewiss. je nach schwere des vergehens klingt das nach (hoch)verrat. dagegen schützt auch der beruf des forografen nicht.
aber -wie gesagt- sobald ermittlungsergebnisse vorliegen, müssen sie möglichst transparent gemacht werden.

cremeflöte
 
41
11.7.2011, 11:43
berichterstattung ist tendeziös

die georgische regierung ein regime zu nennen ist schlechter tendenzjournalismus. die ursprüngliche neutrale bedeutung des wortes hat nunmehr einen negativen inhalt und wird für diktaturen oder nicht legitimierte regierungen verwendet.
das trifft aber auf die derzeitige georgische regierung nicht zu.

uabigboss
04
10.7.2011, 18:43
wo ist er ...

unser JosephEU .. der Kabarettist der mit allen über alle demokratischen Entwicklungen in UA, BY, GE, ... geredet hat und so ein glühender Verfechter der Präsidenten Saakashvili/Yushtshenko ist ....

tramtatam
03
10.7.2011, 14:01
vertrauliches Material über den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili

was könnte das wohl sein: neue Krawattenmahlzeit aufgezeichnet?

Karl Heiden1
00
10.7.2011, 23:01

Die hebt er sich für die Begräbnisfeierlichkeiten Otto Habsburgs im Stephansdom auf, wenn wieder eine Armada von TV-Kameras auf ihn gerichtet sein wird.

anyuser
 
013
10.7.2011, 10:02
Die Spannungen zwischen Georgien und Russland waren im Sommer 2008 in einer kurzen militärischen Auseinandersetzung um die abtrünnigen georgischen Regionen Abchasien und Südossetien eskaliert. (APA)

Das ist aber nett schöngeschrieben.

Georgische Truppen haben in der Nacht von Zivilisten bewohnte Städte mit schwerer Artillerie beschossen und die dort stationierten russischen Friedenstruppen (mit OSZE Mandat) bombardiert.

Weiters sind die "abtrünnigen" Republiken im sowjetischen Staatsverband erst vom (Georgier) Stalin der georgischen Teilrepublik zuerkannt worden, was auch nach damaligen Gesetzen illegal war. Nach der Auflösung der UdSSR haben sich diese Teilrepubliken gegen den Anschluss an Georgien gewehrt, was aber international geflissentlich ignoriert wurde.

Nur so als Korrektiv zur APA

natia leps
00
Georgien

Viele Überlebende in Südossetien berichten aber etwas ganz anderes.Nach dem Doku-Film,den 2 russische Journalisten kurz nach dem Krieg in den abtrünnigen Provinzen gedreht haben,um die wirklichen fakten aufzuzeigen,steht fest:(der Film ist in Russland awlbstverständlich verboten)Zchinwali wurde schon am 4.August schon völlig evakuiert,es war also KEINE menschenseele da,als Georgier einmarschiert sind.Wie kann man behaupten,georgische Soldaten hätten unter Umständen auf Zivilbevölkerund geschossen.Es war Russland,das in den Medien die berühmten Fotos aus Gori nach der russischen Eingriff die als von Zchinvali "verkauft"hat,um alle irre zu führen.Man sollte besser recharchieren

natia leps
00
Georgien

Oder wird es als normal angesehen,wenn Deutschland,nämlich Berlin,den Bezirken Wedding,Neukölln und Kreuzberg eine Autonomie gibt,weil dort meistenteils Türken und Araber wohnen.Sollen die hinterher auch mal Anspruch auf ihr eigenes Land innerhalb von Deutschland erheben.Es würde den Deutschen bestimmt nicht gefallen.Warum sollten georgier es gutheißen

natia leps
00
Georgien

Gott bewahre,dass manche hier das russische Vorgehen in Georgien im August 2008 rechtfertigen.Ich bin mir nicht sicher,dass Georgien der Krieg wollte.Von wegen?Wer ist denn dort so dumm,gegen russische Truppen anzukämpfen?Es war immerhin Russland,das Georgien mit Krieg drohte,als noch Schewardnadze in Georgien Präsident war.Stalin hat Südossetien und Abchasien nur Autonomie gegeben,der hat ihnen sozusagen Dach überm Kopf gegeben,aber das bedeutet durchaus nicht,dass er Abchasien und Südossetien das Land geschenkt hat.Wie muss denn ein Land vorgehen.wenn alle ethnische Gruppen Anspruch auf eigenes Territorium innerhalb des Landes erheben?Sollte man die alle als selbständig anerkennen?

cremeflöte
 
21
12.7.2011, 08:45
russische gewaltanwendung

Der Tagliavini-Bericht erklärt im Kapitel 6 Teil 4 alle russischen Gewaltanwendungen im Georgienkrieg als nicht gerechtfertigt, ebenso alle Gewaltanwendungen der Abchasen in Teil 5. Die Gewaltanwendungen der südossetischen Seite mit dem Beschießen georgischer Dörfer vor dem 7.8. verletzte das Gewaltverbot, welches für den Konflikt maßgeblich war. Die Gewaltanwendungen nach dem 12.8. nach dem Rückzug der georgischen Einheiten waren illegal.

Der Bericht bestätigt auch die Anwesenheit regulärer russischer Streitkräfte in Südossetien vor dem 7.8. und die große Zahl an Provokationen zuvor auf georgischem Territorium.

cremeflöte
 
41
11.7.2011, 14:48
stalin

war ossete, der in gori aufgewachsen ist.

wenn sie aber damit sagen wollen, dass die region zchinwali ( fälschlicherweise so genanntes "Südossetien") aus der stalins familie stammt sowieso immer zu georgien gehört hat: nun denn, d'accord!

jaen-dos
04
11.7.2011, 16:19
typisch ossetischen namen Dzhugaschwili)))

und was Berija? wahrscheinlich ein abchase)))

natia leps
00

Es gibt übrigens zwei verschiedene georgische Schreibweisen von Dzhugaschvili:eins mit "?",dem lateinische Buchstabe "G"entspricht,das andere mit "?",der eigentlich kein Äquivalent im Lateinischen hat und als wiederum "G"verstanden wird.der eine Name ist Ossetinisch,der andere Georgisch.also,Stalin war ein Georgier.(kein Osseter).soviel dazu.aber was für Untaten Stalin und Beria damals gemacht haben,wieso ist es denn jetzt die Schuld der Nachkommen.Man sollte doch die heutigen Deutschen nicht dafür beschuldigen,was Hitler in 30er Jahren und auch nachhinein verbrochen hat.

Peter_23
02
10.7.2011, 19:46
Danke.

im Klartext
13
Wenn sonst nichts aus dem Hut gezaubert werden kann,

dann sind es immer die Journalisten und Pressefotografen die Bauernopfer!
Und die müssen auch noch froh sein, in den genannten Staaten nicht heimtückisch ermordet zu werden!

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