Maria Kwiatkowsky 1985-2011

Die deutsche Schauspielerin, fixes Mitglied der Volksbühne Berlin und Locarno-Preisträgerin, war 2010 auch Gast der Wiener Festwochen

Wien  - Die deutsche Schauspielerin Maria Kwiatkowsky ist am 4. Juli im Alter von 26 Jahren in Berlin gestorben, teilte die Volksbühne Berlin am Freitagabend in einer Aussendung mit: "Mit Maria Kwiatkowsky verliert nicht nur die Volksbühne ein außergewöhnliches Talent. Ihr dynamisches und in ihrer Jugendlichkeit doch lebensweises Schauspiel hinterlässt eine gewaltige Lücke" . Nach Angaben von "nachtkritik.de" war Kwiatkowsky am Donnerstag in ihrer Wohnung tot aufgefunden worden, sie starb aufgrund eines Herzstillstands.

Kwiatkowsky wurde - nach mehreren Arbeiten mit dem Jugendtheater der Volksbühne P14 - 2010 fest an der Volksbühne Berlin engagiert. Seit 2009 spielte sie dort unter anderem in den Inszenierungen "Nach Moskau! Nach Moskau!" und "Der Kaufmann von Berlin" in der Regie von Frank Castorf. Die Schauspielerin hat mit Werner Schroeter, Andrij Zholdak, Sebastian Baumgarten und Ivan Panteleev gearbeitet.

Die 26-Jährige spielte auch in vielen Kino- und Fernsehfilmen und Hörspielen. Für ihre Hauptrolle in "En Garde" erhielt sie 2004 den Preis für die beste weibliche Hauptrolle beim Internationalen Filmfestival Locarno, von der Zeitschrift "Theater heute" wurde sie zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres 2010 gewählt. 2010 erhielt sie außerdem die Goldene Kamera als beste Nachwuchsschauspielerin im Film. 2010 war Kwiatkowsky auch bei den Wiener Festwochen in ihrem Stück "Nach Moskau! Nach Moskau!" zu sehen. (APA)

Anm. d. Red.: Wiedergegeben ist der Faktenstand der Agenturen von Freitagabend, an dem sich bis Sonntagabend nichts Substanzielles geändert hat. Die "Berliner Morgenpost" hat online Vermutungen publiziert, ohne für diese Quellen zu nennen, die "Bild" zitierte die "Morgenpost". Die Vor-Ort-Insider der Berliner Theaterplattform "nachtkritik.de" haben sich am Samstagabend in einer redaktionellen Mitteilung dagegen verwehrt, "Spekulationen oder unüberprüfbare Tatsachenbehauptungen" zu veröffentlichen.

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