Motorrad-Verbot nach blutigen Anschlägen

8. Juli 2011, 18:37

Mindestens 40 Menschen von Radikalislamisten ermordet

Addis Abeba/Maiduguri - Nach den jüngsten Anschlägen einer radikalislamischen Sekte in der Stadt Maiduguri im Nordosten Nigerias haben die Behörden jetzt Motorräder von den Straßen verbannt. Mitglieder der Gruppe Boko Haram hatten in den vergangenen zwei Wochen mehrmals Menschen von Motorrädern aus erschossen und Bomben in Biergärten geworfen. Dabei waren nach Angaben des britischen Senders BBC mindestens 40 Menschen - überwiegend Polizisten und Sicherheitskräfte - getötet worden.

"Das Verbot bezieht sich sowohl auf private wie auch auf kommerziell genutzte Motorräder aller Kategorien im gesamten Stadtgebiet von Maiduguri", sagte ein Sprecher der Regionalregierung von Borno. Für viele Einwohner stelle dies ein Problem dar, da Zweiräder das bevorzugte Verkehrsmittel seien. Die meisten Menschen in der Stadt könnten sich kein Auto leisten, hieß es.

Die Boko-Haram-Sekte lehnt jeden westlichen Lebensstil ab, darunter vor allem auch das Trinken von Alkohol. Die 2002 gegründete Gruppe bezeichnet sich selbst auch als "nigerianische Taliban" und hat in den vergangenen zwei Jahren immer wieder Anschläge auf Polizeieinrichtungen und christliche Kirchen verübt. (APA)

Malkaye
01
wäre schön wenn afrika es fertig bringt, ohne die einmischung westlicher staaten, problemstaaten wie nigeria zu teilen.

dann gäb's kein innerstaatliches religiöses problem und die muslime könnten sich mit ihrem radikalen problem selbst authentisch auseinander setzen.

und die wirtschaft könnte dank der stabilität auch endlich wachsen. unglaublich, welches potential in nigeria verschwendet wird.
140 mio. einwohner und politisch unbedeutender als das vor-bombardierte 6 mio. libyen.

Dagmar Rehak Wien
 
30

Die Entstehungsgeschichte dieser angeblich radikalislamischen Sekte würde mich schon interessieren.
Vielleicht habe ich einen Verschwörungswahn, aber mich dünkt, es soll jene Religion, die als letzte das in ALLEN Religionen geltende Zinsverbot weitgehend einhält, diskreditiert und von in Wirklichkeit ziemlich unislamischen Mächten unterwandert werden.

Wir zucken schon brav vor Angst aus, wenn wir irgendwo Islam hören oder lesen, und den "herkömmlichen" Vertretern dieser Religion wird auf diese Weise vorgeworfen, sie wären schon von der Idee her gewalttätig. In Wirklichkeit soll die -istische Form, die als das Original dargestellt wird, durch eine "gemäßigte" Form ersetzt werden, wo so grausliche Sachen wie Zinsverbot nicht mehr vorkommen.

a grünes stricherl
 
00
11.7.2011, 17:14
das islamisten vorwiegend muslime töten weil sie nicht "islamisch" genug sind ignorieren sie hier absichtlich?

Martin Müller10
 
02
Die BOKO HARAM wollen wohl die Wahabiten Halal rechts überholen

Es wäre sehr erfreulich wenn sich alle wichtigen islamischen Würdenträger einmal gemeinsam zum Thema religiös motivierte Gewalt äußern. Wenn ein Teil der Menschheit schon unbedingt ihren "Gott, Allah, Buddha" haben müssen dann wenigstens ohne Bomben!

Johnny Brainstorm
20
26.8.2011, 17:35

Ach, die USA bombt auch für ihren "Dollar"...

Vincent_Vega
05
Die Boko-Haram-Sekte lehnt jeden westlichen Lebensstil ab, darunter vor allem auch das Trinken von Alkohol.

schön, es zwingt sie keiner das zu tun
warum also anschläge verüben?

der nächste lehnt radikalislamismus ab und verübt anschläge auf deren moschee, finden die sicher genauso wenig lustig...

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