Von Naturwissenschaft ins Management

8. Juli 2011, 17:23
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Bewerber stellten sich dem Hearing für das STANDARD-Stipendium für den General Management MBA der TU Wien und der Donau-Uni Krems

Für Personen mit einem fachspezifischen Studium, aber ohne wirtschaftliches Know-how wurde vor mittlerweile zwölf Jahren der General Management MBA von Technischer Universität Wien (TU) und Donau-Universität Krems entwickelt. Bereits zum dritten Mal vergibt der Standard dafür ein Stipendium. Renate Kastner, sie studierte Genetik und Mikrobiologie an der Uni Wien, konnte dabei am besten überzeugen.

Der Expertenbeirat setzte sich diesmal aus Marlies Buxbaum, Gründerin des Expertennetzwerks Beraterzentrum Dorotheergasse (Bzd), Silvia Buchinger, HR-Chefin der Telekom Austria Group, Manuela Vorwerk, Personalmanagerin bei Rehau Österreich und Südosteuropa, und Elisabeth Cziep, Inhaberin des gleichnamigen Architekturbüros in Wien, zusammen. Die Universitäten waren durch den Lehrgangsleiter Wolfgang Aussenegg und Petra Aigner, beide von der TU, und die Lehrgangskoordinatorin Andrea Höltl (Donau-Uni) vertreten.

"Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl, nicht nur jetzt beim Stipendium-Hearing, ist es, eine Vision für den künftigen Karriereweg zu haben, und die Frage, wie produktiv ein MBA da eingebettet werden kann", sagt Marlies Buxbaum. Beim Hearing komme es dann auch noch auf die Argumentation an. Dass Naturwissenschafter und Techniker mit profundem wirtschaftlichem Know-how von Unternehmen gesucht werden, bestätigten alle Beiratsmitglieder.

Renate Kastner betreibt derzeit Grundlageforschung bei der St. -Anna-Kinderkrebsforschung - Anfang nächsten Jahres endet diese Postdoc-Stelle. Ihre berufliche Zukunft sieht sie nach mehreren Jahren an wissenschaftlicher Berufserfahrung in der Privatwirtschaft. Für das Stipendium habe sie sich auch deshalb beworben, weil sie die Karrierewege von Absolventen, die auf der Website der Donau-Uni dargestellt werden, überzeugt hätten, sagt sie. Denn ohne wirtschaftliche Grundlagen sei der Einstieg in die Wirtschaft für Naturwissenschafter schwer.

In den nächsten zwei Jahren kann sie sich diese jetzt aneignen. Neben der Vermittlung wirtschaftswissenschaftlichen Basiswissens sowie den Prozessen und Instrumenten im General Management im ersten Studienjahr stehen im dritten Semester vertiefende Fächer oder auch ein Vollzeitstudium an einer ausländischen Partneruniversität zur Auswahl. Im vierten Semester wird eine praxisorientierte Masterthesis verfasst. (Gudrun Ostermann /DER STANDARD; Printausgabe, 9./10.7.2011)

  • Renate Kastner hält das Stipendium bereits in den Händen. Der Expertenbeirat (v. li.), Elisabeth Cziep (Cziep Architekten), Manuela Vorwerk (Rehau), Wolfgang Aussenegg (TU Wien), Marlies Buxbaum (Bzd), Petra Aigner (Continuing Education Center TU Wien), Silvia Buchinger (Telekom Austria Group) und Andrea Höltl (Donau-Universität Krems) gratulierten.
    foto: standard/fischer

    Renate Kastner hält das Stipendium bereits in den Händen. Der Expertenbeirat (v. li.), Elisabeth Cziep (Cziep Architekten), Manuela Vorwerk (Rehau), Wolfgang Aussenegg (TU Wien), Marlies Buxbaum (Bzd), Petra Aigner (Continuing Education Center TU Wien), Silvia Buchinger (Telekom Austria Group) und Andrea Höltl (Donau-Universität Krems) gratulierten.

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