Filesharing

Medienrechtsvertreter sagen Filesharern den Kampf an

8. Juli 2011, 15:50
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    foto: derstandard.at

    Nicht nur die Aufnahme auf Kassetten auch das Tauschen von digitalen Musikstücken ist illegal

RIAA hat die Herausgabe der Identität von Torrent-Seiten vor Gericht erwirkt

Wie Torrentfreak berichtet arbeiten amerikanische Medienrechtsvertreter mit Internetprovidern zusammen um Filesharern per E-Mail vor Urheberrechtsverletzungen zu warnen. Mit dieser Vereinbarung hoffen RIAA, MPAA und Co den illegalen Download von geschützten Werken zu unterbinden. Durch diese Koalition sind Internetprovider nicht gezwungen vermeintlichen Internetpiraten den Internetzugang zu sperren.

Die Vereinbarung beinhaltet folgendes, eine unabhängige Stelle beobachtet Filesharing Netzwerke und sammelt die IP-Adressen von mutmaßlichen Urheberrechtsverletzern. Die Daten werden in einer Datenbank gespeichert und an die Internetprovider weitergeleitet, damit diese ihre Kunden warnen können. Ähnliches fordern die Urheberrechtsvertreter in Deutschland.

Fünf Warnungen bevor etwas passiert

Die User werden informiert, dass ihr Internetzugang dazu benutzt wurde, urheberrechtlich geschützten Inhalt zu tauschen und was sie tun können, um dies in Zukunft zu verhindern. Das Spiel wiederholt sich fünf Mal, erst dann drohen dem Kunden Konsequenzen. Diese können entweder aus der Drosselung der Internetgeschwindigkeit oder der Umleitung der Verbindung zu der Website des Abuse Departments des Internet Providers.

RIAA geht vor Gericht

Doch die RIAA setzt im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen nicht nur auf die Koalition mit den Internetprovidern, sondern hat auch eine Beschwerde vor Gericht gebracht und Recht bekommen die Identität der Betreiber hinter drei großen Torrent-Seiten zu erfahren. Das Bezirksgericht des District of Columbia lud Whoisguard.com, einen Service den Websitebetreiber benutzen, um nicht in der WHOIS Domain Datenbank aufzuscheinen, nun vor, um auszusagen.

Whoisguard.com

Die RIAA will von Whoisguard.com wissen, wer hinter den Seiten Monova.org, Bitsnoop.com und Limetorrents.com steckt, da sie davon ausgeht, dass es auf diesen Seiten zu Urheberrechtsverletzungen gekommen ist. Ein Betreiber dieser Seiten zeigte sich gegenüber Torrentfreak über die Vorladung überrascht, da sie bisher jedem Ansuchen der RIAA nachgekommen sind.

Was genau der Verband der Musikindustrie damit bezwecken möchte ist nicht ganz klar, aber es scheint als wolle er den Druck auf die Betreiber von Torrent-Seiten und Services, die diese nutzen, erhöhen, um ihnen die Arbeit zu erschweren.

Es wird sich zeigen, ob alle diese Maßnahmen dazu beitragen können, den Tausch von illegalen Dateien zu reduzieren. (soc)

Kommentar posten
12 Postings
BlackFriday
 
00
30.7.2011, 11:39

ich will ein t-shirt mit dem log^^

Mathias
 
01
12.7.2011, 12:27
Nicht nur die Aufnahme auf Kassetten auch das Tauschen von digitalen Musikstücken ist illegal

MOMENT!

Es gibt auf Kassetten, VHS-Kassetten, CD-Roms, Festplatten eine Leervergütungsabgabe. Man bezahlt quasi schon für die Möglichkeit, Privatkopien anlegen zu können.

WAS ist jetzt daran illegal??

Diese Raubritter der Industrie gehören wieder mal vor Gericht "gestutzt"!

NONE
00

Der freie Internetzugang ist ein grundlegendes Recht.

Die Musikmafia kann sich zum Teufel scheren.

Unbekannter
00
USA

Die RIAA arbeitet aber nur in den USA, also betrifft es eher US-User.
Vor allem, was soll das sein

"[...] sammelt die IP-Adressen von mutmaßlichen Urheberrechtsverletzern. Die Daten werden in einer Datenbank gespeichert und an die Internetprovider weitergeleitet, damit diese ihre Kunden warnen können."

Oder anders gesagt: Es werden auch Kunden gewarnt, die garnichts illegal down/uploaden, bzw. die komplett unschuldig sind?

politikistderwahnsinnpur
013
es wird zeit

die unterhaltungsmafia zu formatieren.

no_milk_today
00

aber im ernst ... erinnert mich ein wenig daran:

http://www.heise.de/tp/artike... 055/1.html
USA wollen Urheberrechtsverstöße weltweit verfolgen

US-Behörden verlangen die Auslieferung eines britischen Studenten, der eine Website mit Links zu Raubkopien betrieben hat, als Rechtsgrund wird die Registrierung einer in den USA verwalteten Domain geltend gemacht

Taran
03
Unglaublich welche Macht diese Konzerne bereits über die US-Regierung haben.

Mit Geld (Dem Geld der Leute die Unterhaltungsprodukte kaufen) werden Gesetze und Politik gekauft und die Menschenrechte untergraben.
Der Heise-Artikel ist sehr interessant.

no_milk_today
00

den Druck auf die Betreiber von Torrent-Seiten

---

nur torrent?

JaeklChristian
 
00
Windmühlen

Der Kampf gegen Windmühlen schreitet voran ... =)

STiAT
03

Bei Musik muss ich gestehen habe ich schon länger nichts mehr illegal geladen.

Seit es amazonmp3, 7digital und co gibt, kaufe ich dort ein.

Wenn das nun die Filmindustrie schafft mit vernünftigen Preisen, brauche ich die illegalen Seiten ohnedies nicht mehr.

WeltEnSTurm
03

Wenn wir illegal Musik runterladen verdienen die Musizierer (nicht Produzenten) 10% weniger vom Preis, den wir zahlen müssten.

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