Aussehen zählt in jeder Lebenslage

10. Juli 2011, 14:10
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Der Astra Sports Tourer legt einen stilistisch (und überhaupt) überzeugenden Auftritt hin

Vergangene Woche ging es an dieser Stelle um das flotteste Teil aus dem Opel-Regal, den Insignia OPC mit Allrad und 325 PS, diesmal haben wir zum Ausgleich ein braves Vernunftmodell getestet. Den Astra Caravan - nein, darf man ja nicht mehr sagen, Opel-Kombis heißen neuerdings Sports Tourer.

Weil wir alle nicht jünger werden, hat das phänomenale Opel-Presseteam in Wien-Aspern dem STANDARD gleich die komfortabelste Version anvertraut: Astra Sports Tourer 2,0 CDTI mit 165 Diesel-PS und 6-Gang-Automatik. Bequemer geht kaum, und deshalb haben wir die zusätzliche Möglichkeit, den Fahrbetrieb anzuschärfen, indem man nämlich die Sport-Taste drückt, nur ein-, zweimal gewählt, der Vollständigkeit des Testeindrucks halber.

Kehrseite der Medaille: Mit Automatik ist der Opel-Diesel nicht unbedingt ein Sparmeister, im - wie gewohnt stadt- und autobahnlastigen - Testbetrieb gönnte sich die Maschine um die acht Liter auf 100 km. Nicht die Welt, aber eben auch nicht weltmeisterlich. Und es gibt leisere Selbstzünder.

Der Astra tritt, wie immer schon, an gegen die ganze Liga der Golfklasse-Kombis, als momentane Hauptkonkurrenz zu nennen sind wohl VW Golf Variant, Ford Focus Traveller, Renault Mégane Grandtour und der potthäss... - pardon: stilistisch nicht rundum geglückte Peugeot 308 SW. Ford und Renault sind Belege dafür, dass das trendige Thema Lifestyle-Kombi nun auch in dieser Liga angekommen ist. Und wie nach dem Insignia Sports Tourer zu erwarten, stößt ab sofort auch der Astra-Kombi in dieses Horn.

Die Coupélinie bewirkt dreierlei: Erstens ein ungewöhnlich gefälliges Äußeres. Das ist ein wirklich fesches Auto geworden, Kompliment an die Opeldesigner. Zweitens folgt daraus die etwas beschränkte Übersicht nach hinten beim Einparken, was aber kaum mehr von Relevanz ist bei all den Einparkhilfen heute, vom Distanzpiepser angefangen bis zur Rückfahrkamera.

Drittens hat das Konzept Auswirkungen auf die Ladekapazität und -freundlichkeit, indem durch die abfallende Dachlinie einfach die Laderaumhöhe abnimmt. Der Astra bringt es trotzdem noch zu beachtlichem Ladevolumen, 500 bis 1550 l - das ist mehr als etwa beim neuen Focus-Kombi (4,56 m lang, 476 bis 1516 l), allerdings musste der Opel dazu auf 4,70 m Länge wachsen - kompakt ist das nun wirklich nicht mehr.

Angenehm im Fahralltag sind natürlich auch die vielen Fächer und Ablagen, insgesamt ist der Astra Sports Tourer also ein überaus durchdachtes Fahrzeug, das einmal mehr die enorme Raum(konzept)kompetenz von Opel bezeugt. (Andreas Stockinger/DER STANDARD/Automobil/08.07.2011)

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  • Seit dem Insignia Sports Tourer ist es offenkundig, dass auch Opel mitmacht beim Lifestylekombi-Trend. Hier nun eine Ecke kleiner, kompakter: Astra Sports Tourer. Fesch, praktisch, gehaltvoll.
    foto: stockinger

    Seit dem Insignia Sports Tourer ist es offenkundig, dass auch Opel mitmacht beim Lifestylekombi-Trend. Hier nun eine Ecke kleiner, kompakter: Astra Sports Tourer. Fesch, praktisch, gehaltvoll.

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