Schmerzengeld nach Mobbing-Attacke durch Chef

8. Juli 2011, 10:59
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    foto: apa/patrick sinkel

    Schmerzengeld für Mobbing-Opfer in Kärnten: laut AK ein richtungsweisendes Urteil

Die Arbeiterkammer Kärnten erkämpfte für Mobbing-Opfer ein richtungsweisendes Urteil

Klagenfurt - Ein richtungsweisendes Urteil für Mobbing-Opfer hat die Arbeiterkammer Kärnten erkämpft. Erstmals sei einer Arbeitnehmerin, die durch Schikanen ihres Chefs gravierende seelische und körperliche Beschwerden erlitten hatte, in zwei Instanzen ein Schmerzengeld in der Höhe von mehreren tausend Euro zugesprochen worden, berichtet die AK in einer Aussendung.

Schlafstörungen, Magen- Darmbeschwerden, Schweißausbrüche und Angstzustände waren das Resultat von massiven Mobbingattacken, denen eine 51-jährige Angestellte in einem Klagenfurter Familienunternehmen monatelang ausgesetzt war. Die Buchhalterinwurde von ihrem Chef ständig schikaniert, herabgewürdigt und unter Druck gesetzt. Schließlich kam es zur Kündigung. Danach erhielt die Frau von ihm weiter fast täglich Drohungen - per Telefon, Fax und E-Mail. 

Schmerzengeld

In zwei Instanzen spricht das Gericht der Arbeitnehmerin erstmals Schmerzengeld wegen erlittener seelischer Qualen durch Mobbing am Arbeitsplatz zu. Die Höhe des Schmerzensgeldes beträgt 5.900 Euro. Ob diese Höhe angemessen ist, entscheidet jetzt der Oberste Gerichtshof (OGH).

"Im vorliegenden Fall ist bei der Arbeitnehmerin aufgrund von Mobbing durch den Chef eine psychische Erkrankung aufgetreten, die sich auch in körperlichen Beschwerden äußerte", erklärt AK-Rechtsexpertin Michaela Eigner. Ihre Erkrankung sei eindeutig den Quälereien ihres ehemaligen Arbeitgebers zuzuschreiben. Das bestätige ein von der AK in Auftrag gegebenes ärztliches Gutachten.

Mobbing dokumentieren

Die AK rät Arbeitnehmern, die sich gemobbt fühlen, immer ein so genanntes Mobbing-Tagebuch zu führen. Darin sollte stehen, wer wann was gesagt hat, wie es einem als Betroffenen dabei ergangen ist und welche Kollegen die Vorkommnisse bezeugen können. (red, derStandard.at)

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Posting 1 bis 25 von 47
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HKLE
00
19.8.2011, 13:07
und wen bitten wir vor den Vorhang ?

Im englischsprachigen Raum werden die Firmen in solchen Fällen genannt, die so agieren und dafür verurteilt werden. Nur bei uns gibts da eine unerklärliche Beisshemmung ?? Die 6000.- Euro wird der Chef wohl aus der Portokasse bezahlen und nicht weiter spüren, aber Publicity sehr wohl ...

Und Nachahmungstäter würden sichs vielleicht zweimal überlegen ...

Carlos Clementin
01
12.7.2011, 20:07
dies meisten

Psychopathen arbeiten beim Arbeitsamt,
da können sie als "Berater/in" alle Mittel ausschöpfen ,
und dagegen hilft keine AK, und kein Anwalt.

schoenefranzl1
00
11.7.2011, 10:49
Grosses intl. Unternehmen unterstützt sogar BOSSING

Ein grosses international tätiges Unternehmen, das wegen Schmiergeldaffairen oft in den Medien erwähnt wird unterstützt das Bossing, vorallem bei älteren und kranken MitarbeiterInnen. Obwohl von den Machenschaften dieses Vorgesetzten bereits in der BR-Zeitung berichtet wurde, unternimmt das Unternehmen nichts und er kann "frisch, fröhlich, frei" weitermachen. Vermutlich bekommt er, wie dies in grossen Unternehmen üblich ist auch noch Prämien dafür, oder nützt er seine Freundschaft zu einem höheren Vorgesetzten, aber vielleicht liegt es daran, dass das Unternehmen politisch nicht unattraktiv ist und keiner sich die "Finger" verbrennen möchte? Auf alle Fälle hat das Bundeskanzleramt festgestellt, dass MitarbeiterInnen diskriminiert werden.

der schwitzbär der schwitzt sehr
01
11.7.2011, 09:44
Schmerzengeld

generiert sich das aus dem gleichen Wortstamm wie Bestechunggeld ?

UhrenUnterOffizier
00
10.7.2011, 02:01

>gemobbt
>mail abgeschickt
>zwei instanzen

die leibeinegnschaft haben wir aber schon abgeschaft oder?

Christian S
18
Bei allem Gejammere über die bösen Chefs

muss man sich schon fragen:

1) Wieso werden so oft A...löcher Chefs?
2) Wie kann es überhaupt soweit kommen?

Ich habe feststellen müssen: Es gibt genug Mitarbeiter, die Chefs dieser Art (unter)stützen. Jedes A...loch wird von A...kriechern und Realitätsverdrängern umschwärmt. Es gibt sogar Leute, die auf A...löcher mit großer Zuneigung, Hingabe und Liebe reagieren. Der reinste Sado-Maso.
Irgendwie lustig zum Anschauen.

Nur wenige bleiben sachlich oder ziehen gar Konsequenzen.

Kurz und gut: Die Lämmer lassen sich sehr leicht auffressen und oft genug helfen sie sogar noch dem Wolf.

Naja, kein Wunder, dass dann so oft Leute mit rabiatem Auftreten Chef werden!
Oft denk ich mir: Die Mitarbeiter haben das eh so verdient. Wer so blöd ist..

Minister der Ökomonie
03
11.7.2011, 01:35
Meine Theorie ist...

...dass skrupellose Menschen einen Wettbewerbsvorteil haben, gegenüber sozial oder moralisch gebundenen Menschen.

Wer persönliche Bedenken hat, und wem es persönlich schmerzt, Mitarbeiter zu kündigen um die Gewinne zu maximieren, wird entweder zur Last oder geht selber irgendwann drauf. Ich kenne Leute die selber solche Posten nicht angenommen oder bald gekündigt haben, weil eine mitmenschliche Härte, ein asoziales Verhalten und ein direktes brutals Einschießen auf Mitarbeiter verlangt wird, Voraussetzung ist, so einen Job zu halten.

Für diese Positionen sind in der Tat Psychopathen, Menschen mit antisozialer Persönlichkeitsstörung ideal. Sie folgen skrupellos den Marktbedingungen, tun nur was sie hoch bringt.

Angela Engel
01
11.7.2011, 19:39

Leider sieht es augenblicklich so aus als würde die Anzahl der Psychopathen in der Wirtschaft noch weiter ansteigen. Zum Thema gibt es ja auch schon länger Forschungen, Studien und Bücher. Z.B. "Menschenschinder oder Manager: Psychopathen bei der Arbeit" von Paul Babiak und Robert D. Hare.

http://www.welt.de/wissensch... ommen.html

Das ist ein Problem, dass viel stärker öffentlich bewusst werden sollte, um gegensteuern zu können. Denn freiwillig wird es die Wirtschaft wohl nicht tun, so lange so viel Menschenmaterial wie jetzt zum Verschleiß zur Verfügung steht.

Sabine Werner
00
10.7.2011, 19:10

lieber christian s,
so leicht ist es auch wieder nicht, mit mitarbeiter haben so einen chef verdient. kein mensch auf der ganzen welt verdient einen soziopathen als chef, es ist nur nicht so einfach - man kann nicht gleich auf jeden job wo so ein schw...in sitzt den hut gleich draufwerfen - man versucht es - und solche irren bringen mit ihren methoden gestandene mitarbeiter dazu sich zu hinterfragen...warum auch immer. habe gottseidank noch die notbremse gezogen - aber sie haben schon recht - solche .... sind meist von a...schkriechern umgeben, und wer nicht kriecht fliegt bestenfalls - wenn er vorher nicht in das burnout schikaniert wird.

Minister der Ökomonie
01
18.7.2011, 02:08

Hat man einen Psychopathen vor sich, gibt es nur zwei Wege: Entweder man tut alles was er will, oder man rennt schnell, sehr schnell. Man kann einem Psychopathen nicht Paroli bieten, denn man wird immer den kürzeren ziehen und bezahlt das früher oder später mit dem (gesunden) Leben.
Psychopathen dienen nur sich selber, sind nur sich selber gegenüber loyal, kennen keine Menschlichkeit und hören keinen Appell. Sie tun nur was ihnen Nutzen bringt und so ist wirklich nur ein Speichellecker die EINZIGE Person die er akzeptiert und (noch) nicht vernichtet. Aber WEHE der Opportunismus lässt nach, dann geht es nicht selten sogar um Leben und Tod. Da gibts den Spruch: "Mich verlässt man nur im Sarg." Der ist vielfach leider kein Witz.

FraKrawa
09
im Allgemeinen sind Chefs leider nicht so dämlich,

belastende Mails loszuschicken, die dann als Beweise vorliegen,

des übrigen muß man leider auch feststellen, dass es in diesem Land kaum positives Feedback gibt, andere Menschen herunterzumachen um sich besser zu fühlen ist an der Tagesordnung, und Untergebene niederzumachen scheint für Chefs ein probates Mittel zur temporären Linderung ihrer Persönlichkeitsstörung zu sein

suboptimal
 
01
im öffentlichen Dienst

ist das überhaupt der Spitzensport. Dort sind unbeschreibbare Armlöcher ganz hoch oben, die kein Mensch mehr bremsen kann.

h 90
00

Verstehe nicht, warum laesst sich jemand sowas gefaellen??
Den verarsche ich so lange bis er mich kuendigt.

Minister der Ökomonie
00
Wichtige Frage.

Ich habe in einer Firma gearbeitet, die mit einer anderen fusionierte, dern Chef so praktiken an den Tag legte, seinen Mitarbeitern mit Anlauf den Fuß in den Bauch zu treten, wenn ihm etwas nicht passte. Diese hatten nicht gekündigt, weil sie nicht arbeitslos sein wollten.

Selber war ich bei einem Vorstellungespräch mit einem solchen Psychopathen konfrontiert, der mich zwanzig Minuten lang demütigte, herunzerputzte, mit Naziparolen bombardierte... ich hätte gleich gehen müssen, war aber wie paralysiert und hab mir das bis zum Schluß gegeben. Ich weiß bis heute nicht warum, vielleicht so eine anerzogene Loyalität, Höflichkeit. Ich hoffe, ich halte nie wieder durch sondern gehe zukünftig sofort, oder randaliere doppelt zurück.

Christian S
00
Und seine Mitarbeiter haben sich das Gefallen lassen?

Grandios.

Wir hatten mal so ein Täter-Opfer-Paar. Das Opfer war total hilflos, wehrlos, hat für alles die Schuld bei sich gesucht.

Wir haben dem über Wochen hinweg erklärt, was da vor sich geht und was zu machen ist. Mit viel Geduld. Auf nichts wollte er hören.

Irgendwann kam dann das Allerbeste: Plötzlich hielt er MIR eine Moralpredigt darüber, dass ich so aggressive Fantasien hätte und empfahl mir ganz ernsthaft den Besuch einer Therapie, um meine Gewalttätigkeit loszuwerden!

Mich hat es dann nicht mehr weiter gekümmert.
Wenn er das SOOOO sieht, ja dann soll er eben selber schauen wie er zurechtkommt. Und nicht immer zu mir kommen und mir die Ohren volljammern.

Wer sich alles Gefallen lässt, soll halt Opfer bleiben.

h 90
00

Meinen Sie das mit in den Bauch treten im uebertragenen Sinn fuer "extrem unfreundlich", oder hat der tatsaechlich koerperliche Gewalt ausgeuebt?

Minister der Ökomonie
00
11.7.2011, 01:29

Tatsächlich angewandte körperliche Gewalt.

h 90
00
11.7.2011, 08:43

Wahnsinn!!!
Da ist niemand zur Polizei?
Keiner der Angestellten hat jemals zurueckgeschlagen?

Post(er)
13

Das wundert gar nicht. In Österreich sind etwa 80 % der sog. Chefs kleinkarierte motorisch und geistig gestörte Figuren, die mehr Probleme machen als lösen.

Ich hatte mal ein Vorstellungsgespräch bei so einem Kasperl-Hektiker GF aus Kärnten (Firma mit 200 MA). Zwei Jahre später habe ich gelesen, dass die Firma einging.

Der Geist der Ahnung
 
10

Falsch. Es sind genau 79,57 %.

(Mal im Ernst: Wenn Sie offensichtlich der persönlichen Meinung sind, dass viele Chefs wie von Ihnen beschrieben sind, ohne das mit Zahlen belegen zu können – wieso schreiben Sie dann nicht was anderes als 'etwa 80 %'? ZB 'viele'. Diese 1. Dramatisierung und 2. Scheingenauigkeit mit _vollkommen frei erfundenen_ Prozentzahlen halte ich für ziemlich doof.)

seiderl
08

Ich hatte selbst das "Vergnügen", einen psychopathischen Chef zu haben-wenn man das nicht selbst erlebt hat, kann man sich kaum vorstellen, wie es sich anfühlt...es wird tatsächlich etwas verletzt und deshalb halte ich Schmerzengeld in solchen Fällen für die richtige und angemessene Vorgehensweise! Geld ist leider das einzige, was manchen Menschen wehtut...

schoenefranzl1
00
15.7.2011, 22:20

Da Bossing (Mobbing) eine gesundheitliche Schädigung bedingt, also eine Körperverletzung, sollte nicht nur Schmerzensgeld gezahlt werden, sondern auch eine strafrechtliche Ahndung erfolgend. Denn große Unternehmen zahlen Schmerzensgeld meist aus der Portokasse bzw. glauben, dass z. B. das ABGB und Angestelltengesetz nicht ernst zu nehmen ist. Ich glaube erst mit dem Wegsperren solcher Psychopathen, wird sich diese Situation für ArbeitnehmerInnen bessern. Soll man wirklich so lange warten bis solche Chefs AMOK laufen und die MitarbeiterInnen neben seelischem auch noch körperlichen Schaden erleiden. Keiner kann beurteilen, was in solchen kranken Gehirnen(im Hintergrund) noch alles so vorgeht!

Machine
 
11
2.ter Versuch

Liebe Redaktion: In Österreich gibt es nur Schmerzengeld (ohne Binnen-s, auch wenn mans im Volksmund anders spricht). Danke ;)

Michael B
10
11.7.2011, 09:14
Dafür heißt es im österreichischen Recht "Schadensersatz".

Und nicht wie im deutschen "Schadenersatz".
Aber trotzdem haben sich die deutschen Versionen umgangssprachlich durchgesetzt...

parade isa
00
16.7.2011, 16:50
ge

so a blödsinn

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