Geschichte der Schreibschrift in Österreich

Ansichtssache

Schreibschrift ade? Über viele Jahrhunderte war eine flüssige Schreibschrift fixer Bestandteil von Volksschullehrplänen. Nun soll sie in einigen deutschen Bundesländern abgeschafft werden - hier ein Überblick über ihre Entwicklung in Österreich.

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In Österreich lernen Volksschüler das Schreiben in drei Schritten: Auf die einfache Blockschrift folgt die Druckschrift, die zwischen Klein- und Großbuchstaben unterscheidet. Anschließend wird die Schreibschrift gelehrt, deren Vorteil laut Befürwortern die für den Schreibfluss wichtige Verbindung der Buchstaben ist.

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"Der Begriff "Ausgangsschrift" bezeichnet übrigens vereinfachte Schreibschriften, die Schulkindern gelehrt werden"
lehren erfordert den Akkusativ. Das ist echt ned so schwer. Wenn man es nicht versteht kann man statt dessen auf andere Woerter ausweichen.
Richtig ist: Der Begriff "Ausgangsschrift" bezeichnet übrigens vereinfachte Schreibschriften, die Schulkinder gelehrt werden

@Astrid: Am liebsten sind mir ja die selbsternannten Besserwisser, die selber gar nix wissen.
'lehren' erfordert sowohl den Akkusativ als auch den Dativ, 'vereinfachte Schreibschriften' steht im Akk. 'Schulkindern' im Dativ (wem wird etwas gelehrt) und das ist richtig so.

soll heißen, es ist im Passiv durchaus üblich

Besserwissender Zwiebelfisch ...

http://www.spiegel.de/kultur/zw... 02,00.html

Es gibt auch so etwas wie die Schönheit der Sprache, und dann so etwas !

Das Allerunötigste waren die jede Kreativität abtötenden monatelangen Schreibübungen mit Tusche und Redisfeder in bildnerischer "Erziehung". Schlimmer als Häfen.

In der Volksschule???

Nein, als Hochbegabter habe ich mit der AHS begonnen.

Wir haben unseren Schülern an der HTL auch noch die Normschrift gelehrt.

Entspricht der Druckschrift, ist aber 75° geneigt.
Viele technische Zeichner konnten damit schneller schreiben als mit der Schreibschrift und erzielten ein kunstvolles Schriftbild.

Mich hat auch stets fasziniert, welch schöne Ergebnisse die Griechen mit ihren Schriftzeichen (in Druckschrift, es gibt keine Schreibschrift) fabrizieren.

Es gibt zwar keine Schreibschrift, aber beim zügigen Schreiben werden die Buchstaben trotzdem zusammengehängt.

Wichtig wäre die "KLEINSCHRIFT" !

Es ist sinnlos substantiva (hauptwörter) GROSZ zu schreiben ! es bedeutet mehraufwand beim erlernen, also zeit, die sinnvoller wichtigeren dingen gewidmet werden sollte.

Sinnvoll wären großbuchstaben bei beginn eines neuen satzes, da ein punkt leicht übersehen werden kann. Dies dient der leichteren lesbarkeit eines textes.

Im Gegenteil: Die Großschreibung von Substantiva fördert die Lesbarkeit eines Textes, da dem Leser so die Identifizierung ebendieser erleichtert wird, also Subjekte und Objekte (und v.a. substantivierte Verben) leichter erkennbar sind.

Die großschreibung von substantiva gab es nicht immer:

Die eigentliche Großschreibung aller Substantive und substantivierten Formen im Deutschen wurde im 17. Jahrhundert, im Zeitalter des Barock eingeführt (wikipedia)

Das erkennen von substantivierten formen bereitet schülern und auch erwachsenen oft schwierigkeiten, abgesehen von anderen schweren rechtschreibfehlern, die hier im forum häufig vorkommen (zb. das/dass )

Es wäre wichtiger, seine muttersprache fehlerfrei schreiben zu können, als heruzurätseln schreibt man das jetzt groß oder klein !

Nach ihrer ansicht, war VORHER das lesbarkeit von texten erschwert.

Gilt das auch für das englische und andere sprachen, die keine großschreibung der substantiva kennen ?

Die Kernfrage ist aber nicht, ob wir als erwachsene Muttersprachler Substantiva erkennen oder nicht, sondern wie Kinder und Deutschlernende diese erkennen können.
Apropos fehlerfeie Schreibung: da sollten Sie sich selbst mal an der Nase nehmen (die Lesbarkeit, nicht?)

Da Englisch (wie auch die meisten romanischen Sprachen) eine SVO-Sprache ist, kann man hier Substantiva nach ihrer Stellung im Satz erkennen (was im Deutschen nicht so einfach geht, da hier die Satzstellung relativ frei ist). Im Englischen muss das auch über die Syntax geschehen, da man sonst die (fast flexionslosen Formen) nur noch schwer ihrer Wortart (in einem konkreten Satz) zuordnen könnte.
Bei slawischen Sprachen, die keine Großschreibung kennen und auch nicht strikte SVO-Sprachen sind, erkennt man Substantiva an ihrer Kasusendung. Das funktioniert im Deutschen auch nicht, da hier viele Kasusuendungen abgebaut wurden und viele deswegen gleich lauten.

Sie können gerne eine Diskussion zum Thema Kleinschrift starten, finde ich sehr interessant.

Aber bitte, prüfen Sie zuerst Ihre Argumente.

Gehns, schauen Sie sich doch einmal an, um wieviel schneller man einen mit Groß- und Kleinbuchstaben geschriebenen Text lesen kann. Darüber gibt's Studien.

Ich find dieses Zeitgewinnungsargument total affig.

Als ob alle diese ach so enorm viel gewonnene Zeit mit etwas anderem als entweder mit noch mehr Computerspielespielen oder noch mehr Hamsterradstrampeln verbrächten.

Wer's glaub, wird selig.

Ich muss Ihnen da widersprechen. Meiner Meinung nach trägt das Großschreiben von Substantiven sehr zur leichteren Lesbarkeit von Texten bei.
Außerdem kann ich nicht nachvollziehen, warum es einen Mehraufwand beim Erlernen von Lesen und Schreiben darstellen soll. Im Gegenteil glaube ich sogar, dass es einfacher ist das Konzept der Hauptwörter zu verstehen, wenn diese durch einen großen Anfangsbuchstaben gekennzeichnet werden.

Ich muss ihnen auch widersprechen !

Mei jo, diese österr. Schulschrift hat mich nachhaltigst gequält.

Das schon....

aber sie war schnell in der Anwendung. Ich stelle mir Druckschrift durch das dauernde ab- und ansetzen um einiges langsamer vor...

die von 1969 - steht mir direkt jetzt diese komische einzurollende Karte wieder vor Augen.

Schmid! Sie schreiben jetzt 500 mal "ich lehre dich" und dann noch 500 mal "ich werde gelehrt"! Anschließend deklinieren Sie 20 mal "das Schulkind"!

Und Sie schreiben jetzt 100 mal "Schmied".

Abgesehen davon: "Römer geht nach Hause!".

:D

Sie meinen, seinen Namen hat der Herr da auch noch falsch geschrieben?

Haben Sie mit "Schmid" nicht die Unterrichtsministerin gemeint? Die schreibt man nämlich mit ie.

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