Mutmaßlicher "Mafia"-Boss will in Präsident werden

7. Juli 2011, 18:48

Früherer Geheimdienst-Offizier Petrow soll Teil einer kriminellen Gruppe sein

Sofia - In Bulgarien will ein mutmaßlicher "Mafia"-Boss für das Amt des Staatspräsidenten kandidieren. Der frühere Geheimdienst-Offizier Aleksej Petrow sei von seinem Initiativ-Komitee und Bürger-Verbänden für die Wahl am 23. Oktober nominiert worden, berichtete am Donnerstag der Staatsrundfunk in Sofia. Das letzte Wort über die Kandidatur hat die zentrale Wahlkommission im Herbst.

Die Regierung wirft Petrow vor, eine organisierte kriminelle Gruppe geleitet zu haben. Gegen ihn wird derzeit ermittelt. Der "Traktor", wie Petrow in seinem Umfeld genannt wird, war im Februar 2010 bei einer Polizei-Razzia mit mehreren mutmaßlichen Helfern vorübergehend festgenommen worden. Der Gruppe wurde unter anderem Erpressung, Geldwäsche und Zuhälterei vorgeworfen.

Borissow-Gegner

Als Hochschullehrer an der Wirtschaftsuniversität in Sofia und Chef des "Verbandes für Wirtschaftsinitiative der Bürger" gehört Petrow zu den schärfsten Kritikern von Regierungschef Bojko Borissow, den er seit vielen Jahren persönlich kennt.

Der derzeitige sozialistische Staatspräsident Georgi Parwanow darf nach zwei Amtszeiten - seit 2002 - nicht noch einmal antreten. Die wichtigsten Parteien, die bürgerliche Regierungspartei GERB und die oppositionellen Sozialisten, haben noch keine Kandidaten benannt.

Bisher sind neben Petrow drei weitere Kandidaten bekannt: Nationalisten-Chef Wolen Siderow (Ataka), Ex-EU-Kommissarin Meglena Kunewa (NDSW) und Rumen Hristow für die antikommunistische Blaue Koalition. (APA)

Selbständiger
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Bulgarien hinkt noch etwas hinterher.

In den EU-Staaten sitzen schon längst die Mafiavertreter in den Regierungen und haben die abhängige Justiz im Griff. Es ist ja auch zu verlockend, im Schutz der Immunität alle Verbrechen begehen zu können, im Falle des Auffliegens von der Justiz reingewachsen zu werden.

Alkoholschmuggel, Waffenhandel, Prostitution und Drogenhandel war gestern. Heute ist das lukrativste Geschäft die Politik. Dies insbesondere deswegen, weil Straffreiheit damit verbunden ist.

Das dumme Wahlvolk legitimiert diese Verbrecher bei Wahlen auch noch, um sich dem Schein eines Demokratiespiels hingeben zu können. Hinterher werden alle von sich behaupten, von nichts gewusst zu haben. Wetten dass?

Selbständiger
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Bu

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"Mutmaßlicher "Mafia"-Boss will in Präsident werden". *ggg*. Ich spendiere dem Standard 1x das Wort "Bulgarien" *g*.

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