Strafanzeigen gegen 13 Ex-Militärs wegen Sarajevo-Abzug

7. Juli 2011, 18:35

Ex-Militärangehörige während des Balkan-Krieges wegen Toten bei Abzug der jugoslawischen Armee aus Sarajevo 1992 angeklagt

Sarajevo - Die Polizei im größeren bosnischen Landesteil, der Bosniakisch-Kroatischen Föderation, hat am Donnerstag Strafanzeigen gegen 13 ehemalige jugoslawische Offiziere und Soldaten erstattet. Ihnen wird angelastet, während dem Balkan-Krieg von der Kaserne "Marschall Tito" im Stadtzentrum von Sarajevo aus einzelne Stadtviertel beschossen zu haben, wobei mehrere Zivilisten getötet und verletzt wurden.

Laut den Strafanzeigen hatten sich zehn Offiziere aufgrund ihrer Kommandoverantwortung mitschuldig gemacht, da sie es unterlassen hätten, notwendige Maßnahmen zu ergreifen, um den Angriff zu verhindern. Die Strafanzeigen betreffen auch drei Unteroffiziere, die in der Kaserne untergebracht waren und sich an den Kriegsverbrechen gegen Zivilisten beteiligt hätten.

 

Die jugoslawischen Streitkräfte zogen Anfang Mai 1992 aus Sarajevo ab, wobei es zu Kämpfen mit der lokalen bosnischen Territorialverteidigung kam. Wegen der menschlichen Opfer beim Abzug hatten die serbischen Justizbehörden Haftbefehle für 17 bosnische Staatsbürger ausgestellt, darunter auch mehrere frühere Spitzenpolitiker. Auf Basis eines solchen Haftbefehls wurde im März in Wien auch der pensionierten bosnische General Jovan Divjak festgenommen.

Die Strafanzeige der bosniakisch-kroatischen Polizei kommt nur einen Tag nach dem Besuch des serbischen Präsidenten Boris Tadic in Sarajevo. Er hatte sich am Mittwoch dafür eingesetzt, alle Kriegsverbrechenverantwortlichen vor Gericht zu bringen. (APA)

boris b.
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Was für eine Marke!
Entweder kennen sie sich mit dem Balkan nicht aus oder lügen sie schlecht. Beides leider unwahrscheinlich!
Ich wünsche dem Balkan endlich Ruhe und Frieden. APA Menschen machen es mit solchen Texten fast unmöglich.
Als österreichischer Steuerzahler habe ich das Recht von der APA richtig informiert zu werden und nicht jeden Quatsch lesen zu müssen.

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