Johanna Ruzicka

Ökostrom als Problemlöser

Kommentar | 7. Juli 2011, 18:56

550 Millionen Euro sind wohlfeil angesichts der Probleme mit fossilen Energien

Es ist ein mächtiges Rad, das da unter dem Titel der Ökologisierung des österreichischen Energiesystems gedreht wird. 500 bis 550 Millionen Euro im Jahr sind nun für die Förderung von Alternativenergien vorgesehen. Diese Summe ist respekteinflößend und kann nur über einen breiten Nutzen legitimiert werden. Also über die vielen Vorteile, die sich aus einem ökologischen oder zumindest ökologischeren Energiesystem ergeben, bei dem die hiesigen Gegebenheiten bei Wind, Wasser, Sonne und Biomasse zur Energieerzeugung genutzt werden.

Ökobewegte Politiker und Ökonomen zählen gerne auf, welche Problemlösungskapazitäten erneuerbare Energien bieten. In aller Schlichtheit lauten sie: weniger Abhängigkeiten von Importen aus instabilen und politisch oft fragwürdigen Öl- und Gasförderländern - damit auch weniger Kaufkraftabfluss in diese ölexportierenden Länder. Dazu gehören auch die Schaffung von Jobs in den Bereichen Umweltschutz und erneuerbare Energien sowie forcierte Forschung und Entwicklung neuer Technologien rund um Ökoenergien.

Das bringt mehr Klimaschutz, da die vom Menschen verursachte Erderwärmung vor allem auf das Verbrennen fossiler Energien wie Erdöl, Gas und Kohle zurückzuführen ist. Dazu zu zählen ist auch die Minimierung jener Bedrohung, die für das westlich-konsumorientierte Wirtschafts- und Lifestyle-System entsteht, wenn Erdöl & Co knapp werden. Viele Experten meinen, dass dieser Peak, also das Fördermaximum, bereits erreicht wurde oder knapp bevorsteht. Und dass der Ölpreis nie wieder so richtig niedrig wird.

Damit ist die Notwendigkeit gegeben, das Feld aufzubereiten für den langwierigen, komplexen Umbau unseres Energiesystems. Wenn dabei dieses neue, x-fach novellierte Ökostromgesetz die Lösungskapazität hat, sind 500 oder 550 Millionen Euro im Jahr wahrlich wohlfeil.

Österreich hat sich mit der Installierung eines finanziell potenten, schlagkräftigen Ökostromgesetzes ziemlich viel Zeit gelassen. So viel Zeit, dass nicht mehr alle Vorteile so greifen wie in Deutschland, das viel rascher gehandelt hat. Der deutsche Visionär in Sachen Ökoenergien, der mittlerweile verstorbene Sozialdemokrat Hermann Scheer, vertrat die Ansicht, dass erneuerbare Energien auch einen friedenstiftenden Aspekt hätten. Die Abkehr von Erdöl und Erdgas (und übrigens auch von Atomenergie) werde Konflikte und Kriege um Energieressourcen hinfällig machen, meinte Scheer.

Die größten Bremser beim Umbau in ein erneuerbares Energiesystem sah der Träger des Alternativen Nobelpreises in den multinationalen Energiekonzernen und großen Stromanbietern. Diese sähen sich in ihrer Existenz bedroht, wenn es viele kleine Einheiten gäbe, die die lokalen Gegebenheiten zur Energieerzeugung nutzen.

Auch die Zukunft des Automobilbaus dürfte in Richtung Elektroauto gehen - so sieht es jedenfalls derzeit aus. Umso wichtiger ist es, jetzt die Weichen für eine ökologische Stromerzeugung zu stellen.

Klar, dass noch über einen längeren Zeitraum jede aus Alternativen hergestellte Energieeinheit teurer sein wird als Energie aus konventionellen Quellen. Dem wird mit dem Ökostromgesetz Rechnung getragen, indem den Anbietern erneuerbarer Energien die Differenz zum Marktpreis abgegolten wird. Es ist zu hoffen, dass man sich bald auf Augenhöhe befindet. (Johanna Ruzicka, DER STANDARD; Printausgabe, 8.7.2011)

 

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peak all
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Wind auf der Donauinsel NOW!

Laut einer aktuellen Studie von Martin Pasqualetti verbraucht die Großindustrielle Biomasse extrem viel Wasser nur Wind und Fotovoltaik ist da im Vorteil. EVN, Raiffeisen, Wien Strom und co haben von der Biomasse Förderung den Hauptnutzen durch Großindustrielle Projekte getragen! Die CO2 Strafzahlungen werden jedes Jahr etwa 1 Milliarde ausmachen. Die Klimaschäden sind nicht zu beziffern und durch Wirtschaftswachstum wächst der Energieverbrauch schneller als der lächerliche Zubau an Ökostrom.
http://www.facebook.com/windraede... donauinsel

Uniquin
 
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finde ich jemanden der mit mir wettet: ich wette das e-auto kommt nicht, zumindest bleibt der anteil auf unter 5% für die nächsten zig jahre. da die entwicklungsschritte der batterie der letzten 50 jahre noch viele male nötig wären um dort hin zu kommen wo es marktfähig ist. was kommen wird ist gas / methanol oder wasserstoff antrieb, wobei der treibstoff erneuerbar hergestellt wird. audi kommt damit (synt methan) 2013 auf dewn markt, daimler ist auch am basteln (Wasserstoff). im unterschied zum e-auto funktioniert das schon heute.

HarrySa
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10.7.2011, 17:32
Sehe auch die Möglichkeit für Wasserstoff als ...

Alternative zu Elektroautos mit Batterie. Wasserstoff mit Brennstoffzellen und Elektroantrieb oder direkt Verbrennung im Wasserstoffmotor sind am ehesten die Alternativen für Langstrecken. Auf Kurzstrecken in der Stadt steht einem reinen Elektrofahrzeug nichts im Wege. Ich Wette aber das Mitfahrgelegenheiten in den nächsten Jahren mehr Zuspruch bekommen werden und das Aufgrund des steigenden Energiepreises für Mobilität. Wie das organiesiert wird werden wir noch sehen. Eventuell über Fahrtvermittlung mittels Apps.

fritz1004
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Als kleines leichtes Kurz- und Mittelstreckenauto, Stadtfahrzeug, Zweitfahrzeug, wird es kommen - wette ich. Als Antriebsalternative für "Langstreckenautos", incl. dem ganzen Breich der Nutzfahrzeuge, Transporter, LKW's etc. hab ich da auch so meine Zweifel. Mit der derzeitigen Batterietechnologie nicht.

Goggolplex
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Bevor ich wette, müsste ich wissen ...

... wie viel Jahre "zig jahre" sind.

Uniquin
 
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wenn die wette über mehr als 5 zigs geht steh ich womöglich nicht mehr für das einlösen des wetteinsatz zur verfügung

BoboGrünGutmensch
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Ich wette um X Euro dagegen. In Zig Jahren wird es zig E-Autos geben.

her wig
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Global gesehen ganz sicher so, weil E-Autos noch zu teuer sind und eine radikale Verbilligung nicht absehbar ist. Gasbetrieb gibt's jetzt schon, und wird zunehmen falls der Ölpreis hoch bleibt und das Gas seinen Preisvorteil behält. Aber zu kaufen gibt's funktionierende E-Autos trotzdem auch jetzt schon, der GM Volt/Ampera wird derzeit sehr gelobt.

Uniquin
 
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schaut gut aus, könnte funktionieren, ist um den faktor 2 zu teuer um sich durch zu setzen -den batterien sei dank.

mike muster
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Druckluftauto...

...statt Elektroauto

Vorteile:

- keine teure Batterie (und damit Recourcenverschwendung)
- keine gefährlichen Chemikalien da keine Batterie
- weltweit überall herstellbar da Drucklufttechnik Industriestandard in vielen Bereichen ist
- einfache, robuste Technik (es gibt schon über 100 Jahren Druckluft Trams und im Bergbau ist das auch Standard)
- unempfindlich gegen Kälte (im Vergleich zur Batterie)
- Geringe Herstellungskosten
- Rasche Aufladung mit Druckluft an der Tankstelle (mit entsprechendem Kompressor ca. 2 Minuten)

Nachteil:

- es gibt nur wenig Firmen die hochwertige Lithium Batterien herstellen und die werden nicht reich damit (+ die ganzen Lobbyisten die drann hängen)

fritz1004
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Speichertechnik mit hohen Verlusten.
Wegen Wärmeverlusten bei Kompression
Adiabatisch geht beim Auto wohl nicht.
Ob es da Probleme mit Vereisung bei Dekompression gibt?
Aber, interessanter Gedanke, müßt man sich genauer ansehen.

Intimissimi
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nicht zu verwirklichen

energiedichte? 2kWh/t?

mike muster
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Druckluftauto

Es gibt schon die ersten Druckluftautos. z.B. den Air Pod in der Schweiz.
Die Druckluft wird auf ca. 300 bar komprimiert (wie bei Druckluft Sportgewehren).
Die Reichweite und Geschwindigkeit ist mit Elektro vergleichbar.
Sogar Volvo hat schon ein erstes Modell vorgestellt.

Diese Technologie hätte viel Potential.

Intimissimi
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von wegen potential

mal ein bisschen einlesen zu beginn. das ist nur ne vermarktete seifenblase...
http://de.wikipedia.org/wiki/Druckluftauto

Uniquin
 
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und wenn der druckluftspeicher zwischendurch leer wird einfach bohnen essen und hinterücks anschließen.

her wig
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Den multinationalen Stromkonzernen kann man allerdings mit Wasser- und Wind-Großanlangen kein Schnippchen schlagen. Der Zusammenhang ist nicht fossil od. atomar = Großkonzerne sondern grosse Einheiten = Großkonzerne.

BoboGrünGutmensch
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Die Rechnung ist doch ganz einfach.

Viel mehr Öl als im Moment werden wir nicht aus dem Boden bekommen. Wenn die Wirtschaft wächst, dann braucht man mehr Öl und das Öl wird teurer. Dadurch schrumpft die Wirtschaft wieder.

Für ein globales Wachstum kann man also nur sparen oder andere Energiequellen anzapfen.

bussi1
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Das ist leider nicht ganz richtig

Das ist leider nicht ganz richtig, Die hoheren Kosten fuer Oel kommen den foerdernden Entwicklungslaendern zu gute. Also ist der globale effekt gleich null. Es findet lediglich eine wuenschenswerte Vermoegensumverteilung in aermere Laender statt.

cheers
Bussi

sumpf des ostens
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Mhm, deswegen ist die Rep Kongo das reichste Land der Erde und die Schweiz das ärmste...leuchtet ein.

HarrySa
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In kaum einem Entwicklungsland ..

hat die Bevölkerung profitiert. Meistens hat leider genau das Gegenteil stattgefunden wenn Rahstoffe gefunden wurden. Angefangen mit den Blutdiamanten über massive Umwelt- und Sozialprobleme wenn Erdöl gefunden wird (Nigeria) oder gar der Abbau von Uran und Kohle wo es zuschweren Schäden an der Bevölkerung kommt. Also wo ist der Vorteil für die Entwicklungsländer?

herbert backtrack
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Wow sie si d wirklich der schamloseste bezahlte Wahrheitsverdreher ever-seen. Kommen den entwicklungsländern zu gute, ich kugle mich am Boden. Kommen den paar mächtige in Entwicklungsländern zu gute, meinten Sie wohl. Ein paar mächtige, die damit westliche Güter kaufen, anstatt ihre Volkswirtschaften mit der Kohle zu stimulieren.

Bauen wir nicht schon Jahrzehnte Öl in Entwicklungsländern ab? Wieso sind diese Länder immer noch Entwicklungsländer, wenn die Öl-Wirtschaft es laut dem Herrn Öl-Lobbyist eh so gut mit den Armen diese Welt meint.

Und wieso posten Sie unter so vielen verschiedenen Identitäten?

Fakt ist, Öl ist eine endliche Ressource, die Nachfrage steigt ständig, die Förderkosten auch = Öl wir weiter teurer.

Nadine Mayer
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Nahe zum Verbraucher

Die nächsten 500 Windräder dann zur Eliminierung der Übertragungsverluste direkt in Wien aufstellen. Auf der Donauinsel ist genug Platz, die Windverhältnisse sind auch perfekt.

Guenter123
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Eine gute Seite zu dem Thema ist www.save-more-energy.com

bussi1
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1. Fossile Brenssstoffe sind nicht knapp (2)

7. Biomasse zum Verbrennen foerdert die Nahrungsmittelinflation (wie momentan) und schafft eine massive Benachteiligung von Enwticklungslaendern

Gruesse
Bussi

herbert backtrack
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Peak-Oil - neue Quellen werden langsamer gefunden, als alte versiegen.

Der Ölpreis steigt wegen der erhöhten Nachfrage aus Schwellenländern wie China und Indien.

Wenn 1 Milliarde Chinese plötzlich ein Auto hätte, was wird mit dem Preis pasdierrn? Jedes Ölfeld erlaubt abhängig vom Tiefendruck nur eine bestimmte Förderleistung. Die mögliche Fördermenge erhöht sich nicht durch mehr Bohrungen pro Quelle, sonder durch mehr Quellen. Neue werden aber kaum gefunden.

Wenn Sie an ihren Gartenschlauch einen 3xVerteiler anbringen und so mit 3 Auslässen aus eine Hahn einen Pool zu befüllen, wird das trotzdem nicht schneller gehen.

Im Schlauch herrscht ein gewisser Druck und an 3 Enden dann folglich jeweils nur ein Drittel dieses Quell-Drucks. Was vorher aus einem Ende spritzte wird aus 3 nur müde herausrinnen.

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