Massen- und MINT-Fächer

Töchterle vergibt 40 Millionen Euro zusätzlich für Unis

7. Juli 2011, 14:08

Unis müssen sich um Mittel bewerben - FH bekommen 10 Mio. Euro für Ausbau von Studienplätzen

Wien - Die Universitäten können sich ab Mitte September um zusätzliche Mittel für Massenfächer und Studien aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) bewerben. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle stellt ihnen für 2011 und 2012 jeweils 20 Millionen Euro zusätzlich an Offensivmitteln zur Verfügung. Umgerechnet in "Uni-Währung" sind das 310 Professuren pro Jahr, so der Minister am Donnerstag bei einem Hintergrundgespräch.

Mittel müssen beantragt werden

Damit werden erstmals Mittel aus jenem Topf ausgeschüttet, aus dem die Unis zwischen 2011 und 2015 jährlich 80 Mio. Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt bekommen. Töchterle will allerdings jährlich nicht die gesamte Summe vergeben, sondern einen Teil "in Hinblick auf Budgetengpässe" für spätere Jahre aufheben. Das Geld soll gezielt dabei helfen, Probleme in Massenfächern zu mildern, gerade auch in Hinblick auf den mit Herbst erwarteten Zuwachs bei deutschen Studenten. Gleichzeitig sollen die "gesellschaftlich und wirtschaftlich wichtigen" MINT-Fächer gefördert werden. Ein "wünschenswerter Nebeneffekt" wäre dabei laut Töchterle, wenn es zu einer Umverteilung der Studenten auf jene Fächer komme, "wo auch noch Platz ist".

Die Mittel müssen von den Unis beantragt werden und werden im Wettbewerb von einer Expertenkommission vergeben. Ziel ist es, mit Ende Oktober mit der Auszahlung zu beginnen. Das Geld ist u.a. gedacht für bessere Betreuung der Studenten, stärkeren Praxisbezug in den MINT-Fächern (etwa Praxisangebote für Studenten), Infrastruktur für die forschungsgeleitete Lehre, Hardware und Software für Lehre und Studienadministration, befristete Übernahme von Personal-, Miet- und Betriebskosten oder Weiterbildung in Fachdidaktik.

Auch Fachhochschulen bekommen mehr Mittel

2011 fließen neben den 20 Mio. Euro für die Unis auch zwölf Mio. Euro in die Finanzierung von Overheads durch den Forschungsfonds FWF, also jene Nebenkosten, die Unis und Forschungseinrichtungen bei geförderten Forschungsprojekten entstehen. Dazu kommen weitere zwölf Mio. Euro, die Anreize für verstärkte Kooperationen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen untereinander und mit der Wirtschaft bilden sollen.

Außerdem bekommen die Fachhochschulen erstmals die ihnen versprochenen 10 Mio. Euro zum Ausbau von Plätzen. Bis 2015 sind zehn von den 80 Mio. Offensivmittel pro Jahr für die FH reserviert, im Vollausbau sollen diese damit rund 1.300 zusätzliche Studienplätze einrichten. Töchterle erhofft sich dadurch eine Entlastung der Unis sowie eine Stärkung der MINT-Fächer, die an vielen FH einen Schwerpunkt bilden. In Summe werden damit heuer 54 Mio. Euro zusätzlich vergeben. (APA)

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21 Postings
Got Your Noes!
00
18.7.2011, 23:58

den waldbrand mit der gießkanne löschen...

kleiner Schelm
00
30.7.2011, 19:32

Ja, aber mit einer leeren.

e p4
00
12.7.2011, 09:49
who spend peanuts get monkeys

wer ernsthaft glaubt mit 20 mill Euro 310 professuren finanzieren zu können gehört zum mond geschossen.
wir sprechen hier von jahreslohnkosten von knapp 65.000 euro ( inkl lohnnebenkosten) für top leute ( studium, doktorat, auslandserfahrung, ausgeiwesen fachleute in ihrem themenbereich)

es geht nur um billig, nur traut sichs keiner sagen

kleiner Schelm
00
20.7.2011, 23:17

Ähhh ... realistische Zahlen für Univ.Prof. sind:

- Gehalt ca. 120k€ (incl. Nebenkosten) p.a.
- Erstausstattung ca. 500k€ einmalig
- Ausstattung: 3-4 Assistenten (à ca. 50k€ p.a.).
- Jährlich Globalmittel ca. 50k€ p.a.
- Techniker, Sekretärin (ca. 50k€ p.a.)

macht in Summe so 400k€ pro Jahr.
Mit 20 Mio kann man also ca. 50 Professuren für EIN JAHR bezahlen.

Mal abgesehen davon -- das Budget wurde gekürzt, von ZUSÄTZLICHEN Mitteln (oder Professuren) kann also überhaupt nicht die Rede sein.

zauberlehrling85
00
18.7.2011, 17:43

ich hab gerade keinen taschenrechner bei der hand, aber was macht das dann pro person und pro monat: 3500 brutto?

twertwert
00
19.7.2011, 10:12

4800 ca.

und wenn Sie noch einmal im Internet schreiben, dass Sie keinen Rechner zur Verfgügung haben, sei es Ihr Ernst oder nicht, dann fühlen Sie sich gewatscht.

zauberlehrling85
00
20.7.2011, 11:59

also wenn ich den rechner hernehme und 65.000 durch 14 dividiere komme ich auf knapp mehr als 4.600 und dies ist nicht das Bruttogehalt sondern Brutto+Lohnnebenkosten.

wenn ich davon die Lohnnebenkosten noch rausrechne, bleibt für das Bruttogehalt nicht mehr soviel übrig.

und wenn sie den Unterschied zwischen brutto, netto und Brutto+Lohnnebenkosten nicht kenne, sollten sie vielleicht auch nicht zu solch einem Thema posten.

twertwert
00
20.7.2011, 20:08

Mir ist das Thema saumäßig egal, ich habe nichtmal den Artikel gelesen.

Ich wollte nur den Spruch mit den Rechnern abringen, und der stimmt.

kleiner Schelm
00
20.7.2011, 23:20

Manchmal ist Hirn only besser und genauer als ein Rechner ohne Hirn.

twertwert
00
20.7.2011, 23:23

Im Falle dieser gesamten Off-Topic-Diskussion, meinen Sie?

M0ru
02

<<wenn es zu einer Umverteilung der Studenten auf jene Fächer komme, "wo auch noch Platz ist".>>
eh klar. Am besten wir stecken die Mediziner in die freien Plätze bei den Elektrotechnikern (uä.). Das entspricht ihren Fähigkeiten und sorgt für hoch motivierte und an ihrem Fach interessierte Akademiker.

Eine reine Propaganda...äh PR-Aktion. Man nimmt den Unis das sinnbildliche Brot vom Teller und dann gibt's ein bitteres Zuckerl zurück an das auch noch Einschränkungen gebunden sind.

romero69
00
"will allerdings jährlich nicht die gesamte Summe vergeben, sondern einen Teil "in Hinblick auf Budgetengpässe" für spätere Jahre aufheben"

Wir haben aber JETZT schon riesigen Bedarf an Ö UNis!!!!

SiSe
01

"...Töchterle will allerdings jährlich nicht die gesamte Summe vergeben, sondern einen Teil "in Hinblick auf Budgetengpässe" für spätere Jahre aufheben..."

Des is ja wohl der größte Witz. Da werden eh schon die Mittel im Bildungsbereich um knapp 400 Mio € gekürzt und als Verarschung macht man ein Offensivpaket (diese berühmten 80 Mio €).
Und jetzt werden diese auch noch mehr oder weniger eingespart???

Herr Töchterle, sie sollten eigentlich aus ihrer zeit als Rektor in Innsbruck wissen, dass der tertiäre Bereich dringend dieses Geld benötigt...

trollvottel
00

Das funktioniert seit Jahrzehnten so! Man nimmt den Unis hohe Summen weg - und wenn diese kurz vor dem Kollaps stehen, wirft man ihnen ein Almosen zu.

wizenstain
00
wo bleibt die ausschüttung für die geistes- grund und integrativfächer?

Oyden
00

Mathematik und Informatik sind Grund- und Integrativfächer.

wizenstain
00
ok, für geistesfächer

uncle eggi
11
Zahlen in dem Bericht

Ganz nachvollziehbar sind die Zahlen in dem Bericht nicht ... dividiert man 20 Mio durch 310 so ergibt sich sich für jede Professur eine Summe von ca. 64.500 €. Würde man daraus nur Gehalt, Büro + Büromaterials usw. - also keinerlei Ausstattung und Geräte für den Prof. bezahlen, so ergeben sich bei einem Overheadsatz von 60% (untere Grenze und von der Uni jedenfalls aufzubringen, da am Schluss immer Vollkosten gezahlt werden müssen) sich daraus ca 40.000 € für Bruttogehalt und Lohnnebenkosten p.a. Dieser Professoren bekommen also keinerlei Ausstattung und ein Bruttogehalt weiter unter dem EInstiegsgehalt eines Diplomingenieurs ... klasser Job !

kleiner Schelm
00
20.7.2011, 23:23

Es wird wohl mit "Assoc.Prof." oder so gerechnet.
Da kommt das hin.

Für "Full Prof" kommen Sie p.A. auf 400-500k€ p.A. mit Ausstattung, oft deutlich mehr (z.B. MINT eher mehr wg. Geräten, Geisteswissenschaften eher weniger).

Alois Rosenberger
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Was nach wie vor abgeht...

ist die Schadensgutmachung, die zur Zeit des Ministeriums Busek entstanden ist. Der damals zuständige Wiener Vorsitzende des Wissenschaftsfonds ließ völlig rechts- und sittenwidrig in der Steiermark eine echte Strömung von Glasnost und Perestrojka zur interkulturellen wechselseitigen geschichtewissenschaftlichen Vergangenheitsbewältigung vandalisieren und Dr. Busek erkühnte sich, als "Sonderbeauftragter der EU zur Stabilisierung Südosteuropas" etablieren, wozu ihm jegliche Voraussetzung abging und daher auch gar nicht in der Lage war, vor der eigenen Türe zu kehren. Verzeihung für diesen eklatanten Wiener Bruch verbindlicher bilateraler Kultur- und wissenschaftsverträge gibt's nur durch regelrechte Gutmachung.
Dr. Alois Rosenberger
Richtiger

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bin ganz ihrer meinung. busek war und ist ein übler geselle, der sich jetzt in der rolle des weisen alten gefällt. eine mitläufer-mentalität, die früher sicher zu den mittätern gehört hätte. für die "illegalen" wäre er zu feig gewesen, aber aus dem hinterhalt mucken und beissen, das wäre sein metier gewesen.

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