Marktforscher: Bemühungen der Online-Portale scheinen sich langsam bezahlt zu machen
Wie es scheint, dürften die Bestrebungen der Online-Händler rund um Musik-Download-Plattformen langsam greifen. Einer Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen nach wurden im ersten Halbjahr 2011 in den USA erstmals seit 2004 wieder mehr Musikalben als im Vorjahresvergleichszeitraum verkauft. Damit wurde zumindest vorerst eine lange andauernde Talfahrt der Musikindustrie gestoppt.
Licht am Ende des Tunnels
Groß sei die Steigerung wenngleich nicht. So wurden in den vergangenen sechs Monaten 155,5 Millionen Alben abgesetzt - 153,9 Millionen waren es im Vergleichszeitraum 2010. Tragende Kraft seien Download-Angebote. Insgesamt konnten mit 660,8 Millionen Download-Songs 11 Prozent mehr Download-Werke als zur gleichen Zeit 2011 verkauft werden. Chartstürmerin Katy Perry konnte mit der Single "E.T." allein 4,1 Millionen Downloads in sechs Monaten für sich verbuchen.
Bessere Angebote
Getragen wird der Aufwärtstrend vor allem von Online-Plattformen wie Amazon, iTunes, Google oder Pandora, die in den vergangenen Jahren und Monaten Nutzer mit einfachen Bezahlmodellen und neuerdings mit Cloud-Services zum Musikkauf bewegen konnten. Die seit 1999 mit der Gründung des ersten populären Filesharing-Netzwerks Napster schwächelnde Musikbranche dürfte so mit starker externer Unterstützung endlich auch in der aussichtsreichen digitalen Revolution angekommen zu sein. (zw)